Süper Lig

Tabellenführer-Freuden bei Alanyaspor

Drei Siege aus drei Spielen und Platz eins in der Süper Lig. Der Saisonstart für Aytemiz Alanyaspor hätte nicht besser laufen können. Entsprechend glücklich und stolz ist man in der beliebten Touristenregion am Mittelmeer.

Guten Start nicht überbewerten

Vereinspräsident Hasan Cavusoglu erklärte, dass man nun die vierte Saison in Folge in der Süper Lig begehe, sich aber den guten Auftakt in die neue Spielzeit nicht zu Kopf steigen lassen werde: „Im vergangenen Jahr starteten wir mit drei Niederlagen in die Saison. Dieses Jahr lief es andersherum. Das ist aber nichts, was man jetzt übertrieben darstellen sollte. Es verbleiben weiterhin 31 Spiele. Natürlich ist es immer ein Vorteil gut zu beginnen. Es ist auch schön Tabellenführer zu sein. Das Team wird sicher Höhen und Tiefen in der Saison durchleben. Das ist normal. Einige Mannschaften begannen gut, andere schlecht. Das heißt aber nicht, dass es gut oder schlecht für diese Teams weitergehen muss. Als Spitzenreiter in die Länderspielpause zu gehen, ist dennoch ein schönes Gefühl.”

Cavusoglu fordert mehr Medieneinsatz für die „kleinen Teams“

Obwohl man derzeit auf Platz eins in der Liga throne, erhalte Alanyaspor von Seiten der Presse wenig Beachtung, kritisierte der Klubchef: „Selbstverständlich erhalten die großen Vereine viel Publicity. Das respektieren wir. Aber, wenn man in einer Sendung den großen Teams zwei, drei Stunden Aufmerksamkeit schenkt, dann widmet den Klubs, die aktuell für Aufsehen sorgen, doch bitte auch wenigstens zehn oder 15 Minuten. Es wäre schön, wenn diese Vereine auch ein wenig Beachtung erfahren würden. Aber leider ist dies kaum der Fall“, so der Alanya-Boss während einer Pressekonferenz auf dem Cengiz Aydogan Sport- und Trainingsgelände.

Alanyaspor startet mit Siegesserie in die Süper Lig-Saison 2019/20

Frühzeitige Transfererfolge als Fundament für den starken Saisonbeginn

Die hinter uns liegende Transferphase sei äußerst gut verlaufen für Alanyaspor. Man habe die Schwachstellen im Kader rechtzeitig ausgemacht und frühzeitig auf dem Transfermarkt zugeschlagen: „Die Lücken im Team waren klar. Die Reservebank war schwach besetzt ohne hochwertige Alternativen. Es war offenkundig, auf welchen Positionen wir Verpflichtungen tätigen müssen. Es gelang uns vor dem Start der Saisonvorbereitung rasch Transfers für die wichtigsten Baustellen im Team zu tätigen. Bis zum letzten Trainingslager hatten wir die wichtigsten Transferaktivitäten erfolgreich abgeschlossen. Danach haben wir uns den Alternativen und den jungen Perspektivspielern gewidmet. Bevor die Liga begann, hatten wir alle Haupttransfers abgeschlossen“, erläuterte Cavusoglu den Kernpunkt für den guten Saisonstart.

Das Team habe genügend Zeit gemeinsam verbracht, um die Taktiken und das Spielsystem des Trainers zu verinnerlichen und sich weitestgehend einzuspielen. Dies habe einen positiven Einfluss auf den gezeigten Fußball und die Siege zu Saisonbeginn gehabt. Die vergangene Saison beendete Alanyaspor mit 44 Punkten auf Platz neun.

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Anil P. Polat

Anil P. Polat

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Hürriyet.de-Redaktion

1 Kommentar

  1. Avatar
    6. September 2019 um 8:53

    Respekt an Alanyaspor!
    Aber Denizlispor hätte auch einen Artikel verdient, wenn man bedenkt dass sie noch kein Tor kassiert haben obwohl 3 Elfmeter gegen sie gepfiffen wurden.