Die geplante Zusammenarbeit zwischen dem italienischen Traditionsklub und dem prominenten Rückkehrer droht bereits vor dem offiziellen Saisonstart im Chaos zu versinken. Der italienische Erstligist Udinese Calcio hat Nicolo Zaniolo zwar nach dessen Leihe vom türkischen Rekordmeister Galatasaray fest verpflichtet, sieht sich nun jedoch unmittelbar nach dem Transfer mit einem völlig unerwarteten und schwerwiegenden Problem konfrontiert. Der italienische Nationalspieler verweigert derzeit vehement die Teilnahme am regulären Mannschaftstraining. Die Vereinsführung hatte die Transferrechte an dem Offensivstar voreilig übernommen, noch bevor eine endgültige wirtschaftliche Einigung über dessen künftiges Gehalt erzielt worden war. Bislang konnte der Serie-A-Klub den 26-Jährigen jedoch nicht von den vorgelegten Vertragskonditionen überzeugen.
Streit um Gehalt und Bonuszahlungen: Die Gehaltsstruktur wackelt
Die Vorstellungen der beiden Parteien liegen bei den erfolgsabhängigen Prämien noch ein beträchtliches Stück auseinander. Die Fronten zwischen der Spielerseite und dem Management sind im Moment extrem verhärtet. Nach einem aktuellen Bericht der italienischen Sportzeitung La Gazzetta dello Sport nimmt Nicolo Zaniolo wegen der noch völlig offenen Gehaltsverhandlungen bewusst nicht an der laufenden Saisonvorbereitung seines neuen Arbeitgebers teil. Die konkreten Zahlen des Angebots liegen unterdessen auf dem Tisch: Udinese bietet Nicolo Zaniolo ein festes Jahresgehalt von 1,5 Millionen Euro sowie zusätzliche 300.000 Euro an variablen Bonuszahlungen. Der Offensivspieler fordert jedoch eine deutliche Erhöhung der Bonusregelungen, da er seinen sportlichen Stellenwert höher einstuft. Der Verein lehnt dies bislang jedoch strikt ab, da man die interne Gehaltsstruktur innerhalb der Mannschaft nicht aus dem Gleichgewicht bringen möchte.

Zukunft weiterhin vollkommen offen: Bleibt der Star im Trainingslager zu Hause?
Der bevorstehende Aufbruch in die Alpenrepublik erfolgt unter extrem unruhigen Vorzeichen für den Trainerstab. Durch diese harte Haltung des Profis herrscht beim Klub eine enorme sportliche Ungewissheit in einer extrem wichtigen Phase der Vorbereitung. Damit bleibt Nicolo Zaniolos Zukunft bei Udinese vorerst völlig ungewiss, was auch die sportliche Leitung vor große Rätsel stellt. Der italienische Erstligist reist bereits am kommenden Montag zu einem intensiven Trainingslager nach Österreich. Ob der Ex-Galatasaray-Profi die Mannschaft letztendlich doch noch begleiten wird oder seinen angezettelten Trainingsboykott im Heimatland fortsetzt, bleibt derzeit völlig offen. Für den Verein geht es nun darum, schnellstmöglich eine Lösung zu finden, um ein wochenlanges Transfertheater zu verhindern.

