Die Schockwellen nach dem vorzeitigen Scheitern der türkischen Nationalmannschaft bei der FIFA-Weltmeisterschaft 2026 sind nach der Rückkehr des Kaders in die Heimat allgegenwärtig. In der Nacht landete der Flieger mit den sichtlich gezeichneten Nationalspielern auf heimischem Boden. Nach stundenlanger Funkstille hat sich nun Spielführer Hakan Calhanoglu mit einer bemerkenswert emotionalen und tiefgründigen Botschaft über seine offiziellen Social-Media-Kanäle an die Öffentlichkeit gewandt. Der Mittelfeldstar, dessen persönliche Leistungen im Turnierverlauf ebenso wie die Auftritte seiner Teamkollegen in den Medien und Fanlager extrem kontrovers debattiert wurden, flüchtete sich nicht in Ausflüchte, sondern stellte sich bedingungslos vor die gesamte Mannschaft.
Der Kapitän bittet um Verzeihung: Ungeschminkte Worte zur geplatzten WM-Hoffnung
In seinem via Internet verbreiteten Statement spiegelte sich die kollektive Niedergeschlagenheit wider, die nach den enttäuschenden Gruppenspielen gegen Australien und Paraguay sowie dem letztlich unbedeutenden 3:2-Sieg gegen die USA herrscht. Der Anführer machte deutlich, dass der Schmerz über das verpasste Weiterkommen tief sitzt.
„Heute gäbe es vieles zu sagen, aber keine Worte können die Enttäuschung und den Schmerz beschreiben, die ich empfinde. Wir haben lange von diesen Tagen geträumt. Unser größter Wunsch war es, unser Land bei einer Weltmeisterschaft bestmöglich zu vertreten und unserer Nation unvergessliche Momente des Stolzes zu schenken. Leider ist uns das nicht gelungen. Ich habe jeden einzelnen Tag gespürt, welch große Ehre und Verantwortung es ist, dieses Trikot zu tragen. Und heute übernehme ich als Kapitän dieser Mannschaft die Verantwortung für dieses Ergebnis – vor allen anderen“, schrieb der sichtlich getroffene Mittelfeldakteur unmissverständlich im Wortlaut.

Klartext zur harten Fankritik: „Ihr seid traurig, enttäuscht und wütend – die Kritik ist berechtigt“
Der Starspieler ging in seiner emotionalen Abrechnung auch direkt auf die Reaktionen der leidenschaftlichen Fans ein. Anstatt sich gegen die teils heftigen Angriffe der vergangenen Tage zu wehren, zeigte er großes Verständnis für die Reaktionen in der Heimat.
„Ich weiß… Ihr seid traurig. Ihr seid enttäuscht. Ihr seid wütend. Ein Teil der Kritik war sehr hart, ein anderer Teil jedoch vollkommen berechtigt. Denn jeder, der dieses Trikot trägt, trägt auch die Hoffnungen unseres Landes auf seinen Schultern. Wir konnten diesen Hoffnungen auf dem Platz nicht gerecht werden. Die Verantwortung dafür spüre ich gemeinsam mit der Mannschaft – und ganz besonders ich selbst. Unsere lang ersehnte Weltmeisterschaft ist leider an dieser Stelle zu Ende gegangen. Wir wissen, dass wir die Herzen von Millionen Menschen gebrochen haben, die gemeinsam mit uns an diesen Traum geglaubt und unsere Freude wie auch unseren Schmerz geteilt haben. Dafür möchten wir unser Volk von ganzem Herzen um Entschuldigung bitten“, so das ehrliche Eingeständnis des Kapitäns.
Der Blick nach vorne: Ein Versprechen für die Zukunft des türkischen Fußballs
Trotz der bitteren Realität und des gesenkten Kopfes beschwor der Routinier am Ende seiner Botschaft den unbändigen Kampfgeist, der das Land in sportlich schwierigen Zeiten stets ausgezeichnet hat. Das unvollendete Kapitel soll in naher Zukunft mit noch härterer Arbeit korrigiert werden.
Calhanoglu richtete den Blick kämpferisch nach vorne und betonte, dass Aufgeben für ihn und seine Mitstreiter keine Option darstellt: „Doch Fußball besteht nicht nur aus Siegen. Manchmal ist die größte Prüfung, nach einem Rückschlag wieder aufzustehen. So stolz ich gestern darauf war, ein Sohn dieses Landes zu sein, als wir gewonnen haben, so neige ich heute nach der Niederlage mit derselben Verbundenheit den Kopf und sage mit demselben Stolz: ‚Ich bin ein Sohn dieses Landes.‘ Diese heilige Flagge hat uns niemals gelehrt aufzugeben. Wir werden noch härter arbeiten. Wir werden stärker zurückkommen. Wir werden bis zum Schluss kämpfen, um die Geschichte, die heute unvollendet geblieben ist, zu Ende zu schreiben, diesem Wappen gerecht zu werden, den Menschen, die an uns glauben, wieder Hoffnung zu schenken und unseren Kindern den Stolz zu geben, den sie verdienen. Ich danke allen, die uns auch heute nicht allein gelassen haben. Bitte verzeiht uns.“


2 Kommentare
Ich hoffe, du wechselst mit deinem Tiktok-Bruder Merih zu Ikincibahçe. Ich möchte sehen, wie unser WM-Dritte Sir Okan euch den Popo versohlt.
Ich sehe nicht dass er Verantwortung übernimmt. Hakan hatte doch noch nie gute Leistung in milli takım abgeliefert. Er sollte sich verabschieden. Mit ihm auf dem Feld spielen wir quasi zu 10. Ist hart aber so ist es nunmal. Er performt einfach nicht und das nicht nur bei dieser WM, sondern in jedem Türkei Spiel ist er unsichtbar