Im Orhan-Saka-Konferenzsaal des Hasan-Dogan-Trainings- und Ausbildungszentrums in Riva ist eine neue Ära für den türkischen Fußball feierlich eingeläutet worden. Nach der Trennung von Vincenzo Montella hat der Türkische Fußballverband TFF im Beisein von Verbandspräsident Ibrahim Haciosmanoglu und den Vorstandsmitgliedern den neuen Cheftrainer Sergen Yalcin offiziell vorgestellt. Der 53-jährige Fußballlehrer unterschrieb einen Vierjahresvertrag und übernimmt damit erstmals in seiner Laufbahn die Verantwortung für die türkische Nationalmannschaft.
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Ibrahim Haciosmanoglu feiert Rückkehr zu einheimischem Nationaltrainer
TFF-Präsident Ibrahim Haciosmanoglu eröffnete die Zeremonie mit dankenden Worten an den bisherigen Übungsleiter und hob die Bedeutung der Personalentscheidung hervor. „Ich möchte meine Ausführungen damit beginnen, Vincenzo Montella zu danken, von dem wir uns in gegenseitigem Respekt und in Freundschaft getrennt haben. Ich danke ihm für seine bisherigen Verdienste um unsere Nationalmannschaft und wünsche ihm für seine weitere Karriere viel Erfolg. Heute empfinden wir Freude und Stolz darüber, dass wir unsere Nationalmannschaft nach fünf Jahren wieder einem türkischen Trainer anvertrauen. Sergen Yalcin gehört zu den wertvollsten Persönlichkeiten, die der türkische Fußball hervorgebracht hat, und ist allen bestens bekannt“, betonte der Verbandschef.

Besonders hob Haciosmanoglu die selbstlose Haltung des neuen Nationalcoaches während der Verhandlungen hervor: „Dass unser Trainer bei der Annahme dieser Aufgabe finanzielle Fragen nicht in den Vordergrund gestellt hat, ist ein wichtiges Zeichen seiner Verbundenheit mit unserer Nationalmannschaft und seines Wunsches, unserem Land zu dienen. Denn für uns steht die Nationalmannschaft über allen persönlichen Erwartungen. Wenn es um das Trikot mit dem Halbmond und dem Stern geht, besteht unsere oberste Priorität darin, unser Land bestmöglich zu vertreten. Unser Ziel ist es nicht, lediglich kurzfristige Erfolge zu erzielen, sondern eine Nationalmannschaft aufzubauen, die dauerhaft erfolgreich ist.“

Sergen Yalcin vor Mammutaufgabe: „Wichtigster Tag meiner Karriere“
Der neu verpflichtete Cheftrainer zeigte sich bei seiner Antrittsrede spürbar ergriffen und ordnete die Verpflichtung emotional ein. „Während meiner aktiven Spielerkarriere habe ich sehr häufig das Trikot mit dem Halbmond und dem Stern getragen. Ich habe versucht, unserem Land mit großem Stolz zu dienen. Heute ist der wichtigste Tag meiner Karriere. Wir sprechen hier von einem Wert, der über uns allen steht: dem Halbmond und dem Stern. In der kommenden Zeit werden wir sehr erfolgreiche Tage erleben. Darauf richten wir unsere gesamte Planung aus“, erklärte Sergen Yalcin vor den anwesenden Medienvertretern.

Als selbsternannter Trainer des Volkes forderte der 53-Jährige vollste Geschlossenheit im ganzen Land: „Schließlich bin ich jetzt der Trainer des Volkes, der Trainer aller Menschen. Dafür brauchen wir sehr viel Einigkeit und Zusammenhalt. Wir brauchen jeden Einzelnen auf diesem Weg. Ich denke, dass wir gemeinsam mit unseren Spielern dieses Gefühl, diese Begeisterung und diesen Ehrgeiz zurückbringen werden. Wir werden dafür sorgen, dass unsere Bevölkerung wieder mit Begeisterung hinter der Nationalmannschaft steht. Unsere Ziele sind die Europameisterschaft und die Weltmeisterschaft. Diese Ziele haben wir bereits bei den Vertragsgesprächen mit unserem Präsidenten in den Vordergrund gestellt.“

Transparenz, Kaderplanung und Begnadigung von Berke Özer
Hinsichtlich seiner künftigen Arbeitsweise versprach Yalcin maximale Offenheit gegenüber der Öffentlichkeit und unterstrich, dass Vereinsrivalitäten in der Nationalmannschaft keinen Platz haben. „Die Tür zur Nationalmannschaft steht jedem offen. Wir werden in allen Bereichen offen und transparent sein. Hier darf es kein Vereinsdenken geben. Jeder Spieler, der zur Nationalmannschaft kommt, lässt sein Vereinstrikot zurück. Er kommt ausschließlich im Trikot mit dem Halbmond und dem Stern. Auch ich bin heute ein wenig aufgeregt. Denn ich übernehme gerade die wichtigste Aufgabe meiner Karriere“, stellte der Coach klar.

Einen konkreten Personalfall sprach der neue Nationaltrainer im Rahmen der Pressekonferenz ebenfalls direkt an und kündigte eine Rückkehr des suspendierten Torhüters Berke Özer an: „Es gibt ein Problem im Zusammenhang mit Berke. Spieler können von Zeit zu Zeit Fehler machen. Bereits vor unserer Amtszeit ist ein Problem entstanden. Wir haben mit dem Spieler gesprochen. Er kann es kaum erwarten, zur Nationalmannschaft zurückzukehren. Das sind keine unlösbaren Probleme. Wir können all diese Dinge sehr einfach klären, denn wir sprechen dieselbe Sprache.“ Mit Blick auf die heikle Tabellensituation in der UEFA Nations League betonte Yalcin, dass man bereits mit einem Sieg im nächsten Spiel die Play-offs erreichen könne.

Erfahrenes Betreuerteam für die anstehenden Qualifikationsaufgaben
Zum Abschluss der offiziellen Präsentation stellte der Verband auch das komplette Betreuerteam vor, das Sergen Yalcin bei seinen kommenden Aufgaben unterstützen wird. Dem Stab gehört Serhat Mert als Koordinator des Trainerteams an, während Murat Kaytaz als Co-Trainer fungieren wird. Die athletische Betreuung übernehmen Prof. Dr. Niyazi Eniseler und Dr. Emre Gürbüz, während Erol Aycicek das Torwarttraining leitet. Ergänzt wird das Funktionsteam durch die Spiel- und Leistungsanalysten Tarik Yigit Egeli, Okan Aydiner sowie den Assistenzanalysten Muhammet Nuri Püren. Der Fokus des Trainerstabs richtet sich nun auf die finale Vorbereitung der richtungsweisenden Länderspiele.

Das vollständige Trainerteam der türkischen Nationalmannschaft
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Sergen Yalcin: Nationaltrainer
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Serhat Mert: Koordinator des Trainerteams
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Murat Kaytaz: Co-Trainer
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Prof. Dr. Niyazi Eniseler: Athletiktrainer
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Dr. Emre Gürbüz: Athletiktrainer
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Erol Aycicek: Torwarttrainer
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Tarik Yigit Egeli: Spiel- und Leistungsanalyst
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Okan Aydiner: Spiel- und Leistungsanalyst
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Muhammet Nuri Püren: Assistenzanalyst für Spiel- und Leistungsanalysen



