Hinter den Kulissen des türkischen Rekordmeisters laufen die Planungen für die kommende Spielzeit auf Hochtouren. Im Vorfeld des anstehenden Trainingslagers in Österreich hat sich Galatasaray-Erfolgscoach Okan Buruk im Gespräch mit der renommiertenNachrichtenagentur DHA ausführlich zu den aktuell heißesten Personalien und Gerüchten geäußert. Angesprochen auf die beiden klangvollen Namen Bruno Fernandes und Can Uzun, antwortete der Trainer der Gelb-Roten mit einem Augenzwinkern: „Beide sind sehr wichtige und sehr wertvolle Spieler. Wenn es nach mir ginge, würde ich beide haben wollen.“ Während ein Transfer des portugiesischen Weltstars wohl eher Träumerei bleibt, zeichnet sich bei der Personalie des deutschen Toptalents ein konkreteres Bild ab. Laut einem Bericht von Sky Sports ist das Interesse von Galatasaray an dem 20-jährigen Offensivakteur durchaus real, wenngleich es noch keine offiziellen Verhandlungen mit Eintracht Frankfurt gibt. Der Youngster, der 2024 für elf Millionen Euro aus Nürnberg zur Eintracht wechselte und dort in 59 Pflichtspielen starke 15 Tore sowie neun Assists verbuchen konnte, ist offen für einen Wechsel. SGE-Sportvorstand Markus Krösche fordert für den bis 2029 gebundenen Spieler derzeit allerdings eine stolze Ablöse von bis zu 60 Millionen Euro.

Neuzugang Ugochukwu im Fokus und ein verpasster Millionen-Transfer
Der Trainer bewertet die jüngsten Aktivitäten auf dem Transfermarkt positiv und verrät Details zu einer geplatzten Verpflichtung aus der Bundesliga. Sehr angetan zeigte sich der Übungsleiter von der geglückten Verpflichtung des defensiven Mittelfeldspielers Lesley Ugochukwu. „Wir haben einen Spielertyp verpflichtet, den wir bislang nicht im Kader hatten. Er kommt zunächst auf Leihbasis, mit einer an die Anzahl seiner Einsätze geknüpften Kaufoption. Es wird wichtig sein, ihn genau zu beobachten. Er ist ein Spieler, den wir unbedingt wollten und der uns sehr gefällt“, bilanzierte der Coach zufrieden. Weniger erfolgreich verliefen in der Vergangenheit hingegen die Bemühungen um ein Talent vom SC Freiburg. Ohne den Namen von Johan Manzambi direkt in den Mund zu nehmen, erklärte der 52-jährige Trainer, dass es einen Spieler aus dem Breisgau gegeben habe, der einen Wechsel in die Trendyol Süper Lig kategorisch ablehnte. Dieser sei mittlerweile für eine Summe zwischen 60 und 70 Millionen Euro in die englische Premier League gewechselt. Man müsse schlichtweg akzeptieren, dass manche Profis selbst mit astronomischen Gehältern nicht von einem Engagement in der Türkei zu überzeugen seien, so der Trainer weiter.

Machtwort bei Davinson Sanchez und Neuigkeiten von Julio Enciso
Einige Leistungsträger des aktuellen Kaders sind trotz lukrativer Angebote unverkäuflich, während andere Akteure weiter beobachtet werden. Einem potenziellen Abgang von Abwehrchef Davinson Sanchez, der zuletzt intensiv mit dem italienischen Klub Como Calcio in Verbindung gebracht wurde, schob der Trainer einen unmissverständlichen Riegel vor. „Ich möchte, dass er bleibt. Unsere Fans wollen das ebenfalls, genauso wie unser Präsident. Von unserer Seite wird es keinerlei Entgegenkommen geben. Wenn ich an seiner Stelle wäre, würde ich ebenfalls bei Galatasaray bleiben. Die Wertschätzung, die er hier erfährt, wird er woanders nur schwer finden. Er wird die neue Saison mit uns beginnen“, betonte der Coach mit Nachdruck. Ähnlich klar ist die Situation bei Mittelfeldmotor Gabriel Sara, für den laut dem sportlichen Leiter bislang keinerlei Angebote vorliegen und der fest für die neue Saison eingeplant ist. Auf der Suche nach weiteren Verstärkungen behält der Verein zudem Julio Enciso im Auge. Zu der Personalie erklärte der Trainer knapp, dass der Paraguayer zur erweiterten Kandidatenliste gehöre, es im Moment jedoch keine neuen Entwicklungen gebe.

Vier weitere Neuzugänge geplant: Lemina vor Unterschrift und Sturm-Fokus auf Ponomarenko
Der Kader für die anstehende Champions-League-Saison soll noch massiv verstärkt werden, wobei die Verhandlungen bereits laufen. Um auf europäischer Bühne konkurrenzfähig zu sein, plant der Verein laut dem Cheftrainer noch insgesamt vier weitere Transfers – konkret drei Offensivkräfte und einen Defensivspieler. Eine wichtige Personalie soll bereits in den kommenden Stunden finalisiert werden. „Ich hoffe, dass Lemina innerhalb der nächsten ein bis zwei Tage unterschreibt. Er absolviert derzeit ein individuelles Trainingsprogramm und hat das Mannschaftstraining auf dem Platz noch nicht wieder aufgenommen“, kündigte der Coach bezüglich des Routiniers Mario Lemina an. Parallel dazu laufen die Bemühungen um einen neuen Angreifer auf Hochtouren. Wie der Sender TRT Spor berichtet, verhandelt das Management intensiv mit Dynamo Kiew über den 20-jährigen ukrainischen Nachwuchsstürmer Matviy Ponomarenko. Während die Istanbuler eine Leihe mit Kaufoption anstreben, pocht Kiew auf einen festen Verkauf und fordert rund 25 Millionen Euro für den Torjäger, der in der Vorsaison in 23 Pflichtspielen sensationelle 16 Tore erzielen konnte. Mit dem FC Porto ist zudem ein namhafter Konkurrent bereit, 20 Millionen Euro für den Youngster auf den Tisch zu legen.

