Besiktas

Besiktas in der Krise: Coach Sergen Yalcin sieht sich nicht als Alleinschuldiger!


Die sportliche Talfahrt bei Besiktas geht weiter. Nach den Niederlagen gegen Rio Ave FC und Ittifak Holding Konyaspor setzte es am vierten Spieltag der Süper Lig gegen den türkischen Hauptstadt-Vertreter Genclerbirligi eine knappe, aber verdiente 0:1-Niederlage. Zuvor hatte man zudem gegen Fraport-TAV Antalyaspor 1:1 gespielt. Den Saisonstart hatte man bereits in der UEFA Champions League-Quali bei PAOK Thessaloniki mit 1:3 vermasselt. Der letzte und einzige Sieg in der laufenden Saison gelang am ersten Spieltag gegen Trabzonspor. Gegen den Vizemeister der vergangenen Runde hatte man einen überraschenden 3:1-Auswärtssieg einfahren können. Es läuft einfach nicht und die Fans sind vergeblich am Suchen nach den Schuldigen. Der Großteil sieht den Vorstand um Präsident Ahmet Nur Cebi und den Transfervorsitzenden Erdal Torunogullari als Hauptverantwortliche. Einige sind auch mit der Leistung von Coach Sergen Yalcin, insbesondere nach dem Abgang von Co-Trainer Cagdas Atan zu Aytemiz Alanyaspor, unzufrieden.

Coach Sergen Yalcin sieht sich nicht als Alleinschuldiger

Doch wer ist denn nun der Schuldige? Nach der Heimspielniederlage gegen die Truppe von Mert Nobre sprach Yalcin in der Pressekonferenz erneut Klartext und forderte Gerechtigkeit. Die Leistung der Spieler auf dem Platz nahm der Übungsleiter, der am heutigen 05. Oktober seinen 48. Geburtstag feiert, auf seine Kappe. Allerdings sieht sich die BJK-Legende nicht als Alleinschuldiger des aktuellen Zustandes und kritisierte durch die Blume auch den Vorstand: „Ich nehme alles auf meine Kappe, was auch mit mir zu tun hat. Aber auch die anderen müssen einiges auf ihre Schultern nehmen. Ich bin hauptsächlich für die Mannschaft und das Training verantwortlich. Jeder versucht mich anzugreifen. Doch ich bleibe ruhig, denn ich möchte die Mannschaft und den Verein schützen. Für das schlechte Spiel und die negativen Ergebnisse bin ich verantwortlich. Aber ich bin nicht für alles verantwortlich. Vieles bekomme ich vor dem Fernseher mit. Und das macht mich traurig. Während ich versuche meiner Arbeit nachzugehen, muss ich mich mit solchen Sachen abgeben. Und das demoralisiert mich enorm. Wer sollte den Nein zu qualitativ hochwertigen Spielern sagen? Ich würde auch wollen, dass wir eine Mannschaft mit einem 90-100 Millionen Euro-Budget auf die Beine stellen wie noch vor drei Jahren. Eigentlich sollte nicht ich diese Sachen sagen, aber ich tue es. Wir können das schlichtweg nicht.“

Der Nicht-Transfer von Balotelli

Bis zur letzten Sekunde am heutigen Deadline Day warteten die schwarz-weißen Fans auf den Transfer von Mario Balotelli. In Bezug auf den Nicht-Transfer des Italieners verteidigte sich Yalcin mit diesen Worten: „Ich weiß nicht viel um die Transferangelegenheiten. Balotelli war aber nie auf meiner Liste. Als ich zuhause saß, habe ich im Fernsehen mitbekommen, dass Balotelli bei Besiktas im Gespräch ist. Ich war der Letzte, der das mitbekommen hat. Daraufhin hat mich Herr Torunogullari gefragt, was ich von Balotelli halte und ich habe ihm mitgeteilt, dass wir vielleicht einen problemloseren Stürmer holen sollten. Ich habe nicht Nein gesagt. Er kostet viel und ist sowohl auf als auch neben dem Platz problematisch. Ich wollte solch eine große Verantwortung nicht auf mich nehmen. Wenn ihr die volle Verantwortung übernehmen wollt, dann bitte. In den Medien wurde es aber so dargestellt, als ob der Transfer wegen mir nicht geklappt hätte. Der Präsident kann auch Spieler holen. Ich habe nicht mein Veto eingelegt. Als ob wir so viele Spieler holen würden und ich mich geweigert hätte. Der Vorstand sagt, dass sie die Transferwünsche von mir erfüllen. Allerdings wurden bislang erst zwei Spieler geholt, die ich wollte. Deshalb ist es nicht gesund zu behaupten, dass man den Forderungen des Coaches versucht nachzugehen.“

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M. Cihad Kökten

M. Cihad Kökten

1 Kommentar

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    5. Oktober 2020 um 20:06 —

    Er wird zurücktreten. Cimsir als Nachfolger?

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