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Fenerbahce: Kruse-Deal auch dank SMS-Aktion möglich

„Es waren sehr spannende Optionen dabei, aber am Ende wollte ich unbedingt einmal im Ausland Erfahrungen sammeln“, sagte Max Kruse (31) in einer Mitteilung seiner Berateragentur EMG Mundial über seinen Transfer zu Fenerbahçe Istanbul. Dafür, dass Fenerbahçe das nötige Kleingeld für einen Stareinkauf wie Kruse hat, sorgten auch die Fans der „Kanarienvögel“.

Der Ex-Werder-Stürmer soll als erfahrener Führungsspieler beim Umbruch helfen – bei Fenerbahçe wurden viele Verträge von Routiniers nicht verlängert. Gökhan Yagmur, Areamanager Transfermarkt.com.tr, sagt: „Fenerbahçe möchte sich nach den erfolglosen Jahren neu erfinden. Präsident Ali Koc ordnete einen Umbruch an, der bis dato elf Abgänge zur Folge hat. Der Kader soll verjüngt werden, man will junge Spieler ausbilden und gewinnbringend verkaufen. Da man trotzdem den Titel im Auge hat, kommt man nicht drum herum auch erfahrene Spieler zu holen.“

Während u.a. gestandene Profis wie Mathieu Valbuena (34, Olympiakos), Roberto Soldado (34), Volkan Demirel (37), Martin Skrtel (34) und Roman Neustädter (31) den Verein ablösefrei verlassen, wird neben Kruse auch das türkische Fußball-Idol Emre Belözoglu (38) für die nötige Erfahrung sorgen. Emre, der nach Vertragsende ablösefrei von Basaksehir kommt, spielte schon von 2008 bis 2012 bei Fenerbahçe, ehe es ihn zu Atlético Madrid zog. Frisches Blut bringen neben über einem Duzend Eigengewächse aus der U21 und U19 u.a. auch die Neuzugänge Allahyar Sayyadmanesh (18, Esteghlal FC) und Murat Saglam (21, Wolfsburg II) in den Kader der Saison 2019/20.

Kruse, Emre und Co. werden schon Ende Juli in Deutschland zu sehen sein, wenn Fenerbahçe am Audi Cup in München teilnimmt. Im Halbfinale treffen die Türken am 30. Juli (20:30 Uhr) auf den FC Bayern München, am 31. Juli geht es im Finale oder im Spiel um Platz drei in der Allianz Arena gegen Real Madrid oder Tottenham Hotspur.

Kruse, der auf Anhieb der wertvollste Spieler im Kader der Istanbuler ist, will „mithelfen, einen großen Verein zurück ins internationale Geschäft zu führen. Damit ist für mich nach gut einem Jahrzehnt Fußball-Bundesliga eine vollkommen neue Erfahrung verbunden.“ Nach Kruse und Emre ist bei Fenerbahçe noch mit weiteren Zugängen zu rechnen, da der Traditionsklub dank der „WIN/WIN“- und der „Fener Ol“-Aktion bereits über 23 Millionen Euro eingenommen hat – das Geld kommt von Vereinsmitgliedern und Fans.

„Fenerbahçe-Präsident Koc hat zwei riesige Aktionen ins Leben gerufen: ‚WIN/WIN‘ und ‚Fener Ol‘. Damit will er dafür sorgen, dass Fenerbahçe wieder an die Spitze kommt und dafür braucht der Verein die Hilfe seiner Fans. Bei den Aktionen konnte man Kurznachrichten schreiben und damit ein paar Türkische Lira spenden – zusätzlich gab es noch einen Aufruf zum Kauf von Trikots“, erklärt Yagmur.

Um für diese Form der finanziellen Unterstützung zu werben, hat Fenerbahçe sich die Hilfe von Schauspielern, Sängern, ehemaligen Profis und auch internationalen Fußball-Stars geholt. U.a. hat Emre seine Kontakte zu Atlético spielen lassen und so haben sich auch Antoine Griezmann und Diego Simeone zu Wort gemeldet.

Yagmur sagt: „Angestrebt wird eine Summe von umgerechnet rund 60 bis 70 Millionen Euro.“ „NTV“ berichtete zuletzt, dass die Fenerbahçe-Anhänger 950.000 SMS verschickt und 123.000 Trikots gekauft haben. Ein großer Teil der Summe wird direkt in Transfers investiert. Ein Grund für Kruses Entschluss pro Fenerbahçe waren auch die Fans, die seinen Transfer – auch per SMS – mit ermöglicht haben. „Auf diese Unterstützung freue ich mich besonders“, sagte Kruse über die „Kanarienvögel“.


Hinweis: Dieser Artikel erschien zuerst auf www.transfermarkt.de

Link: https://www.transfermarkt.de/umbruch-bei-fenerbahce-mit-hilfe-der-fans-kruse-deal-auch-dank-sms-aktion-moglich/view/news/339527

Autor: Alexander Binder

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2 Kommentare

  1. Avatar
    4. Juli 2019 um 16:03

    Aziz war peinlich und erfolglos, OK.

    Aber Aziz musste die Fans nicht nach Geld anbetteln um einen mittelmäßigen Spieler wie Kruse, der auch noch ablösefrei ist, zu transferieren.

    • Avatar
      4. Juli 2019 um 19:36

      Ja, er musste nicht die Fans anbetteln… Das was er gemacht hat war ja viel besser:

      Jahrelang behauptet, dass Fener Finanziell am besten da steht und Schulden über Schulden gemacht… Es war ein Kartenhaus… Ohne Plan…

      Wenigstens ist Ali Koc transparent… Er spricht die Wahrheit aus… Und ohne die Fans wäre Fenerbahce nichtmehr zu retten..

      Wir wurden Jahre lang Kaputt gewirtschaftet…