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Home»Besiktas»Besiktas präsentiert sieben Neuzugänge: Serdal Adali kritisiert Schiedsrichter – „Grenze des menschlichen Fehlers überschritten“
Besiktas 13. Februar 2026

Besiktas präsentiert sieben Neuzugänge: Serdal Adali kritisiert Schiedsrichter – „Grenze des menschlichen Fehlers überschritten“

Von Gazetefutbol010 Minuten Lesezeit
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Foto: IHA

 

 

 

 

 

 

 

 

Im Fashion Center des Tüpras-Stadions hat Besiktas die offizielle Unterzeichnungszeremonie für seine sieben Winter-Transfers abgehalten. Vor den Kameras präsentierte Präsident Serdal Adali dieNeuzugänge Yasin Özcan, Kristjan Asllani, Junior Olaitan, Hyeon-Gyu Oh, Emmanuel Agbadou, Amir Murillo und Devis Vazquez. Auch der Generalkonsul der Republik Korea in Istanbul, Woo Sung Lee, sowie Vorstandsmitglieder waren anwesend. Der Termin wurde so zu einem Signal: Besiktas will sportlich, strukturell und wirtschaftlich eine neue Linie etablieren – und adressierte dabei auch die Reizthemen Schiedsrichter, VAR und Verbandskommunikation.

Adali über die Transferarbeit: „Eine gründliche Studie“ und klare Profil-Parameter

Gleich zu Beginn stellte Adali heraus, dass die Transferperiode nicht nach kurzfristigem Impuls, sondern nach interner Analyse abgewickelt wurde. Er sagte, dass er gemeinsam mit Fußballkomitee, Scout-Teams und technischem Team eine „gründliche Studie“ durchgeführt habe. Entscheidend seien dabei nicht nur Namen und Fähigkeiten gewesen, sondern vor allem Eigenschaften wie Ehrgeiz, Einsatz, Arbeitsdisziplin und Charakter – also Kriterien, die er als Grundlage für nachhaltige Kaderentwicklung definierte.

Adali betonte, dass die Neuzugänge gezielt für Positionen geholt worden seien, die der Trainerstab eingefordert habe. Er schilderte zudem, dass die Vereinsspitze, der Trainerteam und die Vereinsgemeinde die neuen Spieler „mit großer Begeisterung“ aufgenommen hätten. Besonders hob er die Reaktion der Fans im ersten Spiel hervor: Sie hätten Erwartungen gezeigt, aber zugleich eine warme, unterstützende Haltung. Genau das wolle er fortsetzen sehen, weil es die beste Basis sei, damit neue Spieler schnell in den Klub hineinwachsen.

Der 10-Jahres-Plan: Besiktas als „hungrige, kämpfende“ Mannschaft mit passender Mischung

Im Zentrum seiner Rede platzierte Adali ein langfristiges Leitbild. Er formulierte es als Ziel und Ideal: ein Besiktas, der „kämpft und hungrig“ ist – und dessen Kader aus einer stimmigen Kombination aus jungen und erfahrenen Spielern besteht. Dabei ging es nicht nur um kurzfristige Saisonziele, sondern um ein Modell, das die nächsten zehn Jahre tragen soll. Adali sagte sinngemäß, dass genau dieses Modell in der Gemeinschaft eine große Aufregung und Aufbruchsstimmung ausgelöst habe und er sich über diese Dynamik sehr freue.

Die Unterzeichnungszeremonie ordnete er als sichtbaren Beweis dieses Fahrplans ein: Die neuen Transfers seien die konkrete Umsetzung einer Linie, die Besiktas „hoffnungsvoll und mobilisiert“ machen solle. Damit knüpfte er an die Erwartung an, dass die neuen Verpflichtungen nicht als isolierte Einzeltransfers, sondern als Bausteine eines Plans bewertet werden.

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Transferrealismus und strategische Trennungen: „Der wahre Erfolg ist da“

Adali wählte beim Thema Transfers bewusst einen realistischen Ton. Er sagte, es gebe weltweit keinen Verein, der einen hundertprozentigen Transfererfolg garantieren könne. Besiktas’ Anspruch bleibe dennoch klar: Jeder verpflichtete Spieler solle optimal passen und sehr gute Leistungen liefern. Gleichzeitig räumte er ein, dass es selbst bei unstrittigen Fähigkeiten Probleme geben könne – etwa bei der Anpassung an Land, Liga oder Teamstruktur.

Ein zentraler Punkt seiner Bilanz war deshalb der Umgang mit Abgängen: Einer der größten Erfolge sei gewesen, sich in den Momenten „vorteilhaft trennen“ zu können, wenn der erwartete Ertrag ausblieb oder ein gutes Angebot kam. Adali betonte, dass Besiktas bei diesen Trennungen keine materiellen Verluste erlitten habe. Er sprach davon, dass man die finanzielle „Nutzlast“ von hohen Gehältern gesenkt, das Durchschnittsalter reduziert und gleichzeitig die Teamqualität angehoben habe. Sein Fazit: „Das ist der wahre Erfolg.“

Er ergänzte, dass der Trainerstab sehr zuversichtlich sei, was dieses Bild und die Zukunft des Teams angehe. Seine Formulierung klang wie eine interne Botschaft nach außen: „Jetzt sind unser Trainberstab und unsere Spieler dran.“ Besiktas wolle damit zeigen, dass Stabilität und Planbarkeit zurückkehren sollen.

Adali über das Alanyaspor-Spiel: „Wir sind gezwungen, über einen Skandal zu sprechen“

Nach dem sportlichen Teil wechselte Adali deutlich den Ton und dankte zunächst den Fans für ihre Haltung auf den Tribünen im Spiel gegen Corendon Alanyaspor. Dann folgte die scharfe Kritik: „Leider sind wir gezwungen, über einen Skandal zu sprechen, der vom Schiedsrichter geschrieben wurde, und nicht über die Schönheit des Fußballs auf dem Platz.“

Im Kern ging es um die Nachspielzeit und eine VAR-Szene. Adali beschrieb, dass der Schiedsrichter am VAR-Monitor „fünfeinhalb bis sechs Minuten“ verbracht habe, am Ende jedoch trotz Auswechslungen, Unterbrechungen und Verletzungen insgesamt nur sechs Minuten nachspielen ließ. Er interpretierte das nicht als Regelunkunde, sondern als eine Entscheidung, die die Besiktas-Gemeinschaft und „Millionen am Bildschirm“ lächerlich mache.

Hinzu kam seine Kritik an einer weiteren, aus seiner Sicht klaren Szene: Beim klaren Elfmeter, bei dem die Öffentlichkeit übereinstimme, dass er zugunsten von Besiktas hätte gegeben werden müssen, sei aus dem VAR-Raum „kein Ton“ gekommen. Adali sagte, dieses Schweigen spreche Bände. Er zog eine harte Grenze: Die Lage habe die Schwelle des „menschlichen Fehlers“ überschritten. „Das ist kein Fehler; es ist ein klares Zeichen der Absicht gegen die Arbeit von Besiktas, gegen den Schweiß auf der Stirn der Spieler und Fans“, erklärte er.

Appell an TFF und Gremien: Zweifel an ausländischen VAR-Kräften und fehlende Antworten

Von dort aus richtete Adali einen direkten Appell an den Verband und die zuständigen Gremien. Er bezeichnete solche Fehler als „tiefgreifendes Problem des türkischen Fußballs“ und stellte die Frage, wie nützlich ausländische VAR-Kräfte im Land langfristig wirklich seien, wenn die Fehlerquote nicht spürbar sinke. Er sagte, er könne „viel härtere Erklärungen“ abgeben, wolle sich aber seit seinem Amtsantritt an eine Linie halten, die die Eskalation begrenze – auch mit Blick auf Strafen für Vereinsvertreter nach öffentlichen Statements.

In diesem Zusammenhang griff er auch ein System auf, das der Verband im Vorjahr angekündigt hatte: das „Accountability Monitoring Module“. Dieses sollte laut Verbandsidee Transparenz, Genauigkeit und Entwicklung fördern und eine stärkere Zusammenarbeit zwischen Schiedsrichtern und Vereinen ermöglichen. Adali erklärte, dass Besiktas dieses System wie kaum ein anderer Klub genutzt habe: Man habe regelmäßig Einwände eingegeben und die geforderten Informationen sowie Dokumente vollständig hinterlegt.

Seine zentrale Kritik: Trotz zahlreicher Einsprüche sei „nicht einmal einer“ beantwortet worden. Alle Einwände stünden seit dem ersten Tag weiterhin auf „Warten auf eine Antwort“. Adali machte daraus eine öffentliche Anklage: Ein System ohne Rückmeldungen verfehle seinen Zweck. Damit verband er die Forderung nach realer, messbarer Transparenz und nicht nur nach einem formalen Tool.

Geduld, Stabilität, Projekte: „Es braucht Zeit, die Fehlkonfiguration aus der Vergangenheit zu korrigieren“

Adali sprach auch über die Stimmungslage in der Vereinsgemeinde. Er sagte, er verstehe die Ungeduld der Fans angesichts der Meisterschaftsausbeute. Gleichzeitig betonte er: „Es braucht Zeit, diese Fehlkonfiguration aus der Vergangenheit zu korrigieren.“ Parallel zur täglichen Arbeit, den Klub effizient durch die Gegenwart zu steuern, arbeite Besiktas „Tag und Nacht“ an Investitionen und Projekten, die der Zukunft eine solidere Basis geben sollen.

Er erwähnte zudem die Ambition, den Erfolg im Basketball zu steigern und Amateurbranchen zu stärken. Sein Bild war klar: Die Community sehe das „Licht am Ende des Tunnels“. Dafür seien Geduld, Frieden und Stabilität die zentralen Prinzipien. Und: Die Begeisterung über die neuen Transfers solle sich auch in konkreter Unterstützung zeigen – von der Tribüne bis in den Kluballtag.

Spieler-Stimmen: Ehrgeiz, Verantwortung und klare Rollen

Nach der Präsidentenrede traten die Neuzugänge nacheinander vor die Öffentlichkeit und formulierten ihre persönlichen Ziele. Dabei ging es nicht nur um Dankesworte, sondern auch um Rollenverständnis, Professionalität und die Erwartung, schnell Leistung zu bringen.

Yasin Özcan sagte, er sei „sehr glücklich“, bei Besiktas zu sein, und dankte Präsident, Vorstand und Trainer Sergen Yalcin für das Vertrauen. Er betonte, dass er die Größe der Vereinsgemeinde kenne und „in diesem Trikot alles geben werde“ werde, was er könne. Ein Detail aus seiner Vergangenheit nutzte er als Beispiel für seine Entschlossenheit: Als er in Anderlecht war, habe sein Telefon geklingelt und man habe ihm gesagt, Besiktas wolle ihn. Er habe „ohne nachzudenken“ zugesagt. Sportlich ordnete er sich ein: Er fühle sich als linker Innenverteidiger am wohlsten, könne aber auch hinten auf weiteren Positionen, so als Linksverteidiger, eingesetzt werden.

Kristjan Asllani entschuldigte sich ausdrücklich dafür, dass er in seinem ersten Spiel eine Rote Karte gesehen hatte. Er sagte, solche Dinge passierten im Fußball, er habe auch Pech gehabt, aber er wolle sich bei Team und Verein entschuldigen. Zugleich bedankte er sich bei dem Präsidenten, der ihn geholt habe, und betonte erneut, wie glücklich er sei, hier zu sein. Vor seinem Wechsel habe er zudem mit Ernest Muci und Milot Rashica gesprochen, die ihm „sehr schöne Dinge“ über den Klub gesagt hätten.

Junior Olaitan begann mit einer klaren Emotionalität: Er sei sehr aufgeregt und danke Präsident und Trainer dafür, ihn geholt zu haben. Er bezeichnete Besiktas als großen Klub, der regelmäßig gegen Teams spiele, die oft tiefer verteidigen. Genau dort sah er eine Qualität, die er betonen wollte: Man habe die Fähigkeit, „geschlossene Abwehrreihen zu öffnen“, und könne das gegen jedes Team schaffen. Sein Leitsatz war ein Mannschaftsbekenntnis: „Der Fußballer muss für die Mannschaft spielen, nicht für den Einzelnen.“ Er wolle für das Wappen spielen, Anweisungen des Trainers kompromisslos umsetzen und versprach, in jeder Position „100 Prozent“ zu geben, die der Trainer von ihm verlangt.

Hyeon-Gyu Oh sagte, er sei stolz, Teil dieses Teams zu sein, und versprach: „Ich werde immer für Besiktas kämpfen.“ Er betonte, er wisse, dass die Fans ihn genau deshalb lieben. Er stellte eine persönliche Stärke heraus: Er verliere keinen Kampf. Zudem zeigte er Selbstbewusstsein hinsichtlich der Ziele: Man könne alle Konkurrenten schlagen. Er erinnerte daran, dass er sein erstes Tor im letzten Spiel erzielt habe, und nahm die Erwartungshaltung der Fans an: Sie wollten mehr Tore, und er werde „so viele Tore schießen“, wie er könne.

Emmanuel Agbadou erklärte, dass sein Transferprozess schwierig gewesen sei, und dankte allen, die daran gearbeitet hätten. „Sie haben sich so sehr bemüht, mich hierher zu bringen, endlich bin ich hier“, sagte er sinngemäß. Er versprach, mit voller Energie für die Vereinsgemeinde zu arbeiten und für das „große Besiktas“ sein Bestes zu geben. Er ordnete die Süper Lig als harte Liga ein, in der Körperlichkeit und Tempo hoch seien, und verwies auf die Qualität der Stürmer, die Chancen effizient nutzen. Er wisse, dass er gegen sehr gute Angreifer spielen werde, wolle diese Duelle ohne Verletzungen bestreiten und seine Erfahrung einbringen. Besonders betonte er Führungsanspruch in der Defensive: Er wolle seinen Mitspielern als Verteidiger „Vertrauen“ geben, ein Anführer sein und im Zentrum „gegen gegnerische Angreifer kämpfen“.

Amir Murillo dankte Präsident, Trainer und Trainerteam für die Möglichkeit, Teil des Klubs zu sein. Er sagte, er sei stolz, Teil der Geschichte von Besiktas zu werden, und werde sein Bestes tun, dem Team zu helfen. Dabei hob er die emotionale Komponente hervor: „Familie ist alles.“ Er spüre dieses Familiengefühl im Klub bereits. Die Signale der Fans hätten ihm sehr gefallen, sie gäben ihm Selbstvertrauen, und er wolle ihnen „so viel zurückgeben“, wie er könne. Zudem erwähnte er ein Gespräch mit dem Trainer, der ihm klar gesagt habe, was er erwarte – und er werde genau das umsetzen, um dem Team zu helfen.

Devis Vazquez bedankte sich beim Präsidenten und erklärte, er freue sich sehr, hier zu sein. Er sagte, er kenne den ehemaligen kolumbianischen Torhüter Oscar Cordoba und habe mit ihm trainiert. Schon bei seiner Ankunft sei ihm vermittelt worden, wie groß der Klub sei. Vazquez kündigte an, jeden Tag hart zu arbeiten und während seiner Zeit bei Besiktas dauerhaft „100 Prozent“ zu geben.

Nach der Zeremonie: gemeinsamer Auftritt und erster Fan-Kontakt im Stadion

Im Anschluss gingen die Neuzugänge gemeinsam mit Vorstandsmitgliedern in den „Kartal Yuvasi“-Fanshops im Stadion und tätigten dort Einkäufe. Auch dieser Schritt war Teil der Symbolik: Besiktas wollte die Spieler sichtbar als Bestandteil der Community präsentieren – nicht nur auf dem Trainingsplatz, sondern mitten im Vereinsumfeld.

 

Amir Murillo Besiktas Devis Vasquez Emmanuel Agbadou Hyeon-gyu Oh Kristjan Asllani Serdal Adali Yasin Özcan

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