Geheime Verhandlungen an der Algarve: Die schwarz-weiße Klubführung intensiviert die Suche nach dem neuen starken Mann
Hinter den Kulissen des Istanbuler Traditionsklubs läuft die operative Planung für die kommende Spielzeit auf Hochtouren, wobei die sportliche Leitung eine weitreichende Mission im europäischen Ausland gestartet hat. Bei Besiktas wird die Suche nach einem neuen Cheftrainer fortgesetzt. Aus diesem Grund reisten Fußballdirektor Önder Özen und BJK-Vorstandsmitglied Murat Kilic dem Vernehmen nach auf die iberische Halbinsel nach Portugal. Das Duo reiste mit dem klaren Auftrag an, die Verhandlungen mit den potenziellen Trainerkandidaten auf ein neues Fundament zu stellen und zeitnah eine endgültige Entscheidung herbeizuführen. Besiktas habe eine positive Entwicklung erzielt, um den brasilianischen Trainer Filipe Luis zu überzeugen, der ganz oben auf der Wunschliste der Verantwortlichen stehen soll. Nachdem der Verein die strukturellen Kompetenzen neu geordnet hat, übernahm Önder Özen die Rolle als Fußballdirektor. Zusammen mit Vorstandsmitglied Murat Kilic forcierte er den persönlichen Austausch mit den potenziellen Übungsleitern. Während in manchen Medienberichten spekuliert wurde, dass sich der ehemalige Weltklasse-Verteidiger nicht sonderlich für ein Engagement am Bosporus interessiere, zeichneten die Berichte aus Südamerika ein gänzlich anderes Bild.
Die Verhandlungen mit dem brasilianischen Taktiker haben durch die Einschaltung einflussreicher Netzwerke erheblich an Fahrt aufgenommen. Wie die brasilianische Sportzeitung RTI Esporte berichtet, fand ein entscheidendes Treffen statt, bei dem ein weltbekannter Spielervermittler die Fäden im Hintergrund zog. Demnach führte der Klub die Gespräche mit Filipe Luis über den Star-Manager Jorge Mendes. Nach diesem Austausch begann der brasilianische Trainer, die Aussicht, in der nächsten Saison bei Besiktas zu arbeiten, mit Bravour zu betrachten, weshalb er sich dazu entschloss, das vorliegende Angebot im Detail zu prüfen. Der Countdown läuft unaufhaltsam, da das Management den neuen Cheftrainer bis Anfang Juni fixieren möchte. Sollten die finalen Gespräche mit dem Brasilianer wider Erwarten nicht das gewünschte Ergebnis einbringen, haben die Schwarz-Weißen bereits eine namhafte Alternative parat. In diesem Szenario gilt Razvan Lucescu als einer der heißesten Kandidaten, um das schwere Erbe anzutreten.
Taktische Alternative aus der Premier League: Ein portugiesischer Routinier rückt ins Visier der Vereinsführung
Parallel zu den Verhandlungen an der Algarve prüfen die Istanbuler Kaderplaner eine weitere hochkarätige Option im englischen Oberhaus, um für alle Eventualitäten gerüstet zu sein. Nach der einvernehmlichen Trennung von Sergen Yalcin am Ende der abgelaufenen Spielzeit in der Trendyol Süper Lig fahndet der Klub unablässig nach internationaler Expertise. Einem Bericht von TRT Spor zufolge hat der Fußballdirektor einen überraschenden Namen auf die Agenda der schwarz-weißen Regierung gesetzt. Besiktas hat den Trainer von West Ham United, Nuno Espirito Santo, auf seine Tagesordnung gesetzt. Der 52-jährige Portugiese hatte erst zu Beginn dieser Saison Nottingham Forest verlassen, um den Posten bei den „Hammers“ zu übernehmen. Das sportliche Abschneiden des Traditionsklubs in der Premier League öffnet nun jedoch unerwartet eine Tür für die Istanbuler.

Das sportliche Schicksal der Londoner in der härtesten Liga der Welt könnte den Wechsel des portugiesischen Taktikers an den Bosporus massiv beschleunigen. West Ham United ist nach Wolverhampton und Burnley die letzte Mannschaft, die in dieser Saison abgestiegen ist. Der bittere Gang in die Zweitklassigkeit sorgt für erhebliche Verschiebungen im Gefüge des Klubs, obwohl der laufende Kontrakt des Fußballlehrers langfristig ausgelegt ist. Der Vertrag des 52-Jährigen mit dem britischen Team endet am 30. Juni 2028, doch der Abstieg dürfte eine vorzeitige Trennung begünstigen. Für die Vereinsführung um Fußballdirektor Özen stellt der erfahrene Portugiese eine hochinteressante Option dar, da er über jahrelange Erfahrung auf absolutem Top-Niveau verfügt und den geforderten internationalen Flair mitbringen würde.
Das Tauziehen um den unzufriedenen Rückkehrer: Wettbieten mit dem Erzrivalen um den portugiesischen Mittelfeldstar
Neben der drängenden Trainerfrage sorgt ein spektakuläres Gerücht um einen ehemaligen Publikumsliebling für erhebliche Unruhe auf dem Transfermarkt. Gedson Fernandes, der von Besiktas nach Spartak Moskau geschickt wurde, will in die Türkei zurückkehren. Der spielstarke Mittelfeldakteur war erst zu Beginn der aktuellen Spielzeit für eine stattliche Ablösesumme von 20,78 Millionen Euro zu Spartak Moskau transferiert worden, glücklich wurde er in der russischen Metropole jedoch keineswegs. Wie das Sportmagazin Fanatik meldet, fühlt sich das portugiesische Mittelfeldass in Russland unzufrieden und forciert nun im Hintergrund aktiv seine Vertragsauflösung und den Abschied aus Moskau. Die Verantwortlichen der Schwarz-Weißen zögerten nicht lange, sprangen sofort für ihren ehemaligen Schützling ein und knüpften bereits die ersten offiziellen Kontakte, um die Rückholaktion in die Wege zu leiten.

Die Mission gestaltet sich jedoch zu einem echten Krimi, da ein prominenter nationaler Konkurrent ebenfalls seine Fühler nach dem Mittelfeldstrategen ausgeweckt hat. Die Rückkehrpläne riefen umgehend den amtierenden Meister auf den Plan, wodurch ein packendes Derby abseits des grünen Rasens entbrannt ist. Der Transfer von Gedson Fernandes hat auch einen Ausrüstungskonkurrenten von Besiktas auf den Plan gerufen, da Galatasaray ebenfalls ein enormes Interesse bekundet. Die Gelb-Roten setzten den Portugiesen ganz oben auf ihre Wunschliste und verfolgen den aktuellen Status des Spielers akribisch. Die sportliche Qualität des Mittelfeldakteurs steht außer Frage. In der abgelaufenen Saison bestritt er im Trikot von Spartak Moskau insgesamt 36 Spiele in der Liga und im Pokal, stand 2.845 Minuten auf dem Feld und verbuchte dabei sechs Tore sowie drei Assists.
Wechsel-Schock um das Offensivjuwel: Semih Kilicsoy schlägt das schwarz-weiße Vertragsangebot aus
Für eine bittere Enttäuschung in den Planungen der Vereinsführung sorgte unterdessen eine fundamentale Entscheidung eines der größten vereinseigenen Talente. Semih Kilicsoy, den Besiktas zu Beginn der Saison an Cagliari Calcio verliehen hatte, wandte sich an die Schwarzen und Weißen. Die italienische Mannschaft aus Sardinien hatte sich nach Ablauf der Spielzeit dazu entschieden, die vertraglich vereinbarte Kaufoption in Höhe von zwölf Millionen Euro nicht zu nutzen, weshalb der junge Stürmer rein formal nach Istanbul zurückkehren müsste. Während seiner Zeit in der Serie A kam der Angreifer auf 20 Einsätze in der Liga und im Pokal, verbrachte 1.089 Minuten auf dem Spielfeld und steuerte vier Tore bei. Anstatt sich jedoch wieder in den Dienst seines Stammvereins zu stellen, hat der Angreifer gänzlich andere Pläne für seine sportliche Zukunft geschmiedet.

Der Nachwuchsstürmer verließ Italien bereits vor dem allerletzten Saisonspiel, ohne die finale Partie abzuwarten, um Fakten zu schaffen. Nach Informationen der Tageszeitung Hürriyet beabsichtigt der Offensivakteur unter keinen Umständen, seine Karriere bei den Schwarz-Weißen fortzusetzen. Der junge Torschütze will seine Laufbahn unbedingt dauerhaft in Europa fortsetzen, weshalb sein Berater bereits damit begonnen hat, aktiv nach potenziellen Abnehmern im Ausland zu suchen. Die Verhandlungsposition der Istanbuler ist rein rechtlich zwar komfortabel, birgt jedoch sportlichen Sprengstoff. Der aktuelle Marktwert des 21-jährigen Fußballers wird auf 13 Millionen Euro beziffert, zudem besitzt Semih Kilicsoy einen Vertrag mit Besiktas über weitere zwei Jahre. Das Management steht nun vor der schwierigen Aufgabe, entweder einen unzufriedenen Spieler im Kader zu halten oder eine angemessene Ablösesumme auf dem europäischen Markt zu generieren.
Das große Reinemachen im Kader: Önder Özen sortiert elf ausländische Profis rigoros aus
Unabhängig von den Personalien auf der Zugangsseite hat der neue starke Mann im sportlichen Bereich eine radikale Säuberungsaktion des Kaders eingeleitet, um Platz für frisches Personal zu schaffen. Der Fußballdirektor legte den Fokus bei der Kaderplanung strikt auf die Einhaltung der Verbandsvorgaben. Die Verantwortlichen handeln exakt gemäß der 10+4-Ausländerregelung, die der TFF in der neuen Saison bindend anwenden wird. In diesem Zusammenhang fällte die sportliche Leitung eine kompromisslose Entscheidung: Es wird lediglich mit sieben ausländischen Fußballern weitergegangen, während sich der Klub von insgesamt elf ausländischen Namen trennen wird. Wie die Zeitung Milliyet vermeldet, soll das freiwerdende Kontingent in der Sommertransferperiode genutzt werden, um exakt sieben neue, qualitativ hochwertige ausländische Akteure zu verpflichten.

Die Liste der Profis, die das uneingeschränkte Vertrauen des Fußballdirektors genießen und definitiv im Kader verbleiben, steht bereits fest. Die sportliche Zukunft im schwarz-weißem Dress ist für Emmanuel Agbadou, Amir Murillo, Tiago Djalo, Wilfred Ndidi, Junior Olaitan, Vaclav Cerny und Hyeon-gyu Oh gesichert. Im Gegenzug ist das Kapitel für eine Vielzahl von Akteuren endgültig beendet. Die Leihverträge von El Bilal Toure, Kristjan Asllani, Jota Silva und Devis Vasquez sind abgelaufen, sie kehren zu ihren Stammvereinen zurück. Zudem sollen Felix Uduokhai und Milot Rashica gewinnbringend verkauft werden, wobei sich die Vereinsführung von diesem Duo Transfereinnahmen in Höhe von sechs bis sieben Millionen Euro verspricht. Keinerlei Rolle in den Planungen spielen darüber hinaus Mohamed Al-Musrati, Amir Hadziahmetovic, Joao Mario, Jean Onana und Elan Ricardo; diese Akteure sollen mittels fixer Transfers oder Vertragsauflösungen baldmöglichst abgegeben werden.


