Die Feierlichkeiten rund um den historischen Erfolg des frisch gebackenen Meisters breiten sich weit über die Landesgrenzen der Türkei aus und haben nun auch die europäische Hauptstadt im Sturm erobert. Zur Würdigung der legendären 26. Meisterschaft von Galatasaray verwandelte sich die belgische Metropole Brüssel in ein riesiges gelb-rotes Fahnenmeer. Der belgische Galatasaray-Fansverband hatte zu einer hochkarätigen Veranstaltung geladen, die nicht nur die sportliche Dominanz des Klubs widerspiegelte, sondern gleichzeitig die tiefen kulturellen und diplomatischen Bande zwischen dem Verein und dem Königreich Belgien eindrucksvoll untermauerte.
Historischer Empfang im Brüsseler Rathaus am berühmten Grand Place
Die erste Station der festlichen Delegation führte die Vereinsspitze direkt in das historische Herz der Stadt. Auf Einladung des Brüsseler Bürgermeisters Philippe Close versammelten sich Galatasaray-Präsident Dursun Aydin Özbek, Vorstandsmitglied Eray Yazgan, der Präsident der Galatasaray Supporters Association of Belgium Taskin Root sowie der Präsident des Traditionsklubs Anderlecht, Michael Verschueren, im prachtvollen Rathaus auf dem geschichtsträchtigen Grand Place Square. Wie HT Spor über den Staatsakt berichtet, zeigte sich die Vereinsführung tief bewegt von der außerordentlichen Gastfreundschaft der belgischen Behörden.
Im Rahmen des feierlichen Empfangs richtete sich Vereinspräsident Dursun Aydin Özbek mit einer emotionalen Ansprache an die anwesenden Gäste: „Unsere geschätzten belgischen Freunde und Galatasaray-Unterstützer, heute freue ich mich, mit Ihnen auf diesem einzigartig schönen Grand Place-Platz in Brüssel zu sein. Hier kommen wir nicht nur zusammen, um die Leistungen von Galatasaray zu feiern, sondern auch, um die aufrichtige Freundschaft zwischen Belgien und der Türkei zu begrüßen. Einer der symbolträchtigsten Momente dieser wunderschönen Geschichte war, dass die berühmte Manneken-Pis-Statue letztes Jahr das Galatasaray-Trikot trug. Diese bedeutungsvolle Geste berührte die Herzen von Millionen Fans und stärkte die bereits starken Beziehungen zwischen unserem Verein und Belgien weiter.“

Der Klubchef betonte zudem, dass sich diese sportliche Verbindung jüngst durch den offiziellen Besuch von Ihrer Majestät Königin Mathilde in der Türkei weiter vertieft habe, bei dem man die belgische Delegation im Ali Sami Yen Sportkomplex sowie an der traditionsreichen Galatasaray Gymnasium empfangen durfte. Dies beweise eindrucksvoll, wie sehr Sport und Bildung die Völker einander näherbringen können. Einen ganz besonderen Stellenwert in dieser Symbiose nimmt der belgische Publikumsliebling ein. „Viele belgische Sportler haben zur Stärkung dieser Freundschaft beigetragen. Aber die Lage von Dries Mertens ist etwas ganz Besonderes. Er ist nicht nur ein großartiger Fußballer; er ist auch zu einem der schönsten Symbole der Bindung zwischen Belgien und der Türkei geworden. Dank seines Talents, seiner Professionalität und seiner menschlichen Eigenschaften hat es einen einzigartigen Platz im Herzen der Galatasaray-Familie eingenommen“, lobte der Präsident den Ausnahmespieler in seiner Rede.
Bürgermeister Philippe Close gesteht seine gelb-rote Leidenschaft
Die enorme Strahlkraft des türkischen Rekordmeisters hinterließ auch beim Brüsseler Stadtoberhaupt bleibenden Eindruck. Bürgermeister Philippe Close zeigte sich sichtlich beeindruckt von der unbändigen Energie der zahlreich erschienenen Anhängerschaft und outete sich vor den offiziellen Vertretern sogar mit seinen ersten gelernten Worten auf Türkisch als heimlicher Sympathisant des Klubs.
„Ich möchte dem Präsidenten danken. Die Freundschaft, die rund um Galatasaray besteht, die Aufregung ist äußerst wichtig. Als ich die Fans hier beherbergte, wurde mir klar, was für ein großer Club, eine Moschee das wirklich war. Galatasaray hat Fans auf der ganzen Welt. Ich habe ein wenig Türkisch gelernt. Ich kenne einen Satz: En büyük Cimbom“, erklärte der Brüsseler Bürgermeister unter dem tosenden Applaus der anwesenden Fanklub-Mitglieder.
Nach dem offiziellen Austausch von Gastgeschenken verlagerte sich das Spektakel auf den geschmückten Balkon des Rathauses. Unter den Augen der begeisterten Menge präsentierten die Protagonisten stolz die Meisterschaftstrophäe. Ein besonderes Highlight für die Fans vor Ort war der Auftritt des ehemaligen belgischen Nationalspielers Dries Mertens, der gemeinsam mit seinem kleinen Sohn Ciro auf dem Balkon erschien und von den Massen frenetisch gefeiert wurde.

Dursun Özbek bläst zum Angriff: Die Jagd auf den 27. Titel ist eröffnet
Vor einer atemberaubenden Kulisse stimmte Dursun Aydin Özbek die feiernde Menge direkt auf die zukünftigen Aufgaben ein. Der Klubchef machte unmissverständlich klar, dass man sich nach vier Meisterschaften in Folge keineswegs auf den errungenen Lorbeeren ausruhen wolle, sondern die vereinsinterne Dominanz im türkischen Fußball nahtlos zementieren möchte.
„Präsident, lieber Freund Philippe Close, liebe Galatasarier, ich habe Ihnen allen aus Istanbul große Grüße überbracht. Wie Sie wissen, haben wir unsere 26. Meisterschaft gewonnen und sind 4 Jahre in Folge Meister. Ihr Anteil ist hier sehr groß. Mit dem Klima der Liebe werden unsere Meisterschaften weitergehen. Wir bereiten uns jetzt auf die 27. Meisterschaft vor. Solange diese Einheit und Solidarität anhält, werden wir bei vielen weiteren Meisterschaften zusammen sein. Ich danke euch allen sehr. Lasst uns ausgelassen unsere 26. Meisterschaft feiern. Ich hoffe, dass wir nächstes Jahr hier sein werden“, rief der Vereinspräsident den treuen Anhängern enthusiastisch zu.
Im Anschluss an die Balkonreden begab sich die gesamte Delegation in das Brüsseler Traditionsviertel zur 407 Jahre alten Ikone der Stadt. Die weltberühmte Statue des Manneken Pis, die bereits im Vorjahr das offizielle gelb-rote Fantrikot trug, wurde erneut zum Pilgerort für hunderte Fans, die ihren Präsidenten mit lautstarken Sprechchören feierten. Abgerundet wurden die Feierlichkeiten durch ein exklusives abendliches Festessen, an dem auch der türkische Botschafter in Brüssel, Goreme Peace Tantekin, sowie der türkische Generalkonsul Onur Sevim teilnahmen, um den sporthistorischen Tag gebührend ausklingen zu lassen.

