Süper Lig

Süper Lig-Teams warten auf ihr Geld – beIN SPORTS erfüllt Zahlungspflicht nicht

Der Rechteinhaber „beIN SPORTS“ ist offenbar nicht seiner Zahlungspflicht aus dem TV-Vertrag mit der Spor Toto Süper Lig und dem TFF nachgekommen. Die türkischen Klubs haben bereits den nationalen Fußballverband TFF eingeschaltet, um die Zahlungsaufforderung der 18 Ligavereine zu übermitteln.

Tagung der Süper Lig-Klubs unter keinem guten Stern

Nach einem Treffen der Vereinigung der Süper Lig-Klubs, der auch Vertreter des TFF, wie Servet Yardimci, Erhan Kamisli, Mehmet Baykan und Kadir Kardas beiwohnten, erklärte der Präsident der Klubvereinigung, Fikret Orman, dass die türkischen Teams auf die vertraglich zugesicherten Zahlungen warten: „Heute hatten wir ein wichtiges Meeting. Der offizielle TV-Rechteinhaber der Spor Toto Süper Lig, beIN SPORTS hat seit Mitte letzter Saison einige finanzielle Forderungen.

Heute haben wir diese Forderungen mit den 18 Ligavereinen und den TFF-Vertretern erörtert. In Anbetracht der wirtschaftlichen Lage unserer Vereine sind wir übereingekommen, dass beIN SPORTS keinerlei Gründe für solche Forderungen besitzt. Wir fordern daher, dass die verspäteten und vertraglich zugesicherten Zahlungen an die Vereine unverzüglich vorgenommen werden. Wir haben beschlossen, dass der TFF unsere Forderung an beIN SPORTS direkt übermittelt. Nach langen Diskussionen und Überlegungen haben wir unseren Standpunkt gegenüber dem TFF deutlich gemacht“, so Orman.

Vereine auf TV-Gelder angewiesen

Überdies betonte Orman, dass vor Saisonbeginn ein Vorschuss geleistet werde. Auch dies sei vertraglich vereinbart. Auch nach Ablauf einer 15-tätigen Frist sei diese nicht geleistet worden. Danach seien weitere zehn Tage ergebnislos verstrichen. Man verlange die Erfüllung der Leistungen, die vertraglich zugesichert worden, so der Klubchef von Besiktas. Der 51-Jährige erklärte zudem, dass man keine Vertragsauflösung mit dem derzeitigen TV-Rechteinhaber möchte. Die TV-Gelder seien aber eine der, wenn nicht sogar die wichtigste Einnahmequelle vieler Klubs. Davon werden Spielergehälter bezahlt, die nicht selten in Euro sind. Die Präsidenten der Süper Lig-Vereine hätten die finanzielle Situation unmissverständlich dargelegt.

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6 Kommentare

  1. 17. Juli 2019 um 13:53

    Ha, das habe ich ja völlig vergessen….

    Zu den vertraglichen Verpflichtungen zählt auch, das man an einer PK teilnimmt oder dem Rechteinhaber nach Spielschluss ein Interview gibt. Hier kann man sich nicht so einfach wie ein EY oder Aykut Kocaman der PK verweigern, nicht erscheinen oder eine einminütige Rede abhalten ohne Fragen zu beantworten um einpaar Beispiele zu nennen.

    Man kann auch zu einem Interview keinen Spieler von der Bank wie Demirel schicken so geschehen nach dem TS Spiel in Kadiköy damit er dann irgendwelche völlig bescheuerten Interviews gibt und dann am Saisonende 100% Geld vom Rechtsinhaber für all das verlangen oder?

    Ich bleibe dabei, vertragliche Verpflichtungen gelten für beide Parteien und wenn sich der Verkäufer (Süperligvereine) nicht an die vertraglichen Absprachen hält, dann hat der Kunde (beIN) Sports auch das Recht auf Schadensersatz oder finanzielle Kürzungen.

  2. 17. Juli 2019 um 12:54

    @efsane07 Es tut mir leid, aber was du schreibst ergibt einfach keinen Sinn, ein TV-Vertrag hat nichts mit den gebotenen Leistungen zu tun. Sondern ausschließlich mit dem Recht exklusiv die Spiele der Süper Lig übertragen zu dürfen.

    Nach deiner These, dürfte ich nach einen langweiligen 0-0 bei Bayern gegen BVB mit 1-0 Torschüssen und 0-0 Ecken bei Sky anrufen und sagen das Spiel hat mir Inhaltlich nichts geboten ich will mein Geld zurück?

    Beide Parteien die TV-Gruppe sowohl der Endkunde kaufen das Recht, das Spiel zu sehen, nicht mehr – nicht weniger. Alles andere ist nicht von Belang.

    Mfg

    • 17. Juli 2019 um 13:03

      sehe ich genauso

      Zudem würde mich interessieren, warum das passiert. Warum erfolgen keine Zahlungen?

    • 17. Juli 2019 um 13:41

      Ein abgeschlossener Vertrag gilt doch für beide Seiten sind wir uns hier alle einig? Wenn eine Dienstleistung in diesem Fall Fussball nicht den erwarteten Qualitätsstandards entspricht bzw. deine eigene Marke beschädigt, dann kann man doch für diese nicht gebotene Leistung 100% verlangen oder?

      Stell Dir vor du kaufst Dir ein Auto für 50.000 Euro, dann wird zwischen dem Händler und Verkäufer ein Vertrag abgeschlossen dogrumu? Jetzt merkst du als Käufer, das du keine 200 PS hast sondern nur 100 PS, das der Motor keine 10 Liter Benzin schluckt sondern 20, das das verkaufte Auto absolut nicht den Bedingungen des abgeschlossenen Vertrages entspricht.

      Dann hast du doch als Geschädigter auch das Recht nicht die volle Summe zu bezahlen oder zumindest Schadensersatz zu fordern oder?

      Anderes Beispiel….

      Du schließst einen Handyvertrag mit deinem Anbieter ab und zahlst im monat 25 Euro für 10GB, Telefonieflat und SMS Flat. Jetzt stellst du fest, das du nach 2GB Internetsurfen gedrosselt wirst bzw. nur noch Edge hast und das ganze nicht mehr so funktioniert wie versprochen. Hast du dann als Kunde nicht das Recht das zu kritisieren und den Geld zurückzufordern?

      Genauso sehe ich die Position von beIN Sports in dieser Angelegenheit, die haben für eine Dienstleistung gennat Fussball eine hohe Summe gezahlt und haben diese Dienstleistung in der erhofften Form nicht erhalten, deshalb haben sie als Kunde auch das Recht hier finanzielle Kürzungen zu fordern oder?

  3. 17. Juli 2019 um 10:08

    Die Qualität der türkischen Liga war auch vorher bekannt.

    Das Spiele zwischen GS und FB fußballerisch grauenhaft sind, ist nicht erst seit beIN so. GS hat alle zehn Jahre Erfolg in Europa und FB alle 100.

    Da ist beIN selbst Schuld, wenn die für solch eine Liga so einen Vertrag abschließen. War von vornherein klar, dass es ein Mega Minusgeschäft für beIN wird.

    Vertrag ist Vertrag also muss beIN auch zahlen!

  4. 17. Juli 2019 um 9:43

    Also ich bin hier ehrlich zu euch, für den schlechten Fussball in der Süperlig würde ich auch kein Geld auf das Konto der Vereine überweisen.

    Wenn ich schon solche Sachen lese, wie „vertragliche Verpflichtungen nachkommen“ dann gilt das doch wohl für beide Parteien oder etwa nicht?

    Haben denn hier die Süperlig Vereine ihre vertraglichen Verpflichtungen eingehalten und Fussball auf dem Platz gezeigt um jetzt dafür Geld zu verlangen?

    Zum Beispiel das letztjährige Derby GS gegen FB, war das ernsthaft ein Fussballspiel oder doch eher eine wilde Rauferei das mit Fussball absolut nichts zu tun hatte und wie kann man dafür von beIN Sports ernsthaft Geld verlangen?

    Hier bin ich der Meinung, das dieses Spiel die Marke beIN Sports beschädigt hat. Ich meine du kaufst die Übertragungsrechte für „Fussball“ und siehst was anderes wie eine wilde und organisierte Rauferei also dafür würde ich wie gesagt auch kein Geld bezahlen.

    Ha, übrigens habe ich da schon vorher weggeschaltet gehabt, deshalb kann ich jetzt die Reaktion von beIN Sport absolut nachvollziehen.

    Zuerst müssen die türkischen Mannschaften und Spieler ihren Verpflichtungen nachkommen und Fussball auf dem Platz zeigen, anschließend müssen sie diese Schauspielerei, Meckerei, Foulerei, Zeitspiel und sonstiges unsportliche Verhalten ablegen und auch endlich mal anfangen Fussball zu spielen.

    Und wenn sie allen diesen Verpflichtungen nachgekommen sind, dann und nur dann können sie von beIN Sports Geld dafür verlangen, fürs Nichtstun haben sie m.M.n. kein Geld vom Rechteinhaber verdient, hier habe ich eine glasklare Meinung zu diesem Thema.