Meilenstein in der sportlichen Infrastruktur der Hauptstadt: Die Bauarbeiten an der hochmodernen Arena erreichen die absolute Schlussphase
Die sportliche Landschaft im Herzen des Landes steht vor einer tiefgreifenden Veränderung, da ein monumentales Bauprojekt in der Metropole der Republik seiner Vollendung entgegenblickt. Der Bau des modernen Stadions mit einer Kapazität von 51.000 Zuschauern, das anstelle des historischen Stadions vom 19. Mai in Ankara (19. Mayis-Stadion) errichtet wurde, hat die Endphase erreicht. Mittlerweile herrscht auch vollständige Klarheit darüber, wann die zu 95 Prozent fertiggestellte Arena offiziell eröffnet wird. Das Prestigeprojekt, das von der staatlichen Wohnungsbaugesellschaft TOKI im direkten Auftrag des Ministeriums für Jugend und Sport realisiert wird, soll rechtzeitig für die anstehende Saison 2026/27 vollkommen einsatzbereit sein. Inzwischen laufen die letzten kosmetischen und technischen Maßnahmen auf Hochtouren, um die strengen internationalen Auflagen lückenlos zu erfüllen.
Die zeitliche Dimension des Mammutprojekts verdeutlicht den enormen logistischen Aufwand, der hinter den Kulissen betrieben wurde. In einem exklusiven Gespräch mit der Nachrichtenagentur Anadolu Ajansi gab der leitende Projektmanager des ASL Stars Joint Venture Ankara Stadium, Cem Saraclar, detaillierte Einblicke in den aktuellen Stand der Dinge. Die umfassenden Arbeiten für den Neubau begannen bereits Ende Juni 2022. Der erfahrene Projektleiter betonte stolz, dass die Gesamtfortschrittsrate im Bauwesen mittlerweile bei weit über 90 Prozent liege, während die eigentliche Hauptstruktur der Statistik sogar schon bei stolzen 95 Prozent stehe. Aktuell konzentrieren sich die verbleibenden Aktivitäten primär auf die großflächige Umweltregulierung rund um den hochmodernen Gesamtkomplex.

Architektonische Meisterleistung in luftiger Höhe: Ein weltweit einzigartiges Dachesystem schützt die Ränge der neuen Arena
Trotz zahlreicher unvorhersehbarer Herausforderungen im Verlauf der letzten Jahre, zu denen neben phasenweise extremen Wetterbedingungen auch die schweren Erdbeben vom 6. Februar 2023 in Kahramanmaras gehörten, konnten die Arbeiten weitgehend planmäßig fortgeführt werden. Ein besonderes Augenmerk liegt dabei auf der spektakulären Dachkonstruktion, die im weltweiten Vergleich absolute Spitzenplätze einnimmt. Für die gigantische Stahlkonstruktion wurden rund 17.000 Tonnen Stahl verbaut, die vollständig an die Decke transportiert und dort millimetergenau installiert wurden. Das Besondere an diesem ausgeklügelten Schalensystem ist, dass es auf acht massiven Hauptträgerfüßen ruht und die eigentliche Hauptkonstruktion des Gebäudes an keiner Stelle direkt berührt. Aktuell sind zertifizierte Industriekletterer auf dem Dach im Einsatz, um letzte Lackausbesserungen vorzunehmen und die hochpräzisen Membransysteme für die Dacheindeckung final zu montieren.
Die optische und funktionale Ausgestaltung im Innenraum der Arena nimmt ebenfalls rasant sichtbare Formen an, was die Vorfreude der lokalen Sportbegeisterten merklich ansteigen lässt. Die großflächige Installation der Tribünensitze, die farblich komplett in den klassischen Nationalfarben Rot und Weiß gestaltet sind, hat bereits begonnen. Fast 50 Prozent dieser Sitzvorrichtungen wurden bereits produziert und direkt auf das Spielfeld transportiert. Die Verantwortlichen blicken dem weiteren Verlauf optimistisch entgegen und planen, unmittelbar nach den anstehenden Feiertagen mit der finalen Montage auf den Tribünenrängen zu beginnen. Während der intensivsten Bauphasen waren zeitweise bis zu 1.300 Mitarbeiter gleichzeitig auf der Großbaustelle beschäftigt, was den enormen Kraftakt dieses Projekts unterstreicht. Im Zuge der Planungen wurde die ursprüngliche Zuschauerkapazität nochmals signifikant nach oben korrigiert, sodass die Arena bei ihrer feierlichen Eröffnung exakt 51.000 Zuschauern Platz bieten wird.

Ein multifunktionaler Sportkomplex nach UEFA-Richtlinien: Optimale Sichtverhältnisse und riesige Trainingshallen für fünfzehn Disziplinen
Das neue Stadion in der Hauptstadt wurde von vornherein nicht als reine Fußballarena konzipiert, sondern fungiert als ein riesiger, multifunktionaler Sportkomplex für die gesamte Region. Bei den Planungen wurden die spezifischen Anforderungen des türkischen Fußballverbandes sowie der UEFA konsequent berücksichtigt. Offizielle Funktionäre der Verbände haben die Anlage bereits persönlich inspiziert und ihre Erwartungen geteilt, die vom Bauteam vollständig umgesetzt werden. Das Gebäude umfasst eine gigantische Nutzfläche von rund 160.000 Quadratmetern, auf der spezialisierte Trainingshallen für etwa 15 verschiedene Sportzweige entstehen. Hierzu gehören moderne Areale für Boxen, Schießen, Taekwondo, Karate, Tischtennis und sogar Eishockey. Zudem wurde eine hochmoderne Leichtathletikanlage integriert, die den Athleten auch in den kalten Wintermonaten optimale Trainingsbedingungen unter professionellem Dach garantiert.

Die endgültige Entscheidung über den künftigen Namen des Stadions wird nach dem offiziellen Übergabeprozess durch das Ministerium für Jugend und Sport gefällt. Aus architektonischer Sicht setzt das Bauwerk neue Maßstäbe im Land. Der verantwortliche Architekt Bahadir Özkul ließ sich beim ästhetischen Entwurf der Struktur maßgeblich von den dynamischen Mustern des Fußballs inspirieren. Ein besonderes Augenmerk wurde auf den Zuschauerkomfort gelegt: Durch die Implementierung einer speziellen Navigationskurve, der sogenannten C-Kurve, wird garantiert, dass von jedem einzelnen Punkt der Tribüne aus jede Ecke des Spielfelds perfekt und ohne Sichtbehinderung eingesehen werden kann. Auch für die Medienvertreter wird bestens gesorgt sein, da die Tribüne einen exklusiven Pressestand mit einer Kapazität für bis zu 1.400 Personen umfasst. Das Ziel steht für das gesamte Konsortium felsenfest: Alle Pläne sind strikt darauf ausgerichtet, die Arena pünktlich zum Start der Fußballsaison 2026/27 zu eröffnen.


