Die Transferaktivitäten am Bosporus nehmen immer konkretere Formen an und versetzen die Anhängerschaft der Schwarz-Weißen in helle Aufregung. Besiktas-Präsident Serdal Adali hat im Rahmen des aktuellen Trainingslagers der Mannschaft in der Slowakei offiziell bestätigt, dass der Klub den belgischen Nationalspieler Leandro Trossard vom FC Arsenal London unter Vertrag nehmen will. Dabei gab das Vereinsoberhaupt überraschende Details zu den zähen Verhandlungen und den finanziellen Bedingungen preis. Der 31-jährige Flügelstürmer wird demnach im Vergleich zur vergangenen Spielzeit sogar zu deutlich günstigeren Bezügen nach Istanbul wechseln. „Sogar für den 31-jährigen Trossard verlangt Arsenal noch eine Beteiligung an einem zukünftigen Weiterverkauf. Wir möchten einen Spieler dieses Kalibers verpflichten. Außerdem wird dies nicht der letzte Vertrag von Trossard sein. Dass derzeit so viel über ihn gesprochen wird, hängt auch mit dem Dikilitas-Projekt zusammen“, erklärte der Klubchef offen gegenüber den mitgereisten Medienvertretern.

Der zweite Anlauf glückt: Deutlich weniger Gehalt als im Vorjahr
Der Istanbuler Traditionsverein stand bereits in der vergangenen Transferperiode kurz vor einer Verpflichtung des Belgiers. Die Bemühungen um den Premier-League-Profi laufen in der Chefetage der „Schwarzen Adler“ schon seit geraumer Zeit. Wie Serdal Adali im Gespräch mit der türkischen Tageszeitung Sözcü verriet, hatte man bereits im vergangenen Jahr einen namhaften Vorstoß gewagt. „Ich habe Trossard im vergangenen Jahr ein Angebot über 25 Millionen Euro gemacht und ihm ein Jahresgehalt von acht Millionen Euro angeboten. Damals ließ Arsenal ihn jedoch nicht ziehen. Diesmal werden wir ihn zu einem niedrigeren Gehalt verpflichten“, gab der ehrgeizige Vereinspräsident zu Protokoll. Die Hartnäckigkeit der Istanbuler scheint sich nun auszuzahlen, da die Engländer ihre Blockadehaltung aufgegeben haben und der Deal vor dem Abschluss steht.

Die Transferoffensive geht weiter: Drei weitere Hochkaräter im Visier
Nach dem geglückten Trossard-Deal plant die Vereinsführung den nächsten großen Angriff auf die nationale Meisterschaft. Der spektakuläre Coup mit dem belgischen Nationalspieler soll für die Schwarz-Weißen erst der Anfang einer umfassenden Einkaufstour auf dem europäischen Markt sein. Der Klubchef, der in seinen früheren Amtszeiten als Funktionär bereits Weltstars wie Guti, Ricardo Quaresma, Simao Sabrosa, Hugo Almeida und Manuel Fernandes an den Bosporus lotste, plant laut Medienberichten die Verpflichtung von mindestens drei weiteren Akteuren auf absolutem Top-Niveau. Vor allem für die vorderste Front läuft die Suche auf Hochtouren. Auf der offiziellen Wunschliste des Vereins stehen demnach fünf namhafte Torjäger: Alexander Sörloth, Dusan Vlahovic, Romelu Lukaku, Patrik Schick und Jean-Philippe Mateta.

Klartext zu Mohamed Salah: Präsident dementiert die Gerüchte
Trotz der großen Ambitionen auf dem Transfermarkt verweist die Vereinsführung manche Spekulationen ins Reich der Fabeln. Neben den realistischen Transferzielen nahmen die Verantwortlichen auch Stellung zu den jüngsten Spekulationen um einen ablösefreien Wechsel von Mohamed Salah, dessen Vertrag beim FC Liverpool ausgelaufen ist. Der Präsident stellte unmissverständlich klar, dass an diesen Gerüchten absolut nichts dran sei. Er betonte in diesem Zusammenhang nochmals, dass die Realisierung des Deals mit Leandro Trossard eng mit den Einnahmen aus dem vereinseigenen Dikilitas-Projekt verknüpft ist. „Weil derzeit über das Dikilitas-Projekt gesprochen wird, fällt auch ständig der Name Trossard. Obwohl es nicht stimmt, tauchen plötzlich auch Gerüchte über Salah auf. Das passiert, weil wir ständig als Quelle für große Transfers genannt werden“, stellte der Vereinschef abschließend klar.

