Transfer-Karussell an der Schwarzmeerküste: Trabzonspor vor Zubkov-Abschied und Cabral-Coup
An der Schwarzmeerküste laufen die Drähte auf dem Transfermarkt heiß. Der türkische Pokalsieger Trabzonspor treibt seine Kaderplanung für die neue Spielzeit mit Hochdruck voran und steht unmittelbar vor zwei massiven personellen Veränderungen. Während sich ein schmerzhafter, aber lukrativer Abgang in der Offensive abzeichnet, ist den Verantwortlichen in Bordeauxrot-Blauen auf der Gegenseite ein echter Coup gelungen. Die Kaderplaner arbeiten unermüdlich daran, Trainer Fatih Tekke eine schlagkräftige Truppe für die nationalen und internationalen Aufgaben zur Verfügung zu stellen, wobei sowohl Millionen-Ablösen fließen als auch begehrte Wunschspieler den Weg an den Schwarzen Meer finden.
Einigung mit AEK Athen erzielt: Oleksandr Zubkov vor Wechsel nach Griechenland
Die Zeit des ukrainischen Flügelspielers Oleksandr Zubkov im Trabzon-Trikot neigt sich endgültig dem Ende zu. Der Verein bereitet hinter den Kulissen den Abschied des erfahrenen Offensivakteurs vor. Wie aus Branchenkreisen durchgesickert ist, hat Trabzonspor eine grundsätzliche Einigung mit dem griechischen Spitzenklub AEK Athen über einen permanenten Transfer erzielt. In den Verhandlungen zwischen den beiden Parteien wurden bereits erhebliche Fortschritte erzielt, sodass die offizielle Bestätigung des Deals in Kürze erwartet wird. Sobald die letzten Details zwischen den Klubs ausgetauscht sind, wird der Ukrainer zu den medizinischen Untersuchungen in Athen erwartet, um anschließend sein neues Arbeitspapier zu unterzeichnen.
Damit endet ein sportlich durchaus erfolgreiches Kapitel. Der Nationalspieler war erst im Februar 2025 für eine stattliche Ablösesumme von sechs Millionen Euro vom ukrainischen Spitzenverein Schachtjor Donezk verpflichtet worden. Seitdem absolvierte der Angreifer 57 Einsätze für den Schwarzmeer-Klub, in denen ihm beachtliche zwölf Tore und 16 Vorlagen gelangen. Mit diesem Arbeitsnachweis leistete er einen wichtigen Beitrag im Angriffsspiel der Mannschaft, den er nun in der griechischen Super League fortsetzen möchte. Die offizielle Stellungnahme des Vorstands steht unmittelbar bevor.
Hartnäckigkeit zahlt sich aus: Sindy Lopes Cabral unterschreibt Vierjahresvertrag
Auf der Habenseite gibt es für die Fans der Bordeaux-Blauen hingegen fantastische Neuigkeiten zu vermelden. Nach monatelangem Werben hat der Verein bei der Verpflichtung von Sindy Lopes Cabral ein glückliches Ende erreicht. Der portugiesische Defensivakteur stand bereits in der vergangenen Transfersaison ganz oben auf dem Wunschzettel an der Schwarzmeerküste, wechselte damals jedoch im letzten Moment zum portugiesischen Traditionsklub Benfica Lissabon. Mit einiger Verspätung wird sich der Außenverteidiger nun doch den bordeauxrot-blauen Dress überziehen. Nach einer mündlichen Grundsatzvereinbarung am Vortag werden die schriftlichen Formalitäten zwischen den Vereinen derzeit final abgewickelt.
Der Transfer ist ein echtes finanzielles Schwergewicht für den Klub. Für die Dienste des 23-jährigen Rechtsverteidigers wird eine Ablösesumme von knapp acht Millionen Euro fällig – exakt die Summe, die auch Benfica einst für dessen Transfer von CF Estrela Amadora auf den Tisch gelegt hatte. Ein entscheidender Faktor war die Ausdauer der türkischen Delegation. Wie die renommierte Tageszeitung Sabah berichtet, wollte der aus Kap Verde stammende Abwehrspieler eine endgültige Entscheidung über seine Zukunft ursprünglich erst nach der Weltmeisterschaft treffen. Aufgrund der beharrlichen Nachfragen und des intensiven Werbens der Klubführung ließ sich der Spieler jedoch umstimmen. Er wird den lukrativen Vierjahresvertrag noch vor seiner Abreise zur Weltmeisterschaft unterzeichnen.
Der perfekte Joker für die taktische Flexibilität unter Fatih Tekke
Mit der Verpflichtung des 23-Jährigen bekommt das Trainerteam ein echtes taktisches Schweizer Taschenmesser an die Hand. Da der Defensivspezialist problemlos sowohl als rechter Außenverteidiger als auch als linker Außenverteidiger sowie als linker Flügelverteidiger eingesetzt werden kann, gilt er intern als der perfekte Joker-Spieler. Cheftrainer Fatih Tekke wird durch diese Personalie in seinen Formationen deutlich mehr Spielraum und taktische Flexibilität erhalten.
Dass der Neuzugang auch Qualitäten im Spiel nach vorne besitzt, bewies er in der vergangenen Halbsaison in Portugal. Im Starensemble von Benfica kam er wettbewerbsübergreifend auf zwölf Spiele, in denen er ein Tor und drei Vorlagen beisteuerte. Diese Effektivität soll er nun konstant an der Schwarzmeerküste einbringen, um den Konkurrenzkampf in der Mannschaft weiter anzuheizen.



