Galatasaray

Europapokal-Teilnahme gesichert: Galatasaray erhält UEFA-Lizenz

Wie die türkische Tageszeitung “Hürriyet” berichtet, hat der saudi-arabische Klub Al-Hilal Riad die letzte Rate für den Transfer von Bafetimbi Gomis nicht an Galatasaray überwiesen. Die Saudis verpflichteten den Franzosen für sechs Millionen Euro vom türkischen Rekordmeister. Aber die vereinbarte Schlussrate von zwei Millionen Euro wurde bis heute nicht ausgezahlt. Eigentlich wäre die Zahlung zum 1. März fällig gewesen. Doch trotz mehrfacher Mahnungen hätten die Araber nicht auf die türkischen Forderungen reagiert.

Raten für Akbaba und Nagatomo offen

Und dies zu einem denkbar kritischen Zeitpunkt,  da Galatasaray hat bis zum 31. März Verbindlichkeiten (vorwiegend Gehaltsschulden) von 75 Millionen TL (knapp zwölf Millionen Euro) zu begleichen hat. Die ist die Voraussetzung, um die UEFA-Lizenz zu erhalten. Nur so ist die Teilnahme am Europapokal in der Saison 2019/20 gesichert. Dafür müssen alle notwendigen Dokumente mit Betreff „schuldenfrei“ bei der UEFA – von allen beteiligten Personen unterzeichnet – eingereicht werden. Zudem hätte der GS-Vorstand geplant, mit den zwei Millionen Euro Einnahmen Steuerschulden sowie die Ratenzahlungen für die Transfers von Emre Akbaba (3,5 Millionen TL) und Yuto Nagatomo (1,5 Millionen Euro) zu bedienen.

Zwar habe Galatasaray 14 Millionen TL (circa 2,23 Millionen Euro) an Steuerschulden beglichen, jedoch seien die Raten für die Spielern nicht gezahlt worden. Durch die offene Zukunft von Präsident Mustafa Cengiz (GazeteFutbol berichtete) hätten die Banken die Vergabe von Krediten abgelehnt. Galatasaray bereite sich vor, Al-Hilal Riad bei der FIFA zu verklagen, sollte die ausstehenden zwei Millionen Euro nicht kommende Woche auf dem Vereinskonto eingehen. Danach sei Priorität, die Ratenzahlungen für die Ex-Klubs von Akbaba (Aytemiz Alanyaspor) und Nagatomo (Inter Mailand) zeitnah zu tätigen.

Galatasaray erfüllt rechtzeitig Auflagen für UEFA Klub-Lizenz

Trotz dieser unglücklichen Umstände hatte Galatasaray heute gute Nachrichten für seine Fans zu vermelden. Obwohl die wirtschaftliche Lage beim 21-maligen Süper Lig-Meister angespannt ist, habe der Istanbuler Top-Klub die UEFA Lizenz für die kommende Spielzeit erhalten. Damit ist die Teilnahme am Europapokal gesichert: „Die 75 Millionen TL, die bis zum 31. März bezahlt werden mussten, sind von unserem Verein beglichen worden. Durch das Einreichen der Dokumente, die die diesbezügliche Schuldenfreiheit des Vereins bestätigen, wurden alle Auflagen für die Erteilung der UEFA Klub-Lizenz erfüllt und damit die Teilnahmebedingungen für alle europäischen und nationalen Wettbewerbe. Die möchten wir hiermit der gesamten Galatasaray-Gemeinde und Öffentlichkeit mitteilen.“

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Anil P. Polat

Anil P. Polat

Stellvertretender Chefredakteur GazeteFutbol
Hürriyet.de-Redaktion

1 Kommentar

  1. Avatar
    30. März 2019 um 19:37 —

    Die Saudis sind nicht nur alle unsympatisch, sondern auch richtige Betrüger. Sie haben nicht nur die Ratenzahlungen von Gomis an GS eingestellt, sondern auch die von de Souza und Giuliano an FB so jedenfalls berichtet es Habertürk.

    GS und FB haben deshalb beschlossen gemeinsam gegen die Saudis vorzugehen und sie bei FIFA zu verklagen.

    Hier die Meldung von Habertürk im Oton….

    Fenerbahçe ve Galatasaray birlikte hareket edecek

    Galatasaray Gomis, Fenerbahçe ise Josef ve Giuliano için yapılması gereken ödemeleri alamadı. Süper Lig’in iki devi Fenerbahçe ve Galatasaray, Suudi Arabistan kulüplerinin kendilerine olan ödemelerini gerçekleştirmemeleri üzerine beraber hareket etme kararı aldı

    Link:

    https://www.haberturk.com/fenerbahce-ve-galatasaray-birlikte-hareket-edecek-2418577-spor

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