Fenerbahce

Ümit Ozat: “Ich wäre Fenerbahces Maldini gewesen”

Aktuell trainiert Ümit Özat den bosnischen Klub NK Celik Zenica. Der 43-jährige Übungsleiter erklärte im Liveinterview auf dem Instagram-Account des türkischen Sportblattes “Fotomac”, dass er versprochen habe, eines Tages als Trainer zu seinem Ex-Verein Fenerbahce zurückzukehren. Zudem unterstrich der frühere Linksverteidiger die Bedeutung des heutigen Systemsfußballs: “Egal wohin man in Europa geht, überall gibt es ein System. Wenn man sich in einem anderen Land an das System des Klubs anpassen kann, dann kann man erfolgreich sein. Guardiola gewann mit Barcelona die Champions League, aber mit Bayern München konnte er die Königsklasse nicht gewinnen.”

Gute Gründe, warum ausländische Top-Trainer in der Türkei ohne Titel bleiben

Die Lage der Trainer in der Türkei bewertete der 41-malige türkische Nationalspieler wie folgt: “Klopp, Guardiola, Mourinho. Wenn sie in die Türkei kämen, könnten wir ihnen nicht dieselben Möglichkeiten bieten. Bei Misserfolgen wären dann alle mehr als enttäuscht. Trainer, die in Europa erfolgreich waren, können in der Türkei nicht erfolgreich sein, weil ihnen nicht die gleichen Möglichkeiten zur Verfügung stehen. Danach verlassen sie mit viel zu viel Geld wieder das Land.”

Lob für Galatasaray – Kritik an Leistungswahrnehmung in der Türkei

Als türkischen Vorbildverein nannte Özat ausgerechnet Fenerbahces Erzrivalen Galatasaray: “Die Vereinsstruktur von Galatasaray sollte allen als Vorbild dienen. Sie stehen stets hinter dem Trainer. Als (Mircea) Lucescu Fatih Terim beerbte, hat er die Meisterschaft verpasst. Dennoch hielt der Vorstand an ihm fest und er wurde erfolgreich.” Zu seiner eigenen Spielerzeit bei Fenerbahce hatte Özat ebenfalls Interessantes zu sagen: “Selbst nach einem Spiel, als ich drei Assists verbuchte, hieß es, Fenerbahce hat ein Linksverteidiger-Problem. Ich bin ohnehin ein hässlicher Mann, aber wäre ich blond gewesen und hätte einen Ohrring getragen, wäre ich Fenerbahces Maldini geworden.”

Kritik bezüglich Mentalität in Kadiköy

Zum Abschluss kritisierte Özat die Mentalität bei Fenerbahce sowohl in Bezug zum großen Lokalkonkurrenten Galatasaray als auch zum Personaleinsatz im Teamkader des Klubs aus Kadiköy: “Wir müssen endlich den Gedanken ‘lasst uns Galarasaray besiegen, dann ist es auch egal, wenn wir kein Meister werden’, ablegen. Im Jahr 1996 bezwingt man Galatasaray mit 4:0, aber Galatasaray wird Meister. Hätte man lieber nicht gewonnen und dafür den Titel geholt.”

Özat weiter: “Fenerbahce braucht einen Sportdirektor mit Sachverstand. Man hat so viele Innenverteidiger im Team und trotzdem spielt Jailson auf der Position. Man schickt Emre mit 32 weg und holt in mit 36 Jahren zurück. Das Trikot von Fenerbahce bedeutet schon zwei Punkte. Wenn die Spieler nicht noch einen Zähler holen können, dann sollen sie mit dem Fußball aufhören. Falls Fenerbahce nicht mit einem Punkteschnitt von zwei Zählern spielt, dann gibt es ein Problem. Ich darf kein Amt bei Fenerbahce bekommen, weil ich Ümit bin oder der Kapitän war, sondern weil ich es verdiene. Ich habe das Versprechen gegeben, dass ich eines Tages Trainer von Fenerbahce sein werde, aber wir werden sehen.”

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Hürriyet.de-Redaktion