Das doppelte Machtwort der Schwarz-Weißen: Warum die Gerüchte um Karabach-Coach Qurban Qurbanov haltlos sind
Die sportliche Führungsetage am Dolmabahce-Palast treibt die Weichenstellungen für die kommende Spielzeit mit Hochdruck voran, um nach einer turbulenten Phase endlich wieder Kontinuität in den Verein zu bringen. Bei der intensiven Suche nach einem neuen Cheftrainer für Besiktas kursierten in der nationalen und internationalen Gerüchteküche zuletzt die wildesten Spekulationen über potenzielle Kandidaten. In letzter Zeit wurde oft der Name des Coaches von Karabach, Qurban Qurbanov, für die Schwarz-Weißen erwähnt, was in der Fangemeinde für reichlich Gesprächsstoff sorgte. Um den aufkeimenden Diskussionen den Wind aus den Segeln zu nehmen, sah sich die sportliche Führung nun gezwungen, ein unmissverständliches Dementi zu veröffentlichen. Besiktas-Fußballdirektor Önder Özen gab eine offizielle Erklärung zu den Behauptungen ab und sorgte damit für klare Verhältnisse.
Der Funktionär nutzte die mediale Bühne gezielt, um die anhaltenden Spekulationen um den aserbaidschanischen Erfolgstrainer ein für alle Mal zu beenden. Gegenüber dem aserbaidschanischen Presseportal Teleqraf fand Önder Özen deutliche Worte und räumte mit den Berichten auf, dass die Klubführung konkrete Schritte eingeleitet habe. Er stellte unmissverständlich klar: „Der Name des neuen Trainers steht noch nicht fest. Wir haben kein Interesse an Qurban Qurbanov und versuchen es auch nicht.“ Trotz der klaren Absage betonte der Fußballdirektor im selben Atemzug den Respekt vor der sportlichen Vita des 54-Jährigen, um keine diplomatische Verstimmung zu riskieren. Er fügte hinzu, dass Qurban Qurbanov ein sehr wertvoller, äußerst erfolgreicher Trainer sei und man großen Respekt vor ihm habe, „allerdings steht ein solches Thema derzeit nicht auf Besiktas-Tagesordnung. Abschließend möchte ich darauf hinweisen, dass der Verein davon nichts weiß und die verbreitete Nachricht nichts mit dem Verein zu tun hat.“

Die endgültige Entscheidung in Sardinien: Warum die Kaufoption für Sturmjuwel Semih Kilicsoy nicht gezogen wird
Parallel zur laufenden Trainersuche herrscht nun auch auf der Abgangsseite bezüglich einer der spannendsten Personalien des türkischen Fußballs absolute Planungssicherheit für die kommende Saison. Die Zukunft von Semih Kilicsoy in Cagliari ist nun sicher, da die Vereinsführung der Sarden eine fundamentale Entscheidung über die sportliche Zukunft des jungen Angreifers getroffen hat. Zu Beginn der laufenden Spielzeit hatten die Verantwortlichen das 20-jährige Stürmertalent mit einer Leihgebühr von einer Million Euro und einer Kaufoption von zwölf Millionen Euro an Cagliari Calcio verliehen, um ihm Spielpraxis in einer europäischen Top-Liga zu gewähren. Nun kam es zu einer rasanten Wendung im Poker um den Youngster. Italienischen Medienberichten zufolge wird der Serie-A-Klub die vereinbarte Kaufoption für den Angreifer definitiv nicht aktivieren, womit das Schicksal des Offensivakteurs besiegelt ist.
Die Entscheidung des italienischen Klubs deckt sich dabei vollkommen mit den persönlichen Absichten des Spielers, der ein weiteres Engagement im Ausland vorerst nicht anstrebt. Semih Kilicsoy will nicht in Cagliari bleiben und der junge Torjäger wird vor der neuen Saison zu Besiktas zurückkehren, um sich bei seinem Stammverein erneut im Rampenlicht zu präsentieren. Dabei hatte sich die Situation im Winter noch gänzlich anders dargestellt, als der italienische Klub öffentlich mit einer festen Verpflichtung liebäugelte. Cagliari-Sportdirektor Guido Angelozzi sagte Mitte Februar noch wörtlich: „Es wäre verrückt, ihn nicht fest zu verpflichten.“ Letztlich sprachen die nackten Zahlen im rauen italienischen Liga-Alltag jedoch eine andere Sprache, da der Youngster den endgültigen Durchbruch verpasste. Semih Kilicsoy, der für Cagliari insgesamt 25 Spiele in der Serie A und im italienischen Pokal bestritt, stand 1.089 Minuten auf dem Platz und steuerte vier Tore bei. Da der 20-jährige Angreifer einen weiteren Zweijahresvertrag bei Besiktas besitzt, planen die „Schwarzen Adler“ nun fest mit dem Rückkehrer im eigenen Offensivzentrum.


