Fenerbahce

Nächstes Jahr ohne Meistertitel: Fenerbahce hängt weiter in den Seilen

Die Marschroute nach der völlig verkorksten Saison 2018/19 war bei Fenerbahce klar. Trotz der finanziell miserablen Lage dank Koc-Vorgänger Aziz Yildirim konnten Damien Comolli und Ali Koc Spieler wie u.a. Max Kruse, Luiz Gustavo, Vedat Muriqi und Altay Bayindir nach Kadiköy locken, die die Gelb-Marineblauen am Ende der Saison zum 20. Meistertitel führen sollten. In die Karten der „Kanarienvögel“ spielte zudem, dass man europäisch nicht vertreten war und somit nur zwei Wettbewerbe zu stemmen hatte. Die Zielsetzung an Ersun Yanal war somit unmissverständlich: Die Meisterschaft in der Süper Lig.

Ersun Yanal verspricht von Tag eins an den Titel

Coach Yanal demonstrierte das neue Selbstbewusstsein von Fenerbahce mit vollmundigen Sprüchen. Immer wieder betonte der Ex-Trainer, dass Fenerbahce den Titel quasi schon sicher habe. Auch der Saisonstart mit überzeugenden Siegen gegen u.a. Gaziantep FK (5:0) und Medipol Basaksehir (2:1) verlief nahezu optimal, so dass die Euphorie in Kadiköy kaum noch Grenzen kannte. Allerdings hatte man die Rechnung ohne die Auswärtsspiele gemacht, in denen die Yanal-Elf massenweise Punkte liegen ließ und die Hinrunde mit gerade mal schwachen 31 Punkten beendete. Hoffnung machten dabei zumindest die spielerischen Darbietungen der Mannschaft. Fenerbahce führte zum Ende der Hinrunde sämtliche Statistiken in der Süper Lig an und spielte zudem gefälligen Offensivfußball.


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Fenerbahce fegt Basaksehir weg – anschließend folgt der Einbruch

So war man vereinsintern geschlossen der Meinung, dass sich das Team um Kruse & Co. Woche für Woche steigert und lediglich die Chancenverwertung in der Fremde verbessert werden muss. Spätestens nach dem grandiosen 2:0-Heimsieg über Basaksehir galt Fenerbahce kurzzeitig als das spielstärkste Team der Liga. Doch anschließend folgte die große Ernüchterung. Seit sieben Spielen wartet Gelb-Marineblau inzwischen auf einen Sieg. In der Zwischenzeit traten Sportdirektor Damien Comolli und ein völlig ausgebrannter Ersun Yanal zurück, eine sinnvolle Lösung auf der Trainerbank gibt es bis dato immer noch nicht. Abgesehen davon, dass das Team mit vielen Verletzungen und Sperren kämpfen musste und dementsprechend verunsichert ist, brachen sich die Gelb-Marineblauen letzten Endes selbst das Genick. Immer wieder wurden von der Vereinsführung nach Punktverlusten die Schiedsrichter verantwortlich gemacht, so dass am Ende auch die Spieler auf diesen Zug aufsprangen und ihre Entschuldigungen für die schlechten Resultate bereits parat hatten.

Fazit: Nur der ZTK kann die Saison noch retten

Das Ende der Geschichte, obwohl die Süper Lig-Saison derzeit pausiert: Trotz unglaublich schweren Rahmenbedingungen hat es Ali Koc geschafft ein Team aufzubauen, das um den Titel hätte mitspielen können. Interne Querelen sowie zu wenig Selbstkritik haben schlussendlich aber dafür gesorgt, dass man auch in der Saison 2019/20 kein türkischer Meister wird. Die einzige Chance die Spielzeit einigermaßen zu retten ist der Gewinn des türkischen Pokals. Doch hier wartet mit Trabzonspor im Halbfinale der aktuelle Tabellenführer der Süper Lig.


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Erdem Ufak

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2 Kommentare

  1. Avatar
    20. März 2020 um 9:49 —

    Auch wenn fenerim nur provoziert, mehr oder weniger hat er Recht… Fener sollte sich mehr mit sich selbst beschäftigen. Die letzten Monate wurde in einer Tour gegen Gala gehetzt… Bzw. gegen mehere Vereine der Süper Lig.

    Außerdem fand ich den Fussball von Fener von anfang an nicht super. Das was sie gemacht haben was nur pressen. Auch beim Basaksehir Spiel. Wie viele 100 prozentige Torchancen hatten sie bis zum 1-0 gehabt? Davor waren das einfach nur blinde Flanken und Distanzschüsse…

    Fener muss sich den Hintern aufreißen. Denn im Moment sieht es schwer aus, dass sie einen Europa Platz erreichen. Und selbst wenn, werden sie vielleicht von der UEFA gesperrt. Vielleicht bringt die aktuelle Unterbrechung Fener was.

  2. Avatar
    20. März 2020 um 7:28 —

    Fenerbahce muss seinen GS Komplex ablegen und anerkennen, dass die rot-gelben die klare Nummer eins im Land sind. Dann ist man einen Schritt weiter und kann sich auf sich selbst konzentrieren.

    Ständig gegen Fatih Terim sticheln ist nur ein Schrei nach Liebe und Betteln um Aufmerksamkeit. Böyle devam edersen Sayin Ali Koc, daha cok cok Tribünden atlamak zorunda kalirsin.

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