Süper Lig

Spielabbruch: Basaksehirs Champions League-Abenteuer endet mit Rassismus-Eklat


Für Medipol Basaksehir ist die Europapokal-Saison offiziell beendet. Leider war es ein skandalumwittertes Ende. Der türkische Meister wollte sich zum Abschluss gegen den letztmaligen UEFA Champions League-Finalisten Paris Saint-Germain mit einem guten Resultat verabschieden. Doch die Begegnung wurde durch Rassismus-Vorwürfe der Istanbuler bezüglich ihres Co-Trainers Pierre Webo vorzeitig abgepfiffen. Basaksehir weigerte sich die Partie fortzusetzen und zog sein Team vom Spielfeld zurück. Auch die Spieler von PSG taten es ihren türkischen Gästen gleich. Zuvor hatte Webo die Rote Karte gesehen, obwohl der Kameruner Opfer rassistischer Äußerungen seitens des vierten Unparteiischen Sebastian Coltescu geworden sei. Zum genauen Sachverhalt dürften sich die Betroffenen zeitnah noch äußern.

UPDATE: Medipol Basaksehir-Präsident Göksel Gümüsdag erklärte gegenüber „TRT Spor“, dass man die Begegnung nicht fortsetzen werde, wenn der vierte Unparteiische nicht das Spielfeld verlässt. Stürmer Demba Ba führte indes einen hitzigen Dialog mit dem Assistenten.

UPDATE II: Die UEFA erwägt das Spiel durch Austausch des vierten Schiedsrichters fortzusetzen. Meldungen zufolge wollen Demba Ba und Carlos Ponck die Umkleidekabine nicht verlassen und weiterspielen. Die restlichen Teamkollegen würden ebenfalls nicht weitermachen, wenn ihre Mannschaftskameraden nicht einverstanden sind zu spielen.

UPDATE III: Die Begegnung wird am morgigen Mittwoch, den 9. Dezember, an der Stelle fortgesetzt, an der sie unterbrochen wurde. Das Schiedsrichtergespann soll komplett ausgetauscht werden. Angesetzt ist das Spiel für 18:55 Uhr (MEZ).

Aufstellungen

Paris Saint-Germain: Navas – Florenzi, Marquinhos, Pereira, Kimpembe, Bakker – Paredes, Rafinha, Verratti – Neymar, Mbappe

Medipol Basaksehir: Günok – Rafael, Ponck, Topal, Kaldirim – Özcan, Tekdemir, Kahveci, Türüc – Gulbrandsen, Ba

Tore: – Fehlanzeige

Gelbe Karten: Tekdemir, Rafael (Basaksehir)





Vorheriger Beitrag

GazeteFutbols Europa-Tour: Atabey Cicek trifft für Westerlo, Milan bleibt Tabellenführer

Nächster Beitrag

Spiel-Fortsetzung in Paris: Neymar schießt Basaksehir ab

3 Kommentare

  1. 9. Dezember 2020 um 9:09

    Haa, zu Pierre Webo möchte ich noch eins sagen….

    Come to Fenerbahce, da wir seit Jahren nicht mehr an der CL teilnehmen, kann Dir so ein Scheiß bei uns nicht passieren, Akbil’de ne isin var yaa…..

  2. 9. Dezember 2020 um 0:19

    Wie kann so jemand wie dieser vierte Offizielle der solche Gedanken hegt nur Schiedsrichter werden und auch noch ein UEFA CL Spiel leiten?

    So einer darf doch nie wieder als Schiedsrichter arbeiten, ich finde es sowieso total untragbar, das insbesondere in Osteuropa soviele rassistische Brüllaffen auf den Tribünen rumhüpfen und jetzt ist einer dieser Affen von seinem Baum runtergeklettert und an der Seitenlinie als UEFA Schiedsrichter unterwegs oder wie?

  3. 8. Dezember 2020 um 22:15

    Skandal in der höchsten Europäischen Liga, und das unter dem Deckmantel der UEFA – schön ein „No to racism“ propagieren (und im Stadion beschildern) und solche Trottel als „Offizielle“ einsetzen.

    Egal ob nun das Wort „Negru“ im rumänischen schwarz bedeutet:

    1. Der offizielle hat dem Schiedsrichter zu unterrichten, das einer der Betreuer sich unverhältnismäßig geäußert hat – entweder mit Namen und wenn nicht bekannt, dann mit eindeutiger Zuweisung-> direkt vor der Person positionieren und eindeutig zeigen.

    2. die Amtssprache in internationalen Spielen ist englisch und da ist die Bedeutung des Wortes eindeutig diskriminierend (wenn auch anders geschrieben, der Wortlaut ist eindeutig)

    Bin gespannt wie der Saubermann UEFA sich da rausreden will.