Trabzonspor

Riza Calimbay: „Ich wusste nicht, dass Sörloth spielen darf“

Im Spiel des Tabellenführers gegen den Tabellenzweiten ging Trabzonspor als Sieger hervor und übernimmt nach 298 Spieltagen wieder die Tabellenführung in der Süper Lig. Für mächtig Diskussionsstoff hatte im Vorfeld die Sperre von Top-Torjäger Alexander Sörloth gesorgt, als diese vom Schlichtungsausschuss auf ein Spiel reduziert wurde. Demir Grup Sivasspor-Trainer Riza Calimbay erklärte nach der Partie, dass er von einer Zwei-Spiele Sperre ausgegangen war. Trabzonspor-Trainer Hüseyin Cimsir hingegen wies darauf hin, dass es wichtiger ist, am Ende der Saison Spitzenreiter zu sein.

„Wir müssen am Saisonende oben stehen“

Cimsir war zwar mit der Mannschaftsleistung und der Tabellenführung insgesamt zufrieden, doch der 40-Jährige kritisierte sein Team dafür, dass sie die Spielkontrolle aus der Hand gab. „Wir haben das Spiel 65 bis 70 Minuten dominiert und kamen zu zahlreichen Torchancen. Wenn der dritte oder vierte Treffer gefallen wäre, hätte sich der Gegner nicht mehr aufrappeln können. Bei einem Rückstand von zwei Toren hatten sie ausreichend Motivation um sich im Spiel zu halten. Die Sperre von John Obi Mikel tut selbstverständlich weh, denn er ist sehr wichtig für dieses Team. Wir haben noch fünf weitere Spieler, die gelbvorbelastet sind. Allerdings können wir darauf keine Rücksicht nehmen.“

Die Reduzierung der Sperre von Sörloth findet Cimsir gerecht und lobt den Spieler für seine Leistung. „Nach unseren Erwartungen hätte Sörloth ohnehin nur für ein Spiel gesperrt werden sollen. Dennoch wurde eine Sperre von zwei Spielen ausgesprochen, doch diesen Fehler hat der Schlichtungsausschuss letztendlich korrigiert. Sörloth hat wie das gesamte Team eine gute Leistung abgerufen. Außerdem ist es nicht richtig, den Sieg durch einen einzigen Spieler zu begründen. Das war eine Mannschaftsleistung.“

„Wir haben derzeit sehr viel Pech“

Calimbay beklagte sich über das aktuelle Verletzungspech in der Mannschaft und lobte sein Team für die Leistung in den letzten 20 bis 25 Minuten. „Es ist natürlich nicht sehr schön, wenn man unmittelbar nach dem Anpfiff ein Gegentor kassiert. Andererseits hat es einen positiven Effekt, denn es bleibt viel Zeit, um den Rückstand zu egalisieren. Dennoch hätten wir das zweite Gegentor nicht kassieren dürfen. Kurz nachdem wir einen Eckball ausgeführt haben, kassierten wir im Gegenzug den Treffer. Mein Team hat in den letzten 20 bis 25 Minuten eine gute Leistung abgerufen. Zurzeit haben wir großes Verletzungspech. Drei Spieler wurden verletzungsbedingt ausgewechselt. In der Offensive habe ich ohnehin kaum Optionen außer Yasin Öztekin, der seine Arbeit gut gemacht hat.“

Dass Sörloth gegen Sivasspor auf dem Platz stand, hat Calimbay völlig überrascht. „Er ist ein sehr wichtiger Spieler für seine Mannschaft. Seine individuellen Fähigkeiten sind klasse. Er kann das Tempo regulieren, Chancen herausspielen und den Ball halten. Ich habe seinen Einsatz bis zum letzten Moment nicht erwartet. Ich habe es am Samstag sehr spät erfahren. Für mich war klar, dass er für zwei Spiele gesperrt wurde. Daher war ich schockiert. Obwohl wir die Abwehr vor ihm gewarnt haben, konnten wir das erste Gegentor nicht verhindern.  Insgesamt bin ich dennoch mit meiner Mannschaft zufrieden, da sie kämpferisch immer eine lobenswerte Leistung zeigt.“

Weitere Stimmen

Alexander Sörloth (23, ST): „Wir verfügen über einen sehr guten Kader. Sowohl die Qualität der Mannschaft als auch die individuelle Klasse der einzelnen Spieler ist enorm. Jeder erfüllt seine Aufgaben auf dem Platz. Das wichtigste ist es zu gewinnen. Wenn ich dabei noch Tore erziele und die Torjägerkanone bekomme, wäre ich sehr glücklich. Doch der Teamerfolg steht an erster Stelle.“

Badou Ndiaye (29, ZM): „Auf dem Weg zur Tabellenführung war es ein entscheidendes Spiel und wir haben gewonnen. Von diesem Zeitpunkt an werden wir noch mehr an uns arbeiten. Ohne die Meisterschaft großartig zu erwähnen, müssen wir dieses Rennen von Spiel zu Spiel betrachten. Wir haben einen sehr starken Kader. Dadurch werden wir unser Ziel erreichen.“


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