Süper Lig

Eklat: Basaksehir will Beschwerde bei der UEFA für nächtlichen Angriff mit Feuerwerkskörpern auf Team-Hotel einreichen

Der türkische Meister Medipol Basaksehir kündigte an, Beschwerde beim europäischen Fußballverband UEFA für die mit Feuerwerkskörpern ausgeführten Angriffe auf das Team-Hotel in der Nacht vor dem Achtelfinal-Rückspiel in der Europa League gegen den FC Kopenhagen einzureichen. In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch beschossen unbekannte Personen das Hotel der Istanbuler um 1:30 Uhr und erneut um 2:30 Uhr. Videomaterial, das im Netz rasch Verbreitung fand, zeigt die Ereignisse.

Basaksehir-Boss kündigt Konsequenzen an

Die Verantwortlichen von Kopenhagen und viel wichtiger, die Polizei, seien untätig geblieben. Basaksehir-Präsident Göksel Gümüsdag kritisierte die “schlechten Gastgeber” für dieses Verhalten und wolle bei der UEFA gegen die Vorfälle vorgehen: “Was die nächtlichen Vorfälle betrifft, habe ich mich informiert. Zwischen 1:30 Uhr und 2:30 Uhr wurden die Fenster unserer Spieler mit Feuerwerkskörpern beschossen, damit sie nicht schlafen können. Das ist eine interessante Vorgehensweise. Ich möchte an dieser die dänischen Behörden und die dänische Polizei aufs schärfste verurteilen. So etwas gehört sich nicht und ist absolut inakzeptabel. Wäre so etwas in der Türkei geschehen, hätte man eine große Reaktion gesehen. Die UEFA und alle anderen würden sich umgehend einschalten. Selbst jetzt versucht man die Abreise unseres Teams mit allen Mitteln zu erschweren. Es gibt hier so viele Fans, ich bin mitten drin und nicht ein Polizist oder eine Sicherheitskraft ist in der Nähe. Wir werden dies der UEFA melden. Vor allem wurden die nächtlichen Angriffe mit Feuerwerkskörpern per Videoaufnahmen festgehalten. Wir werden dies der UEFA mit einem Bericht melden. Aber die Bilder, die sich hier abgezeichnet haben, sind wirklich skandalös”, so der 47-jährige Klubchef gegenüber der türkischen Nachrichtenagentur “Anadolu Ajansi”.

Buruk nennt fehlende Schutzmaßnahmen und Verhalten der Polizei eine Schande

Basaksehir Chefcoach Okan Buruk sprach indes von einer beschämenden Behandlung: “Wir sind hier als Gäste angereist. Auch Kopenhagen reiste als Gast bei uns an und wir haben sie auch als Gäste sicher begrüßt. Die gestrigen Angriffe in der Nacht auf unser Hotel haben sowohl mich und meine Spieler als auch die übrigen Hotelgäste in Angst versetzt. In diesem Zusammenhang möchte ich vor allem die Polizei stark kritisieren, die nichts unternommen und auch die Fortführung nicht unterbunden hat. Wir sind als Gäste hierher gekommen und unsere Sicherheit ist wichtig. Aber wir sehen, dass die Polizei noch immer nicht die Verantwortlichen der Angriffe gefasst hat. Was uns widerfahren ist, ist beschämend. Ich habe viele Jahre als Spieler und als Trainer an den Europapokalwettbewerben teilgenommen, aber so etwas ist mir noch nie passiert. Dies ist uns auch noch in einer der zivilisiertesten Städte Europas widerfahren. Das ist wirklich eine Schande.”

Basaksehir verlor das Rückspiel in der Folge nach einer unerwartet schwachen Leistung mit 0:3 und schied trotz des 1:0-Hinspielerfolges in Istanbul vom 12. März (vor der Corona-Pause) aus der Europa League aus.

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4 Kommentare

  1. Avatar
    6. August 2020 um 17:41

    Was denn, die Dänen wollten doch nur die Osman… ,sry, türkische Meisterschaft mit euch feiern… So undankbar von Basak -.-

  2. Avatar
    6. August 2020 um 17:14

    Warum kann man nicht mal verlieren wie ein Mann… habe gestern nicht mal im Ansatz gesehen, das Basaksehir einen matchplan hatte – 3 Monate Zeit sich auf den Gegner vorzubereiten. Kein Aufbäumen kein unbedingter Wille zum Sieg und dann – die haben uns wach geböllert. Oh Mann, Luschen, echt jetzt… Einfach mal: Gratulieren dem Gegner, hat sich entsprechend vorbereitet unsere hatten keinen Bock sich in der nächsten Runde von ManU deklassierten zu lassen,… was weiß ich… Immer gibt es einem Grund – die lassen euch nicht schlafen, dann wehrt euch aufm Platz schießt diese dänischen Penner ins Land der Tränen… aber nein…

  3. Avatar
    6. August 2020 um 10:43

    Okan Buruk scheint echt ein schlechter Verlierer zu sein. Dass die Fans die gegnerische Mannschaft in den Hotels nicht schlafen lassen, passiert doch sehr häufig: Vor allem in der Türkei. Damit rühmen sich sogar UltrAslan und Co. Also ist das schon heuchlerisch was Herr Buruk da von sich gibt. Ihr habt einfach so ne scheiße zusammengespielt gestern, den türkischen Fußball blamiert. Ich hab viele Kommentare gelesen a la “Das sollen die türkischen Meister sein? Da frage ich mich, wie schlecht die anderen Vereine waren?” und sie haben vollkommen recht. Okan Buruk sollte sich mehr Sorgen, um seine fehlende oder falsche Taktik von gestern machen als sich über so Kleinigkeiten aufzuregen.

    • Avatar
      6. August 2020 um 12:58

      Zumindest sind sie nicht Sang und Klanglos in der Gruppenphase untergegagen wie die anderen Loser. Die türkische Liga ist tod, so eine Gurkentruppe wie Galatasaray Fener und Bjk sie zzt haben hätte dort genau so viel scheiße gefressen und die Trainer und Präsidenten hätte genauso rumgeheult.

      Man muss sich einfach eingestehen das in der türkischen Liga nur zweitklassig gespielt wird. Wenn man sich mal die klägliche Leistung der letzten beiden CL Versuche vom Rekordmeister anschaut ist es einfach nur Peinlich. Eine Trodifferenz von -16 und nur einen Sieg und 6 Punkte. Die haben uns bis auf die Knochen blamiert und hätten lieber zu Hause bleiben sollen. Man hält sich nur noch mit geliehenen Spielern über Wasser weil man quasi Pleite ist und die Präsidenten bekämpfen sich abseits vom Platz. An allem sind immer nur die Schiris schuld oder es ist gleich eine Verschwörung seitens der TFF. Das ist einfach nur noch traurig.