Türkischer Fußball

Senol Günes: “Ein Team aufbauen, worauf alle stolz sein können!”

Vor der ersten Trainingseinheit mit der türkischen Nationalmannschaft hat der designierte Chefcoach Senol Günes die Gelegenheit genutzt, um sich vor dem Startschuss der EM-Qualifikationsrunde für die EURO 2020 mit der Presse auszutauschen: „Mit den Spielen gegen Albanien und Moldawien bricht eine neue Zeit für die türkische Nationalmannschaft an. Unser Ziel wird es sein, an der EURO 2020 teilzunehmen. Wir hoffen noch größere Erfolge als 1954, 1996 oder 2002 zu feiern. Diese Aufgabe gehen wir mit neuem Enthusiasmus, einer neuen Vision und großer Begeisterung an. Es ist nicht unser Ziel, irgendwelche unrealistischen Versprechungen oder Träume zu verkaufen. Für uns geht es darum, Wege zu finden, um erfolgreicher zu spielen. Wir wollen attraktiven Fußball zeigen, auf den unsere Fans stolz sein können“, erklärte der 66-Jährige einleitend.

Alle Spieler haben die gleiche Chance

Des Weiteren ging der Coach der Halbmond-Nation auf seine Kaderzusammenstellung ein und betonte, dass die Nationalmannschafts-Tür jedem Spieler offen stehe, der Leistung zeigt und dafür brennt, mit vollem Einsatz für sein Land zu spielen: „Meine Spielerberufungen wurden in den Medien heiß diskutiert. Dazu möchte ich Folgendes sagen: Ob erfahrene Akteure wie Burak, Emre oder Gökhan oder die jungen Spieler. Alle haben die gleiche Chance. Das Nationalteam ist die Mannschaft der Türkei. Wir sind bemüht, die richtige Mischung aus Talenten und Erfahrung zu finden, die uns zum Erfolg trägt. Meine Kaderplanung ist völlig offen. Einige Spieler wie Oguzhan oder gerne auch Selcuk Inan helfen dem Team mit ihrer Anwesenheit und indem sie ihre Erfahrungen weitergeben. Die Spieler, die heute nicht berücksichtigt worden, könnten morgen ihre Chance bekommen. Genauso wie von keinem der Platz sicher ist, der heute im Kader ist.“

Aktuell befindet sich die Türkei in der FIFA-Weltrangliste lediglich auf Platz 41. In der EM-Qualifikationsgruppe H hat es türkische Elf unter anderem mit Weltmeister Frankreich und WM-Teilnehmer Island zu tun: „Zur FIFA-Rangliste möchte ich das Folgende sagen: Als ich damals die Türkei übernahm, lagen wir auf Rang 30. Am Ende schafften wir es bis auf Platz sieben. Ich denke, die Türkei gehört unter die ersten zehn. Das muss unser Ziel sein. Dennoch müssen wir realistisch sein und uns erst einmal Stück für Stück verbessern. Frankreich ist natürlich Favorit. Wir müssen Wege finden, gegen sie erfolgreich zu spielen. Das gilt auch für Island, das sich in den letzten Jahren stark verbessert hat und auf das wir zufälligerweise zuletzt oft getroffen sind. Zudem erwartete ich schwere Spiele gegen Albanien, die meiner Meinung nach sehr hart und umkämpft ablaufen werden.“

Istanbul bald wieder Austragungsort?

Zu den Schiedsrichter-Diskussionen oder die Thematik der Ausländerregelung wollte sich Günes während der PK nicht im Detail äußern. Dafür erklärte der Erfolgstrainer, dass es bald wieder Länderspiele in Istanbul geben könnte: „Es ist der falsche Ort und es ist hier auch der falsche Zeitpunkt, um über unsere Schiedsrichter oder einer Veränderung beziehungsweise Beschränkung der Ausländerregelung zu sprechen. Auch wenn ich dazu natürlich meine Meinung als Trainer habe. Gestern hat sich ja bereits Fath Terim dazu geäußert. Ich denke das VAR wird langfristig für mehr Vertrauen sorgen. Hier und heute geht es um die Nationalmannschaft. Ich sehe keinen Grund dafür, warum wir nicht wieder in Istanbul in einem der Stadien von Besiktas, Fenerbahce oder Galatasaray spielen sollten. Das sind alles Stadien der Türkei. Das gilt für jede Stadt des Landes.“ In der EM-Qualifikationsgruppe H trifft die Türkei neben Frankreich und Island noch auf Andorra sowie Albanien und Moldawien.


Hinweis: Dieser Artikel erschien zuerst auf https://www.hurriyet.de

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