Süper Lig

TFF schafft Auswärtstorregel ab, nennt Datum für TV-Rechte-Vergabe und will Torlinientechnologie


Vor dem Saisonstart der Süper Lig am Freitagabend nannte TFF-Präsident Nihat Özdemir die wichtigsten Ziele des Verbandes für die türkische Liga. Als Gast bei einer Livesendung des derzeitigen TV-Rechteinhabers „beIN SPORTS“ erklärte der 71-Jährige, welche konkreten Veränderungen auf den türkischen Fußball zukommen. Zunächst äußerte sich der Verbandschef zur Zulassung von Zuschauern in die Stadien: „Eigentlich sollten für uns negative PCR-Tests ausschlaggebend und ausreichend sein. Als wir dies beschlossen, lagen die positiven Fallzahlen im Land am Tag unter 5.000. Nun sind sie wieder deutlich gestiegen und liegen täglich leider über 27.000. Daher hat das Gesundheitsministerium beschlossen nach den ersten drei Spieltagen und der darauffolgenden Länderspielpause nur noch vollständig geimpften und immunisierten Zuschauern den Eintritt ins Stadion zu gewähren. Aktuell sind 50 Prozent der Stadionkapazitäten für Fußball-Fans freigegeben. Eventuell können wir dies vor diesem Hintergrund im Laufe der Saison auf 75 Prozent erhöhen.“

Neue Ausländerregelung greift – Schlechter Rasen führt zur Stadionsperre

Özdemir erinnerte daran, dass in der Saison 2021/22 nur acht ausländische Spieler gleichzeitig auf Platz stehen dürfen. Sechs weitere ausländische Akteure können im Spielkader stehen und eingewechselt werden. Überdies stehe die Rasenpflege von nun an unter ständiger Beobachtung. Sollten die Platzverhältnisse der Teams nicht den vorgegebenen Standards entsprechen, müssen die betroffenen Klubs ihre Partien in einem anderen Stadion austragen, bis der Rasen wieder in einem guten Zustand ist. Die Prüfungen der Rasenplätze sollen dabei wöchentlich statt monatlich stattfinden.

Abschaffung der Auswärtstorregel und Einführung der Torlinientechnik

Des Weiteren erklärte Özdemir, dass man den Vorgaben der UEFA folgen und die Auswärtstorregel in den TFF 1. Lig-Playoffs und den Viertel- sowie Halbfinalspielen des türkischen Pokals abschaffen werde. Man sei eines von 55 Mitgliedsländern der UEFA und von daher sei diese Umsetzung nur konsequent. Außerdem wünsche sich der türkische Verband neben dem Videoassistenten (VAR) die Einführung der Torlinientechnik: „Es kommt nicht häufig vor, dass man so eine Entscheidung treffen muss, aber es kann jederzeit passieren. Alles ist möglich. Auch für unsere Ligen könnte die Torlinientechnologie eingeführt werden. Wir als TFF erhoffen uns den Einsatz bei unseren Spielen. Hoffentlich können wir dies zeitnah realisieren“, so Özdemir.

Deadline: Özdemir nennt Stichtag zur Vergabe der TV-Rechte

Abschließend äußerte sich Özdemir aus Sicht der türkischen Fußball-Fans zum vielleicht interessantesten Thema, den TV-Rechten beziehungsweise der geplanten Neuvergabe: „Wir haben das vierte Jahr unserer Zusammenarbeit mit Digiturk abgeschlossen. Wir haben einen Vertrag in unserer Hand. Dieses Jahr ist das letzte Jahr. Für diese Thematik haben wir eine aus neun Personen bestehende Kommission gegründet. Die Arbeit hat begonnen. Vor dem 31. Dezember werden wir die TV-Rechte neu vergeben. Wer den Zuschlag bekommt, werden wir sehen. Je besser und höher die gebotene Summe ist, desto mehr können unsere Klubs und der türkische Fußball davon profitieren. Alle sagen nur, wir hatten Probleme mit dem TV-Rechteinhaber. Das stimmt aber nicht. Vergleichbare Schwierigkeiten gab es auch in anderen europäischen Ligen. Zwölf Vereine wollten eine Super League gründen. Zum Glück ist dies misslungen. Einige Vereine haben Bedenken, was die TV-Rechte betrifft. Wir sind mit Digiturk nun im finalen fünften Jahr und sie haben bislang alle Zahlungen vorgenommen. Hoffentlich jetzt auch bereits die erste für die neue Saison, so dass wir die Prämien nicht nur an die Süper Lig-, sondern auch TFF 1. Lig- und TFF 2. Lig-Klubs auszahlen können.“




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1 Kommentar

  1. 14. August 2021 um 11:38 —

    Ich finde diesen Nihat Özdemir absolut unverschämt, seine Überheblichkeit und pure Arroganz steht mir total zum Halse raus.

    Den neuen TV Rechtevertrag hat nicht die inkompetente TFF auszuhandeln, sondern die türkische Klubvereinigung. Und das mit „Digitürk“ bzw. beIN Sports in den vergangenen 5 Jahren alles gut abgelaufen ist, ist ja mal eine glatte und unverschämte Lüge.

    Soviel ich weiss wurden hier von beIN Sports vertraglich zugesichterte Millionen von Euros unterschlagen, zu spät bzw. gar nicht ausgezahlt. Zwischen der TFF und beIN Sports wurde ein TV Vertrag über 5 Jahre für eine Gesamtsumme von 2,5 Milliarden Euro geschlossen und davon wurden ca. 700 Millionen Euro nicht ausgezahlt und dieser Özdemir tut so, als wäre hier alles Friede, Freude, Eierkuchen.

    Und das man zur neuen Spielzeit keine Kritik mehr am Rechteinhaber üben darf ohne mit drakonischen Strafen seitens des TFF belegt zu werden zeigt mir zumindest, dass diese Drecks TFF ganz klar die Interessen von beIN Sports und nicht die der türkischen Vereine schützt und dieser Nihat Özdemir ist der schlimmste von allen.

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