Nach der feierlichen Auslosung des neuen Spielplans für die Saison 2026/27 herrscht beim amtierenden Meister absolute Zuversicht. Der Zweite Vorsitzende von Galatasaray, Metin Öztürk, sprach im Anschluss an die Zeremonie in der Hasan-Dogan-Nationalmannschafts-Trainings- und Ausbildungsanlage in Riva mit den anwesenden Medienvertretern. Dabei schickte der Funktionär eine unmissverständliche Kampfansage an die Konkurrenz in der Trendyol Süper Lig und betonte die historische Mission des Klubs, der in der neuen Spielzeit nach dem fünften Meistertitel in Serie greift. Laut dem Vizepräsidenten soll am Ende der 34 Partien umfassenden Saison wieder der traditionelle rot-gelbe Party-Monat ausgerufen werden.

Der Mai gehört uns: Die klare Titel-Ankündigung des Vizepräsidenten
Der Funktionär zeigt sich mit den gezogenen Losen hochzufrieden und sieht die „Löwen“ bereits wieder ganz oben auf dem Siegerpodest. Der Vize-Klubchef zeigte sich bester Laune und zog ein überaus positives Fazit der Auslosung, bei der die Istanbuler symbolträchtig die erste Kugel erwischten. Gegenüber den Journalisten erklärte Metin Öztürk stolz: „Für uns ist es besonders erfreulich und sympathisch, dass die Nummer 1 – wie immer – von Galatasaray gewählt wurde. Wir sind es gewohnt, Erster zu sein und Meisterschaften zu gewinnen. Am ersten Spieltag empfangen wir Corum FK. Ich bin überzeugt, dass es eine spannende Saison wird.“
Neben den nationalen Aufgaben richtet sich der Blick des Vorstands auch auf die „Königsklasse“. „Gleichzeitig beginnen auch die Europapokal-Wettbewerbe. Wir treten in der Champions League an, während die anderen Vereine in verschiedenen europäischen Wettbewerben spielen werden. Unser Präsident Dursun Özbek hat es bereits gesagt: Nachdem wir viermal in Folge Meister geworden sind, wollen wir in diesem Jahr auch den fünften Titel in Serie holen. Für uns sind alle Mannschaften gleich wichtig und verdienen den gleichen Respekt. Wir werden gegen unsere 17 Gegner jeweils zwei Spiele bestreiten – insgesamt also 34 Partien – und hoffen erneut sagen zu können: ‚Der Mai gehört uns.‘ Im Mai werden wir unsere Fans wieder glücklich machen und mit unseren Fahnen auf die Straßen gehen“, kündigte der Funktionär selbstbewusst an.

Gelassenheit vor dem ewigen Duell: Voller Fokus auf die 27. Meisterschaft
Dass das prestigeträchtige Derby gegen den Erzrivalen in der Hinrunde im eigenen Stadion stattfindet, lässt die Klubführung völlig kalt. Auf die mediale Nachfrage bezüglich des Heimvorteils im ersten Duell gegen Fenerbahce reagierte der Funktionär mit absoluter Gelassenheit und verwies darauf, dass man schlicht dort spiele, wo es der Spielplan vorgebe. Am Ende entscheide ohnehin die Leistung der Akteure auf dem grünen Rasen über Wohl und Wehe. Er fügte hinzu, dass sowohl Fenerbahce-Präsident Aziz Yildirim als auch Galatasarays Klubchef Dursun Özbek dem türkischen Fußball über Jahre hinweg große Dienste erwiesen hätten. Unter der aktuellen Führung sehe er den Verein fest auf dem Weg zum insgesamt 27. Meistertitel der Klubgeschichte, solange der Sport rein auf dem Spielfeld entschieden werde.
Verweigerter Handschlag beim Verband: Öztürk reagiert mit historischem Metin-Oktay-Vergleich
Ein Eklat am Rande der Auslosung sorgte für Aufsehen, doch der Galatasaray-Vize konterte den Vorfall mit bemerkenswerter Ironie. Für Aufsehen im Saal sorgte eine Szene mit Baris Göktürk, dem stellvertretenden Präsidenten von Fenerbahce, der den angebotenen Handschlag des Galatasaray-Vizes ignorierte. Der Vereinsvertreter kommentierte den Vorfall mit spitzer Zunge: „Wir reichen jedem die Hand. Ich habe Herrn Baris Göktürk die Hand gereicht. Er hatte im Wahlkampf versprochen: ‚Sollten wir gewählt werden, werden wir Metin Öztürk nicht die Hand schütteln.‘ Dieses Wahlversprechen hat er eingehalten. Solche populistischen Aktionen kommen eben vor.“
Man richte den Blick nicht auf einzelne Personen, da Institutionen wie Besiktas, Trabzonspor oder Caykur Rizespor über den Individuen stünden. Zum Abschluss erinnerte er an die großen Werte der Vergangenheit: „In unseren Vereinsfluren erinnern Fotos daran, wie Metin Oktay bei seinem Abschiedsspiel mit Can Bartu die Trikots tauschte und beide jeweils zehn Minuten für die gegnerische Mannschaft spielten. Diese Generation und ihre Haltung schätzen wir weitaus mehr als solches Verhalten heute.“

