Besiktas hat im türkischen Pokal gegen Caykur Rizespor einen klaren 4:1-Sieg gefeiert und damit sein Ziel erreicht, die Gruppe als Erster abzuschließen. Auf der Pressekonferenz nach der Partie sprach Trainer Sergen Yalcin über den sportlichen Kurs, die schwierige Saisonphase und die nächsten Schritte, die aus seiner Sicht zwingend folgen müssen.
Gruppensieg als Etappe – Pokal als direkter Weg nach Europa
Yalcin machte deutlich, dass der Wettbewerb fuer den Klub eine hohe Priorität hat. „Unser Ziel war es, die Gruppe als Erster abzuschließen. Heute haben wir unser erstes Ziel erreicht“, sagte der Coach. Zugleich betonte er, dass der Pokal aus Vereinssicht die klarste Route in Richtung Europa darstellt: „Der Pokal ist für uns der einfachste Weg, nach Europa zu kommen, da wir in der Liga nicht sonderlich gut dastehen. Wir legen Gewicht auf diese Seite.“
Mit Blick auf die kommenden Runden formulierte er das große Ziel ohne Umwege: „Von hier aus wollen wir bis zum Ende gehen und den Pokal gewinnen.“
„Wir sind nicht mehr in der Position, die wir wollen“
In seiner Analyse ging Sergen Yalcin auch auf die Belastungen der Saison ein und erklärte, dass der Klub zu Beginn große Probleme hatte, den Fokus stabil zu halten. Er verwies dabei auf den Anspruch des Umfelds: „Die Besiktas-Vereinsgemeinde ist das nicht gewohnt, sie ist es gewohnt, Trophäen zu gewinnen.“
Gleichzeitig beschrieb er die Entwicklung als Weg zur Normalisierung, der noch nicht abgeschlossen ist. „Wir waren auf der Intensivstation, jetzt wurden wir das reguläre Zimmer verlegt“, sagte Yalcin und ordnete ein: „Wir sind immer noch nicht in der Position, die wir sein wollen, aber wir unternehmen große Anstrengungen, um dies zu erreichen.“
Transfers, Probleme im Team und der Aufbau fuer die naechste Phase
Yalcin erinnerte daran, dass der Klub in einer schwierigen Phase personell nachjustiert hat: „Wir haben Transfers zwischen den Saisonhälften im Winter durchgeführt.“ Gleichzeitig sprach er offen über die Situation in der Mannschaft: „Die Spieler haben weiterhin große Probleme, an denen wir arbeiten.“
Seine Schlussfolgerung ist ein klarer Arbeitsauftrag für die naechsten Wochen: „Ich hoffe, dass wir Besiktas von nun an dort zusammenbringen, wo es sein sollte. Wir legen gerade jetzt den Grundstein dafür.“



3 Kommentare
Das Spiel gestern gegen Rize war wirklich sehr ansehnlich. Der Aussetzer von Ersin, ja gut es stand zu dem Zeitpunkt 4:0, aber trotzdem, das hat einfach wieder gezeigt, dass wir auf der Torwartposition nachlegen müssen, auch wenn er sich in den letzten Wochen wieder etwas stabilisiert hat. Und dann müssen wir, wie es Sergen Hoca gesagt hat, weiter an uns arbeiten. Das Spiel ist leider weiterhin extrem abhängig von Orkun…sobald er raus ist, merkt man sofort, wie die Mannschaft sich schwer tut, Angriffe zu kreieren, aber wir sind auf jeden Fall auf dem richtigen Weg. Hoffentlich geht die Entwicklung weiter! Was mich auch freut, mit Murillo haben wir endlich wieder einen offensiv ausgeprägten Außenverteidiger, das macht wirklich Spaß den am Ball zu sehen.
Kann dem nur zustimmen. Endlich spielen wir wieder guten Fußball. Aber es liegt auch viel an der Teamchemie, und da ist Orkun einer der Hauptgründe. Bei jedem Tor rennt er zum Spieler und befiehlt allen, mitzukommen. Keiner wird alleine gelassen. Er gibt alles, damit der Teamgeist hoch bleibt – ob auf dem Feld oder außerhalb. Orkun ist echt ein krasser Mehrwert für den Verein.
Und beim Thema Torwart check ich das auch nicht, du suchst eine neue Nr1. hast jemanden auf Leih-Basis geholt und lässt ihn auf der Bank vergammeln. Einen Leihspieler nicht spielen zu lassen macht eh kein Sinn und dann noch auf einen Spieler setzten, den du sowieso Ersetzen willst macht maximal garkein Sinn.
Das stimmt, unser Teamgeist hat sich nach Abschluss der Wintertransferperiode wesentlich gebessert – ein wichtiger Faktor, welcher auch die Mannschaft auf dem Platz beeinflusst. Auch das volle Stadion und die Stimmung der Fans spielen eine wichtige Rolle.
Was das Thema Vasquez betrifft: das riecht für mich nach einem Paniktransfers, weil man den etatmäßigen Ersatztorhütern wohl nicht das Vertrauen schenkt. Maximal idiotisch, aber gut, ich will mich nicht beschweren, wenn ich mal zurückblicke auf die Transfersflops der letzten Jahre, dann kann ich mit dieser sinnlosen Entscheidung bis zum Saisonende leben.