Türkischer Fußball

Nach 6:0-Kantersieg über Gibraltar: Türkei-Chefcoach Stefan Kuntz ist stolz!


„Morgen benötigen wir sowohl einen Sieg als auch viele Tore, um die Gegner in der Tabelle unter Druck zu setzen“, waren die Worte von Kerem Aktürkoglu in der Pressekonferenz. Mit dem 800. Treffer in der Geschichte der türkischen Nationalmannschaft leitete der Flügelflitzer ein sehr wichtiges 6:0-Schützenfest über Gibraltar ein und bestätigte seine aktuelle Form (zum Spielbericht). Nach der Partie war der 23-jährige Youngster auch aufgrund des Punktverlustes Norwegens gegen Lettland sehr glücklich und träumte bereits von der direkten WM-Teilnahme. „Ich habe vorhin erst erfahren, dass mir der 800. Treffer geglückt ist. Verbunden mit der aktuellen Situation ist es ein sehr bedeutendes Tor. Wir haben heute als Team eine sehr gute Leistung gezeigt. Burak Yilmaz hat mit seinen Assists für das Team gespielt. Wir haben trotz der Ausgangslage sehr vorsichtig agiert und am Ende das nötige Ergebnis eingefahren. Nun gibt es auch noch die Begegnung zwischen der Niederlande und Norwegen. Vielleicht qualifizieren wir uns ja als Gruppenerster für die Endrunde“, so der Rechtsfuß.

Berkan Kutlu sorgt für Verwirrung auf dem Platz

Mert Müldür, der nach dem Pausentee für Zeki Celik in die Partie kam und den 6:0-Endstand per Kopf besiegelte, verriet, dass Berkan Kutlu nach seiner Einwechslung in der 82. Minute für Verwirrung auf dem Platz sorgte. „Wir waren uns dessen bewusst, dass wir höher gewinnen mussten. Unser Coach hat uns gesagt, dass wir angreifen sollen. Natürlich bin ich sehr glücklich über meinen ersten Treffer im rot-weißen Dress. Außerdem haben wir uns über den Punktverlust der Norweger sehr gefreut. Allerdings hat uns Berkan nachdem er ins Spiel kam ein wenig Angst eingejagt, als er sagte, dass Norwegen in Führung gegangen ist.“ Einziger Wermutstropfen ist die Gelbe Karte, die sich der gebürtige Wiener kurz nach seinem Treffer abholte. Nun muss er das letzte Gruppenspiel von der Tribüne aus verfolgen. Ridvan Yilmaz, der gemeinsam mit Müldür den Platz nach dem Seitenwechsel betrat, war mit seinen zwei Assists und seinen offensiven Läufen einer der Lichtblicke des Abends. „Wir wussten heute was zu tun ist und haben das erfolgreich umgesetzt. Mein Coach sagte mir, dass ich mich offensiv mit einbringen soll. Schließlich gelangen mir zwei Vorlagen. Nun werden wir im letzten Match alles geben“, so der 20-jährige Linksverteidiger.

Stefan Kuntz ist stolz auf „Bizim Cocuklar“

„Ich bin stolz auf meine Spieler. Es war eine große Freude ihnen von der Seitenlinie aus zuzusehen“, waren die Anfangsworte des türkischen Nationaltrainers Stefan Kuntz nach Spielende. „Wir haben wirklich alles versucht. Flache Flanken, hohe Flanken und manchmal haben wir uns zurückgezogen, damit sich Lücken in der Defensive des Gegners ergeben. Wir wollten unserem Gegner heute Schwierigkeiten bereiten. Das ist uns gelungen. Zudem konnte ich die Mentalität meiner Mannschaft sehen. Wir haben aber noch ein Spiel und müssen ruhig bleiben. Ich denke, dass es für uns alle ein gutes Ergebnis ist“, so der 59-jährige Übungsleiter. Die Einwechslungen von Müldür und Yilmaz, die maßgeblich am Hochschrauben des Ergebnisses beteiligt waren, bezeichnete der gebürtige Neunkirchner als „keine schlechte Idee“ und fügte hinzu: „Ich muss gestehen, dass ich ich mich bei der Kaderauswahl zu heute besonders schwergetan habe. Das liegt daran, dass alle unter der Woche sehr gut trainiert haben.“ Bereits in der Pressekonferenz hatte Aktürkoglu schon vom Türkisch-Unterricht seines Teamchefs gesprochen. Angesprochen auf dieses Thema entgegnete Kuntz: „Ich hatte nun schon vier Unterrichtsstunden. Zu meiner aktiven Zeit war ich kein guter Schüler. Ich hoffe, dass sich das verbessert hat. Zumindest kann ich dem Team auf Türkisch schon sagen, dass ich nach dem Essen mit ihnen sprechen möchte.“

Merih Demiral glaubt an die WM-Teilnahme

Merih Demiral zeigte sich im Post Match-Interview sehr hoffnungsvoll für Katar 2022: „Wir haben von Beginn an versucht den ersten Treffer zu erzielen. Erst haben wir uns ein wenig schwergetan. Aber der Platzverweis hat unsere Aufgabe vereinfacht. Wir sind sehr glücklich. Endlich ist mir nach den Eigentoren auch mein erster Treffer im gegnerischen Kasten gelungen. Wir glauben daran, dass wir uns für die WM qualifizieren werden.“ Halil Dervisoglu schloss sich den Worten seiner Teamkollegen an und unterstrich in seinen Aussagen den Vorteil, den man sich ergattert hat: „Wir sind als Mannschaft sehr glücklich und fokussiert. Nun sind wir auf dem zweiten Tabellenplatz. In drei Tagen steht ein noch wichtigeres Match an. Hoffentlich gewinnen wir auch am Dienstag und qualifizieren uns als Erster oder Zweiter. Es ist wichtig, dass der Vorteil nun in unserer Hand liegt.“




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