Türkischer Fußball

Spuckskandal: Welle der Empörung schlägt Schalkes Ozan Kabak entgegen


Aktuell läuft es alles andere als gut für den türkischen Nationalspieler Ozan Kabak. Der 20-jährige Innenverteidiger aus Ankara verlor mit dem FC Schalke 04 die ersten beiden Saisonspiele in der Bundesliga klar (1:11 Tore), verschuldete Gegentreffer und Elfmeter, flog mit einem Platzverweis vom Platz und steht nun durch eine unbedachte Aktion massiv in der Kritik.

Was war passiert? 

Am Samstagnachmittag trafen die Gelsenkirchener in der Veltins-Arena mit Kabak in der Startelf auf den SV Werder Bremen. Die Begegnung verloren die “Knappen” mit 1:3, doch die Niederlage wurde von einer Aktion Kabaks überschattet. In der ersten Halbzeit stoppte Kabak seinen Gegenspieler Ludwig Augustinsson mit einem Foul. Dann fingen die TV-Bilder ein, wie der junge Türke in Richtung des am Boden liegenden Schweden spuckte. In den sozialen Medien wurde die Aktion als absolut unsportliche Geste gewertet und zu Zeiten der Corona-Pandemie besonders hart kritisiert.

Doch damit nicht genug. Der frühere Galatasaray-Spieler verursachte in der 58. Minute einen Elfmeter, den Hattrick-Schütze Niclas Füllkrug zum zwischenzeitlichen 3:0 für die Bremer verwandelte. In der 84. Minute flog Kabak schließlich mit Gelb-Rot vom Platz. Der Anschlusstreffer von Mark Uth in der dritten Minute der Nachspielzeit war nur noch Ergebniskosmetik, konnte aber nicht mehr von Kabaks Szene aus der ersten Halbzeit ablenken.

Kabak entschuldigt sich – Augustinsson vermisst Fairplay

Nach der Partie entschuldigte sich Kabak öffentlich via Social Media-Statement bei Augustinsson für sein Handeln und beteuerte, dass keine böse Absicht dahintersteckte. Die Situation sei ein Unfall gewesen und die Kameraaufnahmen könnten täuschen. Er habe nicht die Absicht gehabt, in dessen Richtung zu spucken. Eine derart unsportliche Handlung habe Kabak in seiner gesamten Karriere nicht vorgenommen und werde es auch in Zukunft nicht tun. Es sei ein großes Unglück. Dennoch entschuldige er sich bei seinem Gegenspieler.

(Ex-)Schalke-Trainer David Wagner erklärte, dass er nicht daran glaube, dass Kabak Augustinsson absichtlich angespuckt habe: “Ich kenne Ozan und weiß um seinen Charakter. Ich bin zu 100 Prozent sicher, dass es keine Absicht war. Ich werde später mit ihm darüber sprechen.” Auch das Opfer der unschönen Szene, Ludwig Augustinsson, äußerte sich zum Vorfall: “Während des Spiels habe ich die Situation nicht bemerkt. Aber es ist alles andere als schön. So funktioniert Fairplay nicht. Ozan hat später die Rote Karte gesehen und wir haben gewonnen”, so der 26-Jährige.

In den deutschen Medien wird berichtet, dass im Fall einer Untersuchung durch den DFB auf Kabak eine langfristige Sperre von mehreren Spielen zukommen könnte.

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Hürriyet.de-Redaktion

3 Kommentare

  1. Avatar
    27. September 2020 um 11:53 —

    Da freue ich mich, dass ein Jugendspieler von Gala endlich mal wieder groß rauskommt und dann sowas. Jetzt sind schon zwei Spieler von uns charakterlich scheiße aufgefallen (zusammen mit Arda). Was ist bloß los? Legt man bei uns im Jugendbereich keinen Wert auf einen anständigen Charakter und erzieht die Jungs dementsprechend?

  2. Avatar
    27. September 2020 um 10:59 —

    Als Münchner denke ich, das das ganze mit der münchner Prügelaktion in Form vom 8:0 zusammenhängt, wenn man als Abwehrspieler 8 Mal in 90 Minuten auf die Fresse kriegt, dann erholt man sich davon nicht so leicht und sieht im nächsten Spiel gegen Bremen immer noch leicht benommen irgendwelche Sterne vor Augen.

    Ich vermute mal, das er seinen Gegenspieler in seinem geschwächten mentalen Zustand in dieser Szene mindestens doppelt und dreifach gesehen hat, da kann man dann die eigene Spuckrichtung dann auch etwas verfehlen und spuckt dann automatisch wie ein Lama den am Boden liegenden Gegenspieler an dogrumu Ozan?

  3. Avatar
    27. September 2020 um 10:41 —

    Was denn? Wir Hamburger machen sowas jeden Tag. Die Bremer haben es nicht anders verdient 😛

    Nein, mal im Ernst. Sowas passt nicht zu Kabak. Eigentlich ist er ein ruhiger Typ. Vielleicht ist er gefrustet, dass es bei Schalke nicht läuft. Oder er wollte weg und Schlacke lässt ihn nicht. Oder dieser Spieler hat ihn andauernd provoziert.

    Egal was, sowas gehört sich trotzdem nicht. Hoffentlich wird das schnell vergessen.

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