Türkischer Fußball

TFF-Boss Özdemir verteidigt Ausländerregelung: „Der Grund für Talente wie Aktürkoglu und Yilmaz“


TFF-Präsident Nihat Özdemir nannte die Ausländerregelung als maßgeblichen Grund für die Förderung und Entwicklung von Talenten wie Kerem Aktürkoglu und Ridvan Yilmaz. Durch diese Regelung, die jährlich verschärft werden soll, hätten diese Perspektivspieler erst eine Chance erhalten und den Durchbruch geschafft: „Nach dem Ende der ersten zehn Spieltage beläuft sich die durchschnittliche Anzahl ausländischer Spieler in den Startaufstellungen unserer Klubs auf 6,96. Obwohl man acht Akteure einsetzen kann, wurden nicht einmal sieben im Schnitt aufgeboten. Göztepe liegt mit einem Wert von 4,54 sogar unter fünf Spielern im Schnitt. Bei Besiktas hat sich ein Ridvan Yilmaz entwickelt und es werden noch mehr kommen. Bei Galatasaray sehen wir Kerem Aktürkoglu. Glaubt mir, ohne unsere Regelung wäre dies nicht möglich gewesen und wir hätten mit dem alten System weitergemacht. Zur Zeit von Senol Günes bei der Nationalmannschaft standen in der Startelf zwei Akteure aus der Süper Lig und neun Profis aus dem Ausland. Mit Anbruch der [Stefan] Kuntz-Zeit als Nationalcoach waren es im ersten Spiel bereits vier Spieler aus der Süper Lig in der Startformation. Und im letzten Spiel stieg die Zahl schon auf sechs. Wir sind fest entschlossen die 8+3-Regel kommende Saison auf 7+4 und das Jahr darauf auf 6+5 zu reduzieren. Sollte nichts Unvorhergesehenes passieren, werden wir an diesem Vorhaben festhalten und es umsetzen.“

Özdemir hofft weiter auf WM-Teilnahme der Türkei

Zudem erklärte der 71-jährige Bauunternehmer, dass er darauf hoffe, dass die Türkei doch noch die Playoffs der WM-Qualifikation erreicht und sich dort für die Weltmeisterschaft 2022 in Katar qualifiziert. Zudem äußerte sich Özdemir im Rahmen des internationalen Fußball-Ökonomie-Forums zur Vergabe der TV-Rechte für die türkische Liga: „Wir hoffen für Katar darauf, die Playoffs spielen zu können. Wir haben noch zwei Spiele und diese beiden Partien wollen wir gewinnen. Sollten wir diese beiden Begegnungen gewinnen und Norwegen Punkte verlieren, können wir diese Chance noch bekommen. Es wird ein Playoff-System mit zwölf Teams und drei Gruppen. Eine schwere Phase. Doch unser primäres Ziel sind zunächst einmal die Playoffs.“

TFF-Boss nennt Zeitraum für Vergabe der Süper Lig TV-Rechte

Özdemir weiter: „Was die TV-Rechte der Süper Lig betrifft, wurde eine neunköpfige Kommission gebildet. Vier Mitglieder kommen aus der Klubvereinigung, vier vom TFF sowie TFF-Generalsekretär Kadir Kardas. Als ersten Schritt waren wir uns einig, dass wir einen Berater benötigen. Wir haben unsere Suche gestartet und ein weltbekanntes Beratungsunternehmen gefunden, mit dem wir uns geeinigt haben. Zwischen November, Dezember und Januar werden wir die Vergabe der TV-Rechte abgeschlossen haben. Es wird ein Paket geben. In Kürze kommen wir diesbezüglich zusammen. Wir werden sehen, ob wir eine Vereinbarung über drei oder fünf Jahre treffen. Dies kann Vor- und Nachteile mit sich bringen. Umso mehr Angebote kommen, desto besser für unsere Vereine. Aufgrund der wirtschaftlichen Lage in der Türkei ist es schwer abzuschätzen, wie die Offerten ausfallen werden und was für Angebote kommen. Hoffentlich können wir diesen Deal zu guten Konditionen abschließen. Ab der Saison 2022/23 werden wir unseren Weg mit dem neuen TV-Rechteinhaber fortsetzen.“




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3 Kommentare

  1. 29. Oktober 2021 um 9:50 —

    Langfristig ist es für einen FUßBALLZWERG wie die Türkei die richtige Strategie. Die Klubs müssen auf die Nationalmannschaft Rücksicht nehmen. Wenn die Klubs wenige, aber dafür die richtigen Legionäre nehmen, gewinnen beide Seiten. Die Strategie mit mehr Legionären in Europa zu Punkten ist doch gescheitert, und dass doch schon seit Jahrzehnten. Immer mit der selben Lösung gegen eine Wand laufen ist doch nicht erfolgversprechend.
    Schaut euch Kroatien an. Trotz 4 Millionen Einwohnern bringen sie Topsportler in Basketball, Tennis, Volleyball oder Fußball.

  2. sonimahony
    28. Oktober 2021 um 17:44 —

    Die Ausländerregelung ist ein Witz. Wenn es darum geht Talente zu gewinnen, warum zählt dann Özil auf dem Feld als Türke ? Also ist die Definition der Regelung nicht richtig. Entweder gehts um türkische Spieler die für die Türkei spielen oder es geht darum, dass man sagt: Hauptsache Türke.

    Nur fürs Protokoll. Es geht mir nicht darum für wen Özil spielt oder was auch immer. Es bringt aber nichts ihn als einheimischen zu zählen , wenn er doch gar kein Möglichkeit hat als Talent für die Türkei zu werben ?

  3. 28. Oktober 2021 um 15:29 —

    6+5 ist schon hart… Dann kostet ein Kerem oder Ridvan in der türkischen Liga 20 mio, in Europa gerade mal 5-6 mio…

    Also 8+3 reicht vollkommen aus.

    Aber mal im ernst, wenn Ausländerregel, dann schon richtig…
    zB: Mindestens ein Jugendspieler, max. 22 Jahre oder so… Und nicht 3 ü30 türken, das bringts auch nicht.

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