Galatasaray

Davala: „Der Schiedsrichter hatte es wohl eilig“ – Alanya bricht Fluch

Seit Monaten forderten die Galatasaray-Fans von ihrem Vorstand einen neuen Stürmer, um im Titelrennen nicht das Nachsehen zu haben. Und die Anhänger bekamen nicht nur einen, sondern gleich zwei neue Angreifer. Dennoch fehlten am Samstagabend die so wichtigen Treffer und die Truppe von Erfolgscoach Fatih Terim verlor in Alanya zwei wichtige Zähler (zum Spielbericht). Nun droht man doch gegenüber Medipol Basaksehir weiter zurückzufallen, sollte das Team von Abdullah Avci am Sonntag in Akhisar gewinnen. Bei einem weiteren Dreier der „Eulen“ würde der Abstand zu Platz eins bereits acht Punkte betragen.

Mitroglou unzufrieden mit Debüt und Ergebnis

Kein guter Einstand für Mitroglou

Entsprechend enttäuscht reagierte man beim amtierenden Meister. Allen voran Neuzugang und Offensivhoffnung Konstantinos Mitroglou, der bei seinem Debüt blass blieb. Allerdings muss erwähnt werden, dass der Grieche auch keine Anspiele bekam oder effektiv in Szene gesetzt werden konnte von seinen Mitspielern: „Vor diesem Spiel habe ich erst eine Trainingseinheit absolviert. Natürlich ist das nicht leicht. Ich muss meine neuen Teamkollegen erst kennenlernen und sie wiederum mich. Wir haben ein ungewolltes Resultat geholt. Es war unser Ziel zu gewinnen. Aber am Ende wurde es nur ein Unentschieden. Auch meine persönliche Leistung war sicher nicht die beste. Ich glaube fest daran, dass es in Zukunft besser wird.“

Marcao bemüht Positives aus dem Remis zu ziehen

Auch Mannschaftskamerad Marcao, der ebenfalls erst neu zum Team gestoßen ist, bemängelte die Leistung: „Bis jetzt sah man immer eine Mannschaft, die guten Fußball zeigte. Das ist uns heute nicht gelungen. Wir sind ein großer Verein, dessen Ziel die Meisterschaft ist. Aber leider sah man heute auf dem Spielfeld nichts davon. Eventuell hilft uns dieser Auswärtspunkt in der Zukunft. Allerdings müssen wir das jetzt hinter uns lassen und uns auf die kommenden Aufgaben vorbereiten. Denn es warten harte Herausforderungen auf uns.“

Referee pfeift zu zeitig ab für Davala

Galatasarays Co-Trainer Ümit Davala kritisierte die Vorstellung der Gelb-Roten und zeigte gleichzeitig wenig Verständnis für die Entscheidung des Schiedsrichters in der Schlussphase: „Mit diesem Ergebnis hatten wir nicht gerechnet. Wir sind über das 1:1 enttäuscht. Wir hatten einige Spieler auf dem Feld, die zuvor nur eine Trainingseinheit mit bestritten hatten. Wir haben es generell nicht geschafft, den Fußball zu spielen, den wir uns vorgestellt hatten. Vor allem in der ersten Halbzeit haben wir viele Fehler gemacht. Der Schiedsrichter gab nur vier Minuten Nachspielzeit. Normalerweise hätte er mindestens sechs bis sieben Minuten nachspielen lassen müssen. Nach drei Minuten und 40 Sekunden pfiff er die Begegnung ab. Ich weiß nicht, ob er es eilig hatte, aber wir reisen mit zwei verlorenen Punkten zurück nach Istanbul“

Dank Sergen Yalcin – Alanya im Aufwind

Liebesbekundung der Alanya-Fans

Mit Übernahme des Trainerpostens durch Sergen Yalcin geht es dageben für Aytemiz Alanyaspor Stück für Stück nach oben. Der Klub von der Mittelmeerküste ist mittlerweile seit sechs Spielen ohne Niederlage und verlor nur eine von acht Partien unter der Regie Yalcins. In diesem Zeitraum sammelte Alanya 13 Punkte und ist mittlerweile deutlich optimistischer, was den Klassenerhalt betrifft. Zudem gelang es Alanyaspor erstmals im sechsten Süper Lig-Vergleich mit Galatasaray einen Punkt zu holen. Die vorherigen fünf Begegnungen gingen allesamt verloren, mitunter endeten die Spiele größtenteils mit klaren Klatschen.

„Djalma mit dem Tor des Jahres”

Yalcin selbst sah sein Team dem Sieg näher: „Man muss das Spiel in zwei Abschnitte aufteilen. Die erste Hälfte haben wir komplett kontrolliert. Der zweite Durchgang war ausgeglichen. Wir haben über weite Strecken des Spiels viel Druck auf den Gegner ausgeübt. Es ist nicht leicht, so konsequent Pressing auszuüben und dabei noch die Mannschaft zu sein, die das Spiel macht. Da ist uns lange Zeit gelungen. Hätten wir die finalen Pässe besser spielen können, wäre womöglich ein anderes Ergebnis für uns drin gewesen. Auch nach dem Gegentor haben wir eine gute Reaktion gezeigt und uns wieder ins Spiel gekämpft. Außerdem dem Gegentreffer hatte Galatasaray so gut wie keine Möglichkeit. Djalma hat in einem unerwarteten Augenblick ein äußerst interessantes Tor erzielt. Das könnte das Tor des Jahres gewesen sein“, so der 46-Jährige

Vorheriger Beitrag

Besiktas: Kagawas erste Botschaft – Japaner im Antalya-Aufgebot

Nächster Beitrag

Europa League: Fenerbahce und Galatasaray nominieren je drei neue Spieler

Anil P. Polat

Anil P. Polat

Stellvertretender Chefredakteur GazeteFutbol
Hürriyet.de-Redaktion

1 Kommentar

  1. Avatar
    4. Februar 2019 um 19:28 —

    Fangen wir schon wieder an über den Schiri zu labern???? Ok, er hat etwas zu früh abgepfiffen, aber wenn man in 96 Min. nicht schafft 2 Tore zu schießen, kommt es auf die 120 Sek. auch nicht mehr an. Redet lieber darüber, warum eine lustlose Pfeiffer Belhanda 90 Min. spielen darf u. ein kämpfender Feghouli raus muss! Und warum man Mitroglou nicht das ganze Spiel spielen lässt u. stattdessen Sinan als „Joker“ bringt. Ich hätte mit 2 Stürmern fertiggespielt u. dafür Belhanda u. diesen Ego von Onyedikuru ausgewechselt!!! Weiß nicht, ob Fatih Terim das gleiche Spiel geguckt hat, wie wir?! Was meint Ihr?

Schreibe ein Kommentar