Türkischer Fußball

Schock für Cüneyt Cakir: WM 2022 ohne türkische Beteiligung – FIFA nominiert erstmals Schiedsrichterinnen


Die FIFA gab am heutigen Donnerstagnachmittag bekannt, dass bei der Weltmeisterschaft in Katar, die vom 21. November bis 18. Dezember ausgetragen wird, insgesamt 36 Schiedsrichter, 69 Schiedsrichter-Assistenten und 24 Videoschiedsrichter aus sechs Konföderationen zum Einsatz kommen werden. Bemerkenswert für die Fußball-Türkei ist, dass neben der Nationalmannschaft, die in den Playoffs gegen Portugal ausgeschieden war, auch kein einziger türkischer Schiedsrichter am Start ist. Selbst Star-Referee Cüneyt Cakir, der 2014 und 2018 ein fester Bestandteil des Schiedsrichterkaders des Weltverbandes war, hat den Sprung verpasst. Somit wird die 22. Austragung dieses Turniers komplett ohne türkische Beteiligung stattfinden.

Nachwirkungen des Schiedsrichterskandals treffen Cakir hart

Experten gehen von den Nachwirkungen der Schiedsrichter-Ausbootung des türkischen Schiedsrichterausschusses (MHK) Anfang März aus und führen die Nicht-Nominierung des 45-Jährigen auf diese Entwicklung zurück. Vor rund einem Monat war die Rückkehr von Cakir durch den neuen Schiedsrichterausschuss um Sabri Celik geebnet worden, damit dieser weiterhin ein ernsthafter Kandidat für Katar bleibt. Doch der Fédération Internationale de Football Association reichte es allem Anschein nach nicht, sodass der gebürtige Istanbuler das Großereignis vor dem TV-Gerät verfolgen muss. Zum ersten Mal in der Geschichte wurden stattdessen Frauen als Schiedsrichterinnen in die Liste der Spielleiter/innen für die Weltmeisterschaft 2022 in Katar aufgenommen. Während Stephanie Frappart (Frankreich), Salima Mukansanga (Ruanda) und Yoshimi Yamashita (Japan) als Hauptschiedsrichterinnen zum Einsatz kommen werden, sind Neuza Back (Brasilien), Karen Diaz Medina (Mexiko) und Kathryn Nesbitt (USA) als Schiedsrichter-Assistentinnen eingeplant.

Collina mit Anspielung auf „hohe Qualität“

Pierluigi Collina, Vorsitzender der FIFA-Schiedsrichterkommission, kommentierte die Ernennungen mit folgenden Worten: „Unser wichtigstes Kriterium bei der Auswahl von Schiedsrichtern für die Weltmeisterschaft war immer hohe Qualität und dementsprechend, dass die besten Namen aus der ganzen Welt an dem Turnier teilnehmen. Einer der Hauptgründe für den Erfolg der Weltmeisterschaft 2018 war das hohe Niveau der Spielleitung. Beim Turnier in Katar werden wir unser Bestes geben, um die Messlatte noch höher zu legen.“





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