Der weltmeisterliche Rhythmus auf den Plätzen in Nordamerika nimmt weiter an Fahrt auf und hält für die Fußballfans die nächsten dicken Überraschungen bereit. In der Gruppe K und Gruppe L der FIFA-Weltmeisterschaft 2026 kam es zu den mit Spannung erwarteten Auftaktbegegnungen, bei denen insbesondere einer der ganz großen Turnierfavoriten direkt Federn lassen musste. Portugal startete mit einem unerwarteten Punkteverlust in das Turnier und kam gegen eine leidenschaftlich kämpfende Auswahl der Demokratischen Republik Kongo nicht über ein Unentschieden hinaus. Parallel dazu feierten die Nationalmannschaften aus Ghana und Kolumbien jeweils umjubelte Auftaktsiege, die von packenden Geschichten rund um bekannte Gesichter aus der türkischen Süper Lig geprägt waren.
Fehlstart für den Favoriten Portugal im NRG Stadium
Im hochmodernen NRG Stadium in Texas lief für die portugiesische Auswahl zum Auftakt der Gruppe K längst nicht alles nach Plan. Zwar übernahm das europäische Spitzenteam im ersten Durchgang plangemäß die Initiative und ging durch einen Treffer des hochtalentierten Joao Neves mit 1:0 in Führung, doch der afrikanische Außenseiter schüttelte den Rückstand beeindruckend schnell ab. Noch vor dem Pausenpfiff schlug die Demokratische Republik Kongo eiskalt zurück, als der flinke Yoane Wissa den vielumjubelten Treffer zum 1:1-Ausgleich markierte. Trotz anhaltender Offensivbemühungen der Portugiesen in der zweiten Halbzeit verteidigte der Kongo das Remis mit Mann und Maus über die Zeit und bescherte dem Favoriten einen herben Dämpfer im ersten Gruppenspiel.

Ghana bezwingt Panama durch ein spätes Tor in der Nachspielzeit
Ein echtes Drama bis zur allerletzten Sekunde erlebten die Zuschauer beim Parallelspiel der Gruppe L zwischen Ghana und Panama. Über die reguläre Spielzeit hinweg neutralisierten sich beide Teams weitgehend, wobei auch zwei bekannte Akteure aus der türkischen Eliteklasse im unermüdlichen Dauereinsatz standen. Für Panama beackerte Amir Murillo von Besiktas über die vollen 90 Minuten die Außenbahn, während auf der Gegenseite der ghanaische Defensivakteur Jerome Opoku von RAMS Basaksehir ebenfalls über die gesamte Spielzeit auf dem Rasen stand.
Als sich alle Beteiligten bereits mit einer torlosen Punkteteilung abgefunden hatten, schlug die Stunde des ghanaischen Jokers. In der tiefen Nachspielzeit erlöste Caleb Yirenkyi in der 95. Spielminute (90.+5) seine Farben mit dem goldenen Treffer zum 1:0-Endstand. Durch diesen späten Lucky Punch strich Ghana zum Turnierauftakt extrem wichtige drei Punkte ein und verschaffte sich eine glänzende Ausgangsposition für die kommenden Aufgaben.
Historischer Treffer von Fayzullaev reicht Usbekistan gegen Kolumbien nicht
Im stimmungsvollen Stadion von Mexiko-Stadt trafen im zweiten Spiel der Gruppe K die Auswahlen aus Kolumbien und Usbekistan aufeinander. Die Südamerikaner untermauerten von Beginn an ihre Favoritenrolle und verließen den Platz am Ende verdient mit einem 3:1-Erfolg. Daniel Munoz brachte die Kolumbianer in der 40. Minute mit 1:0 in Führung. Nach dem Seitenwechsel erhöhte Topstar Luis Diaz in der 65. Minute auf 2:0, ehe Jaminton Campaz in der Nachspielzeit der zweiten Hälfte in der 99. Minute (90.+9) mit dem 3:1 den Deckel auf die Partie machte. Auf kolumbianischer Seite stand Abwehrchef Davinson Sanchez von Galatasaray über die vollen 90 Minuten seinen Mann in der Defenzentrale.
Trotz der Niederlage schrieben die Usbeken an diesem geschichtsträchtigen Abend ein großes Stück eigene Fußballgeschichte. Den Ehrentreffer in der 60. Minute zum zwischenzeitlichen 1:2-Anschluss erzielte der offensive Mittelfeldspieler Abbosbek Fayzullaev, der auf Vereinsebene das Trikot von RAMS Basaksehir trägt. Dieses Tor geht als das allererste usbekische Tor in der Historie der Weltmeisterschaften in die Geschichtsbücher ein. Gemeinsam mit seinem Basaksehir-Teamkollegen Eldor Shomurodov stand der historische Torschütze in der usbekischen Startelf. Im nächsten Gruppenspiel fordert Kolumbien nun die Demokratische Republik Kongo, während Usbekistan gegen die angeschlagenen Portugiesen um das sportliche Überleben kämpft.

