Süper Lig

TFF diskutiert: Niederlage am Grünen Tisch bei zu vielen Corona-Fällen?


Die türkische Tageszeitung „Hürriyet“ berichtete am vergangenen Wochenende davon, dass der enge Matchkalender in der Süper Lig für weitreichende Änderungen im Spielbetrieb sorgen wird. Demnach sollen die Begegnungen, die aufgrund von zu vielen Corona-Fällen abgesagt werden müssen, nicht mehr nachgeholt werden. Kann ein Verein keinen Matchkader mit mindestens 14 Akteuren zusammenstellen, soll das Spiel mit 0:3 am Grünen Tisch gewertet werden.

Sepil: “Wäre eine sehr grenzwertige Regelung”

Mehmet Sepil, Vorsitzender der Süper Lig-Klubvereinigung und aktuell selbst positiv auf Corona getestet, bestätigte gegenüber der türkischen Presse die Gedankenspiele des türkischen Fußballverbandes. Eine Entscheidung sei diesbezüglich aber noch nicht gefallen. Auch weil die Vereine dieser Regeländerung noch zustimmen müssten. „Bislang gibt es sehr wenige Spiele, die wegen Corona verschoben werden mussten. Wenn so eine Regelung kommt, dann erst in der Rückrunde ab dem 24. Januar. Wie Sie wissen, stehen im neuen Jahr extrem viele englische Wochen an [sechs engl. Wochen ab Januar 2021; Anm. d. Red.]. Diese Option vom TFF wäre die härteste Maßnahme um noch mehr Spiele zu vermeiden. Wir als Süper Lig-Vereine sollen diesen Vorschlag unter uns ausdiskutieren und Feedback an den TFF geben. Aus meiner Sicht ist das eine sehr grenzwertige Regelung.“




Gümüsdag fordert eigenes Labor für Süper Lig-Klubs

Die im Raum stehende Regelung wurde in der Türkei bereits im türkischen Pokalwettbewerb „Ziraat Türkiye Kupasi“ angewandt. So ist die Begegnung in der dritten Runde Anfang November zwischen Pendikspor und Düzcespor 3:0 für Pendikspor gewertet worden, da Düzce auf Grund von zu vielen Corona-Fällen im Team keinen Matchkader zusammenstellen konnte. Basaksehir-Präsident Göksel Gümüsdag sprach indes davon, in solch einem Fall die Corona-Tests und deren Auswertungen einer einheitlichen Prozedur unterziehen zu müssen. „Das muss alles im gleichen Labor und unter Aufsicht des TFF stattfinden. So wird das übrigens auch in der Champions League gemacht. Wenn wir das in der Süper Lig umsetzen können, kann man sich den Vorschlag des TFF näher anschauen.“


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Erdem Ufak

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Co-Owner/Chefredaktion GazeteFutbol

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