Die spektakuläre Naturkulisse Zentralanatoliens wurde am vergangenen Wochenende zum Schauplatz eines hochkarätigen sportlichen Kräftemessens, bei dem es um weit mehr als nur nationales Edelmetall ging. Im türkischen Ürgüp in der Provinz Nevsehir wurden die prestigeträchtigen Türkischen Mountainbike-Meisterschaften ausgetragen. Insgesamt 70 Athletinnen und Athleten, aufgeteilt in 50 Männer und 20 Frauen, stellten sich der extrem anspruchsvollen Strecke, um in den Elite- und Nachwuchskategorien die neuen Titelträger zu ermitteln. Wie die Rennleitung des Türkischen Radsportverbandes offiziell mitteilte, bot der selektive Cross-Country-Olympic-Kurs (XCO) inmitten der weltberühmten Felsformationen Kappadokiens nicht nur packende Positionskämpfe, sondern diente gleichzeitig als strategisch elementare Plattform für das Sammeln internationaler Ranglistenpunkte.

Weichenstellung für die Zukunft: Olympia-Qualifikation im Fokus des Verbandes
Für die teilnehmenden Radsportler ging es auf den staubigen Naturpfaden um die sportliche Lebensversicherung auf internationalem Parkett. „Dieses Rennen gehört zu den wichtigen Wettbewerben, bei denen Punkte für die Olympia-Qualifikation vergeben werden. Insgesamt treten 70 Athletinnen und Athleten in den Elite- und Nachwuchskategorien an – darunter 50 Männer und 20 Frauen. Die hier erzielten Punkte fließen in die UCI-Weltrangliste ein und sind mit Blick auf die Olympischen Spiele 2028 und 2032 von großer Bedeutung“, erklärte Mustafa Kocaman, der Vorsitzende des Technischen Ausschusses des Türkischen Radsportverbandes, die Wichtigkeit der Titelkämpfe. Der Verband verfolgt mit der Rückkehr in die Region eine langfristige Vision. „Mit seinen natürlichen Strecken und seiner einzigartigen Landschaft gehört Kappadokien zu den bedeutendsten Mountainbike-Destinationen der Welt. Die Region war bereits Austragungsort einer Europameisterschaft und wird von zahlreichen internationalen Teams geschätzt. Als Verband haben wir eine Veranstaltung, die viele Jahre nicht stattgefunden hat, in diesem Jahr wieder nach Kappadokien zurückgebracht. Mit dem geplanten Internationalen Radsportfestival 2027 wollen wir den Wettbewerb weiter ausbauen und langfristig Rennen auf Weltmeisterschaftsniveau nach Kappadokien holen“, so der Funktionär weiter.

Männer-Elite: Ahmet Can Akpınar feiert den doppelten Titelgewinn
In der Königsklasse der Herren demonstrierte der Favorit seine absolute Ausnahmestellung auf dem anspruchsvollen Rundkurs. In der Eliteklasse der Männer war Ahmet Can Akpinar vom Konya Büyüksehir Spor Kulübü an diesem Wochenende nicht zu schlagen. Mit einer herausragenden Siegerzeit von 1:07:10 Stunden distanzierte er die versammelte nationale Konkurrenz und sicherte sich den Meistertitel. Nach der Zieldurchfahrt ließ der frischgebackene Champion seinen Emotionen freien Lauf. „Wir sind für die Türkischen Mountainbike-Meisterschaften in Kappadokien. Heute haben wir das olympische Cross-Country-Rennen abgeschlossen. An beiden Wettkampftagen konnte ich den türkischen Meistertitel gewinnen. Ich bin sehr glücklich und danke allen, die zu diesem Erfolg beigetragen haben. Die Strecke war hervorragend vorbereitet. Mit ihrer natürlichen Beschaffenheit war sie ein perfekter Mountainbike-Kurs. Es hat uns große Freude bereitet, hier an den Start zu gehen“, strahlte der Triumphator im Interview. Den silbernen Rang auf dem Podium sicherte sich Furkan Akcam vom Sakarya Büyüksehir Belediyesi Spor Kulübü, während Emre Yavuz aus den Reihen des Brisa Spor Kulübü das hochkarätige Podium mit dem dritten Platz komplettierte.

Frauen-Elite: Azize Bekar bezwingt die Konkurrenz im Gelände
Auch das Rennen der Damen bot Radsport auf höchstem Niveau und verlangte den Fahrerinnen taktisch wie physisch alles ab. In der Eliteklasse der Frauen drückte ebenfalls eine Fahrerin dem Rennen von Beginn an ihren Stempel auf. Azize Bekar, die für den renommierten Brisa Spor Kulübü an den Start geht, fuhr ein taktisch fehlerfreies Rennen und sicherte sich hochverdient den türkischen Meistertitel auf dem anspruchsvollen XCO-Kurs. Sie verwies die starke Konkurrenz auf die Plätze. Der zweite Platz auf dem Treppchen ging nach einem harten Kampf an Tugce Bitirim vom Verein Nilüfer Belediyespor. Das hervorragende mannschaftliche Gesamtergebnis für das Team von Brisa Spor wurde durch Emine Irmak Sezer perfekt gemacht, die sich den dritten Rang schnappte und damit die Bronzemedaille feierte.

