Das globale Fußballturnier nimmt in den nordamerikanischen Arenen weiter an Fahrt auf. Zu Beginn der zweiten Spiele der WM-Gruppe B trafen die Auswahlen von Bosnien und Herzegowina und der Schweiz im stimmungsvollen Los Angeles Stadion aufeinander. Nach einer taktisch geprägten ersten Spielhälfte, die von einer kontrollierten Defensive auf beiden Seiten bestimmt war, entwickelte sich im zweiten Durchgang ein torreiches und dramatisches Spektakel. Am Ende feierten die Eidgenossen einen deutlichen 4:1-Erfolg, mit dem sie einen großen Schritt in Richtung der K.-o.-Runde machen, während die Osteuropäer nach einem späten Einbruch einen herben Rückschlag hinnehmen mussten.

Ein Platzverweis bricht den bosnischen Widerstand in Kalifornien
Die erste Hälfte des Kampfes, angeführt vom portugiesischen Schiedsrichter Joao Pedro Pinheiro, endete zunächst komplett torlos, da sich beide Defensivreihen kaum Blößen gaben. Bewegung in die Anzeigetafel kam erst in der 74. Minute, als Johan Manzambi die Schweiz mit einem präzisen Abschluss mit 1:0 in Führung brachte. Die Vorentscheidung fiel nur sechs Zeigerumdrehungen später: In der 80. Minute erhöhte die Schweiz durch ein Tor von Ruben Vargas auf 2:0. Nur kurze Zeit später schwächten sich die Bosnier selbst, als Tarik Muharemovic in der 84. Minute die Rote Karte sah und seine Mannschaft für die Schlussphase mit nur zehn Spielern auf dem Feld zurückließ.

In Überzahl ließen die Schweizer den Ball geschickt laufen. In der 90. Minute schraubte erneut Manzambi das Ergebnis weiter in die Höhe und erhöhte den Unterschied auf drei Tore, indem er das Leder im gegnerischen Netz unterbrachte. In der Nachspielzeit kamen die dezimierten Bosnier durch einen Treffer des zwei Minuten zuvor eingewechselten Ermin Mahmic in der 90+3. Minute zum späten 1:3-Ehrentreffer. Den endgültigen Schlusspunkt setzte jedoch der Schweizer Kapitän Granit Xhaka, der in der 90+7. Minute einen fälligen Elfmeter eiskalt zum 4:1-Endstand verwandelte. Mit diesem Ergebnis stieg die Schweiz mit vier Punkten in die Führung auf, während Bosnien und Herzegowina bei einem Punkt verharrte.
Aufseiten der bosnischen Nationalmannschaft standen altbekannte Gesichter aus der Trendyol Süper Lig im Fokus. Der erfahrene Angreifer Edin Dzeko, der eine Zeit lang das Trikot von Fenerbahce trug, begann den Kampf erwartungsgemäß in der ersten Elf, konnte dem Spiel jedoch keine entscheidenden Impulse verleihen und verließ in der 64. Minute den Platz für Esmir Bajraktarevic. In der 86. Minute durfte auch der an Premier League-Aufsteiger Hull City ausgeliehene Besiktas-Profi Amir Hadziahmetovic noch einmal kurz ran. Im anstehenden Gruppenfinale wartet auf die Schweiz das Duell mit Kanada, während Bosnien und Herzegowina gegen Katar um die letzte Chance kämpft.

Tschechien verpasst den Befreiungsschlag gegen Südafrika in Gruppe A
Parallel zum Geschehen in der Gruppe B stand auch in der Gruppe A der Weltmeisterschaft 2026 der zweite Spieltag auf dem Programm. Im modernen Mercedes-Benz Stadion standen sich die Mannschaften aus Tschechien und Südafrika gegenüber, wo sich am Ende ein enges Abnutzungsduell entwickelte. Die Partie, die unter der sportlichen Leitung der US-Schiedsrichterin Tori Penso stand, begann perfekt für die Europäer. Bereits in der 6. Minute schockte Michal Sadilek die südafrikanische Hintermannschaft mit dem frühen Tor zum 1:0, welches gleichzeitig auch den verdienten Pausenstand markierte.
Im zweiten Durchgang drängten die „Bafana Bafana“ leidenschaftlich auf den Ausgleich, bissen sich jedoch lange Zeit an der tschechischen Abwehrkette die Zähne aus. Die Erlösung für die Südafrikaner folgte erst in der absoluten Schlussphase. In der 83. Minute bekamen die Afrikaner einen Strafstoß zugesprochen, bei dem Teboho Mokoena die Nerven behielt und souverän zum 1:1-Ausgleich traf. Da in den verbleibenden Minuten auf beiden Seiten keine weiteren nennenswerten Chancen herausgespielt wurden, endete der Kampf mit einer Punkteteilung. Durch dieses Remis belegt Tschechien mit einem Punkt den dritten Platz, während Südafrika mit der gleichen Punktzahl, aber der schlechteren Tordifferenz den letzten Platz einnimmt. In der kommenden Woche trifft Tschechien auf Mexiko, während Südafrika gegen Südkorea antritt.

