Türkischer Fußball

Türkei-Co-Trainer Jan-Moritz Lichte: „In der Türkei wird Fußball etwas langsamer gespielt“


Im Zuge der letzten WM-Qualifikationsspiele gegen Gibraltar und Montenegro kamen Kenan Kocak und Jan-Moritz Lichte, die Co-Trainer des türkischen Nationaltrainers Stefan Kuntz, vor einer Trainingseinheit ins Gespräch mit den Medien. Während der frühere Übungsleiter von Hannover 96 bereits mehrmals in dieser Rolle interviewt wurde, war es für den ehemaligen FSV Mainz 05-Teamchef die Premiere. Der 41-Jährige erklärte im Talk, dass es in der Türkei auf dem Platz etwas langsamer zugehe: „Es gibt unweigerlich Unterschiede im Niveau, das hier gespielt wird. Wir wissen, dass wir schneller spielen müssen. Und wenn der Ball gewonnen ist, müssen wir schlagartige Angriffe starten und das Tor erzwingen. Wir versuchen, das ein bisschen mehr zu üben. Gerade dieses Thema haben wir in den letzten Einheiten auch trainiert. Fußball kann in der Türkei manchmal etwas langsamer und sicherer gespielt werden. Das wollen wir etwas beschleunigen. Da wir jedoch auf die Qualität unserer Spieler vertrauen, möchten wir ihnen in einigen Bereichen etwas Spielraum lassen“, so der gebürtige Kasseler.

Kocak: „Kuntz kein glatter Typ“ – Gute Atmosphäre im Team

Kocak hingegen, der gebürtig aus der zentralanatolischen Stadt Kayseri stammt, nannte die Gründe für das positive Klima im Team. „Die Spieler sind sehr motiviert. Wir warten ungeduldig auf die bevorstehenden beiden Matches. Wir werden sowohl in offensiver als auch defensiver Hinsicht alles in unserer Macht stehende tun, um die Spiele zu gewinnen. Hoffentlich gelingt uns das. Respekt ist die Grundlage von allem. Jeder Spieler ist wertvoll. Wir versuchen, mit allen eine persönliche Beziehung aufzubauen. Da wir das gleiche Ziel verfolgen, haben wir eine gute Atmosphäre“, so der frühere Sandhausener. Über die Kommunikation mit Chefcoach Kuntz schwärmte der 40-Jährige in den höchsten Tönen: „Ich war vor etwa 20 Jahren sein Spieler. Wir arbeiten zum ersten Mal im Trainerteam zusammen. Er ist ein Mensch, der positiv denkt und positiv handelt und alle mit ins Boot holen möchte. Ich hoffe, wir schmücken die gute Atmosphäre mit Siegen und erreichen unser Ziel. Stefan ist sehr aufgeschlossen und ehrlich. Es gibt keine Unterschiede zwischen der öffentlichen Wahrnehmung und seinem tatsächlichen Verhalten. Er ist kein glatter Typ und hat keinerlei Allüren.“





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