Die Entscheidung des nationalen Verbandes schlägt im türkischen Spitzenfußball weiterhin extrem hohe Wellen und sorgt für den ersten offenen Eklat zwischen den Spitzenklubs und den Funktionären. Als erster türkischer Top-Verein hat Fenerbahce mit einer extrem scharfen Reaktion auf die Beibehaltung der ungeliebten Restriktionen reagiert. Der wortgewaltige Generalsekretär der Gelb-Marineblauen, Mahmut Uslu, fand nach der offiziellen Bekanntgabe deutliche Worte für das Vorgehen des Verbandes. Er attackierte die Funktionäre frontal und brandmarkte den gefassten Beschluss ohne Umschweife als absolut inakzeptabel für die Zukunft des Sports.
Frontalangriff aus Istanbul: Mahmut Uslu fordert sofortiges Umdenken
Der Funktionär der Gelb-Blauen machte seinem Ärger unmittelbar nach der Veröffentlichung der Verbandsmitteilung Luft und kündigte weitreichende Schritte des Klubs an. Im exklusiven Gespräch mit dem Sportsender HT Spor ließ der Vereinsfunktionär keinerlei Zweifel an der tiefen Ablehnung der Istanbuler aufkommen. „Wir bewerten die Entscheidung des Verbandes, die Zahl der ausländischen Spieler nicht zu ändern, als einen Skandal. Sollen wir anderen Ländern dienen? Sollen wir für sie arbeiten?“, schimpfte Uslu angesichts der blockierten Reformwünsche. Der Funktionär hofft nun auf ein schnelles Einsehen auf höchster sportpolitischer Ebene: „Hoffentlich wird diese Entscheidung noch einmal überprüft und geändert. Außerdem werden wir eine Pressekonferenz abhalten und ausführlich darlegen, warum diese Entscheidung aus unserer Sicht falsch ist.“

Der Verband bleibt stur: Die ungeliebte 10+4-Regelung wird durchgezogen
Zuvor hatte die Verbandsführung unmissverständlich klargestellt, dass man dem kollektiven Druck der 18 Erstligisten unter keinen Umständen nachgeben werde. Der Türkische Fußballverband (TFF) hatte am Vormittag verkündet, dass die umstrittene Regelung für die Trendyol Süper Lig in der anstehenden Spielzeit 2026/27 ohne jegliche Modifikation eins zu eins umgesetzt wird. In der offiziellen Verlautbarung der Funktionäre wird die Altersgrenze für den Kader nochmals detailliert untermauert: „An den bereits veröffentlichten Bestimmungen zur Ausländerregelung für die Trendyol Süper Lig in der Saison 2026/27, über die zuletzt intensiv in der Öffentlichkeit diskutiert wurde, wird keine Änderung vorgenommen. Wie bereits zu Beginn der vergangenen Saison angekündigt, gilt für die zehn ausländischen Spieler auf der A-Kaderliste keine Altersbeschränkung. Werden insgesamt 14 ausländische Spieler in den A-Kader aufgenommen, müssen mindestens vier von ihnen am oder nach dem 1. Januar 2003 geboren sein.“ Diese starre Haltung dürfte das ohnehin zerrüttete Verhältnis zwischen den Klubbossen und der Verbandsspitze in den kommenden Wochen weiter eskalieren lassen.


3 Kommentare
Und Herr Uslu, Sie meinen, dass durch Ihre Aussagen die Schurken im TFF dann die Regel in Lichtgeschwindigkeit wieder umändern?
Sorry, aber der TFF spuckt auf unsere Meinung bezüglich der AR, da kann ein Dursun Özbek, Aziz Yildirim, Serdar Adali und wie sie alle heißen vor der Kamera brüllen so viel er will.
Wir müssen wohl oder übel mit der Scheiße leben und dementsprechend die Transfers tätigen. Die Regel wurde doch vor Monaten schon angekündigt, deswegen kann ich das Gejammer nicht verstehen.
Die Türkei ist halt auch keine Demokratie. Warum soll sich jemand für die Mehrheit interessieren? Der TFF ist unantastbar. Immerhin hat sich die Türkei auch nicht blamiert an der WM.
Utanmaz adam, du hast schon gefühlt 30 Nichtsnutz-Ausländer im Kader, hast kürzlich wieder eine Strafe der Uefa kassiert. Wie wäre es denn mal mit Investitionen in die Jugendabteilung? Oder wollt ihr weiterhin 70 Mille für 50 jährige Kante’s ausgeben?