Trabzonspor

Trabzonspor und FFP: Keine Transfers, dafür schwarze Zahlen

Aufgrund einer Transfersperre im Zuge der Financial Fairplay-Regularien konnte Trabzonspor sich in diesem Winter nicht verstärken. Parallel mit dem Ende der Transferphase in der Türkei am 31. Januar ist auch die Sperre für die Bordeauxrot-Blauen abgelaufen. Im Sommer kann der Schwarzmeer-Klub wieder aktiv werden auf der „Wechselbörse“. In Nyon/Schwarz gab es dennoch ein konstruktives Meeting mit der UEFA. Die Funktionäre des europäischen Fußballverbandes prüften mit ihren Fragen an die Verantwortlichen von Trabzonspor den Klub auf Herz und Nieren was die finanzielle Situation des Vereins betrifft.

Bilanz: Perspektive positiv

Im Anschluss hatte TS-Präsident Ahmet Agaoglu nach langer Zeit wieder Erfreuliches zu berichten. Durch die Abgabe von Spielern mit hohen Gehaltskosten und die Steigerung der Zahl der Stadionbesucher sowie der Fanartikel-Verkäufe, würden die Einnahmen gegenüber den Ausgaben endlich überwiegen: „Erstmals in der Vereinsgeschichte haben wir in der Hinrunde durchschnittlich 29.000 Zuschauer im Stadion begrüßen können. Außerdem haben wir die Fanartikel-Erträge zwischen 60 bis 80 Prozent gesteigert. Wir haben es zu guter Letzt geschafft, ein Gleichgewicht zwischen Ein- und Ausnahmen zu erzielen. Die Erlöse überwiegen sogar derzeit in Relation zu den Ausgaben“, zitierte “NTV Spor” den 61-Jährigen.

Verein muss nicht länger für Fehler des Vorstands büßen

Dabei betonte der Klubchef, dass man eine vereinsinterne Satzung erlassen habe, die jedes Vorstandsmitglied für Fehlverhalten haften lasse: „Gerade einmal nach 1,5 Monaten im Amt haben wir eine Norm verabschiedet, die alle Budgetangelegenheiten regelt. Sollte einer der zuständigen Vorstandsmitglieder mehr Ausgaben tätigen als das verabschiedete Budget vorsieht und dem Klub so wirtschaftlich schaden, so muss er sich für sein Handeln verantworten. Wir sind der erste Verein in der Türkei, der so eine Regelung erlassen hat.“ Agaoglu machte damit deutlich, dass mit dem eigenen Privatvermögen gehaftet werden müsse und man damit den Klub vor unkontrollierter Weiterverschuldung schütze. Trabzonspor möchte so eine Vorreiterrolle einnehmen und als Vorbild in der Türkei dienen.

Vertrauen in Jugend sorgt für sportlichen und finanziellen Aufschwung

Sportlich stünde Trabzon so gut wie lange nicht mehr da und habe dies mit weniger als einem Drittel des früheren Budgets erreicht: „Wenn wir die letzten sieben Spiele als Vergleichsmaßstab nehmen, betragen die Gehaltskosten für das Team, das auf dem Platz gespielt hat, rund elf Millionen Euro. Mit anderen Worten haben wir mit diesem Budget sportlich besser abgeschnitten, als wir es die letzten vier bis fünf Jahre mit einem Budget getan haben, dass zwischen 37-38 Millionen Euro lag.“ Agaoglu betonte dabei, wie stark sich das Augenmerk auf die eigene Jugendförderung verlagert hätte. Von den 15 inländischen Spielern im A-Kader stamme als Türke nur Kamil Ahmet Cörekci nicht aus der eigenen Nachwuchsabteilung.



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Anil P. Polat

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Hürriyet.de-Redaktion