Im Rahmen des Sommer-Trainingslagers in Österreich hat Cheftrainer Okan Buruk detaillierte Einblicke in die Kaderplanung von Galatasaray gewährt. Während die Gelb-Roten auf dem Transfermarkt bislang lediglich Lesley Ugochukwu offiziell als Neuzugang präsentieren konnten, laufen hinter den Kulissen intensive Vorbereitungen für weitere Hochkaräter. Der Übungsleiter warb dabei um Geduld bei den Fans und machte zugleich deutlich, dass der amtierende Meister für die bevorstehenden Aufgaben in der Trendyol Süper Lig und der UEFA Champions League einen hochkarätigen Regisseur für die Mittelfeldzentrale verpflichten möchte.
Geduld auf dem Transfermarkt: Buruk versteht die Fan-Reaktionen
Die Verantwortlichen der Gelb-Roten arbeiten mit Hochdruck daran, das Team punktuell zu verstärken. Wie der Cheftrainer im Interview mit beIN Sports betonte, erfordere die Verpflichtung von absoluten Wunschspielern jedoch Zeit und Verhandlungsgeschick. „Wir versuchen, das Bestmögliche zu machen und die besten Spieler zu verpflichten. Unser Präsident und unser Vorstand scheuen dabei keine Mühen. Natürlich können wir die Reaktionen der Fans nachvollziehen, je länger sich der Prozess hinzieht. Das ist nichts, was wir zum ersten Mal erleben. Aber bei manchen Spielern muss man einfach warten“, erklärte Buruk verständnisvoll. Der Coach fügte hinzu: „Im Transfergeschäft gibt es sehr viele Geschichten. Die Fans haben mit ihrer Reaktion natürlich in vielen Punkten recht und lassen uns das auch wissen. Aber sie sollen wissen, dass wir hier arbeiten und nicht untätig sind. Wir versuchen, das Beste zu erreichen. Wenn man die besten Spieler holen möchte, kann das eben Zeit in Anspruch nehmen.“
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Klare Ansage für die Schaltzentrale: Ein hochkarätiger Zehner soll kommen
Besonderes Augenmerk liegt bei der Kaderzusammenstellung auf der Position des Spielmachers. Auf die konkrete Nachfrage zu einem neuen Regisseur fand der Trainer deutliche Worte. „Wir wollen für die Zehnerposition definitiv einen sehr guten Spieler verpflichten. Wir brauchen zwei komplette Startelfen, die uns sowohl in der Champions League als auch in der Liga tragen können“, stellte Buruk unmissverständlich klar.
Herausforderung Ausländerregel: Kaderplanung nach dem 10+4-System
Ein wesentlicher Faktor bei allen Transferaktivitäten ist die in der Süper Lig greifende 10+4-Ausländerregel. Der Trainer verwies darauf, dass die Regularien eine äußerst präzise Planung erfordern, da die Kaderplätze für ausländische Profis über 23 Jahren stark begrenzt sind. „Ich hatte bereits gesagt, dass diese Saison sehr schwierig werden wird. Wir müssen unseren Kader bei den Spielern über 23 Jahren genau nach der vorhandenen Situation planen. Im Moment sieht es so aus, als hätten wir dort nur noch einen freien Platz“, eröruterte der Cheftrainer. Weiter führte er aus: „Für einige Positionen haben wir sowohl Kandidaten unter 23 als auch über 23 Jahren. Anstatt zuerst Spieler zu verpflichten und danach zu überlegen, wie wir den Kader verkleinern, müssen wir nach einem Transfer genau festlegen, welche Position wir mit welcher Alterskategorie besetzen. Ich hatte schon nach dem Ende der vergangenen Saison gesagt, dass diese Regel die Vereine vor Schwierigkeiten stellen wird. Wir haben unsere gesamte Planung entsprechend vorgenommen und richten auch unsere Kaderplanung danach aus.“
Zwei Abgänge stehen bevor: Victor Nelsson und Elias Jelert auf dem Einschnitt
Um Platz im Kader zu schaffen und den Vorgaben der Ausländerregelung gerecht zu werden, stehen bei Galatasaray auch personelle Trennungen bevor. Wie die türkische Tageszeitung Milliyet berichtet, spielen zwei Profis keine Rolle mehr in den langfristigen Planungen des Cheftrainers. Der dänische Innenverteidiger Victor Nelsson, der die vergangene Spielzeit auf Leihbasis beim italienischen Klub Hellas Verona verbrachte und dort auf 38 Einsätze kam, wurde aufgrund der Beschränkungen für ausländische Akteure auf die Verkaufsliste gesetzt. Da der Abwehrspieler bei den Löwen in sein letztes Vertragsjahr geht, wird ein fester Verkauf angestrebt. Zudem soll der 23-jährige Rechtsverteidiger Elias Jelert den Verein erneut auf Leihbasis verlassen. Der Däne spielte in der abgelaufenen Saison für den englischen Klub FC Southampton, wo er elf Partien absolvierte und einen Treffer vorbereitete. Kuriose Randnotiz: Beim ersten Testspiel des Österreich-Trainingslagers gegen AC Monza (0:2) standen sowohl Victor Nelsson als auch Elias Jelert noch in der Startformation der Gelb-Roten.


