Die Wachablösung in der Alpenrepublik: Oberösterreichischer Traditionsverein krönt eine geschichtsträchtige Rekordsaison
Ein jahrzehntelanger sportlicher Sehnsuchtsschrei hat in Österreich ein hochemotionales Ende gefunden und die Hierarchie des heimischen Fußballs komplett auf den Kopf gestellt. Der große Traum ist nach einer unendlichen Durstrecke von exakt 61 Jahren endlich unumstößliche Realität geworden. Mit einem absolut souveränen und hochverdienten 3:0-Auswärtssieg bei der Wiener Austria hat der LASK Linz am letzten entscheidenden Spieltag der Admiral Bundesliga den Gewinn des Meistertellers final fixiert. Nach dem kurz zuvor errungenen triumphalen Erfolg im ÖFB-Cup machen die Linzer Athletiker damit das historische nationale Double perfekt. Dieses Kunststück gelang dem Traditionsklub aus Oberösterreich zuvor lediglich ein einziges Mal in der weit zurückliegenden, legendären Saison 1964/65, was den Stellenwert dieses aktuellen Erfolges nur noch eindrucksvoller unterstreicht.
Tausende enthusiastische mitgereiste Auswärtsfans verwandelten die komplett ausverkaufte Generali-Arena im Wiener Stadtteil Favoriten in ein markerschütterndes Tollhaus aus Schwarz und Weiß. Der taktisch perfekt eingestellten Mannschaft von Erfolgstrainer Didi Kühbauer hätte vor dem Anpfiff theoretisch schon ein einziges Unentschieden gereicht, um den heranstürmenden, hartnäckigen Verfolger Sturm Graz im parallel laufenden Fernduell entscheidend auf Distanz zu halten. Doch die Linzer wollten am letzten Spieltag absolut keine Zweifel an ihrer Vormachtstellung aufkommen lassen und legten stattdessen ein meisterliches, hochkonzentriertes Finale auf das sportliche Parkett der Bundeshauptstadt.
Ein packender Schlagabtausch in Favoriten und der erlösende Nackenschlag vor der Pause
Die Gastgeber aus Wien, für die es am letzten Spieltag selbst noch um überaus wichtige Punkte im hart umkämpften Europacup-Rennen ging, präsentierten sich von der ersten Minute an als der erwartet ungemütliche und extrem harte Brocken. Die 15.600 Zuschauer im Hexenkessel erlebten eine flotte, taktisch hochklassige und ungemein giftige Anfangsphase. Die größte Chance zur Führung für die Wiener vereitelte der bärenstarke Linzer Keeper Lukas Jungwirth in der 26. Minute mit einer absoluten Weltklasse-Tat, als er einen genialen Kunstschuss von Austria-Stürmer Jojo Eggestein mit einer spektakulären Glanzparade direkt aus der Kreuzecke fischte.
Die Erlösung für das nervöse oberösterreichische Nervenkostüm folgte schließlich in der 38. Minute der Partie. Nach einem unübersichtlichen, hart umkämpften Gestocher im Wiener Strafraum behielt der aufgerückte Defensivakteur Xavier Mbuyamba die Ruhe, zog staubtrocken ab und versenkte das Leder zur umjubelten 1:0-Führung im langen Eck. Der gesamte prall gefüllte Auswärtssektor stand in diesem Moment komplett Kopf, und der langersehnte Meisterteller war plötzlich zum Greifen nah.

Eiskalte Titelaspiranten dominieren den zweiten Durchgang im Stile eines wahren Champions
Nach dem Seitenwechsel kontrollierten die Gäste aus Oberösterreich das Spielgeschehen mit der bemerkenswerten Abgeklärtheit und Routine eines verdienten Meisters. Bereits in der 50. Minute sorgte die Kühbauer-Elf für die endgültige Vorentscheidung im Stadion. Nach einem klaren Foulspiel im gegnerischen Sechzehner zeigte der unbestechliche Schiedsrichter Sebastian Gishamer ohne Zögern auf den Punkt. Der etatmäßige Torjäger Samuel Adeniran trat selbstbewusst an und verwandelte den fälligen Elfmeter eiskalt und unhaltbar zum vorentscheidenden 2:0.
Die Gegenwehr der Wiener Veilchen war nach diesem zweiten Tiefschlag endgültig gebrochen. Den Schlusspfiff einer historischen Spielzeit krönte schließlich der eingewechselte Melayro Bogarde, welcher mit seinem Treffer den 3:0-Endstand markierte und die gigantische Party endgültig eröffnete. Während die enttäuschte Mannschaft aus Wien die Saison auf dem vierten Tabellenplatz beendet, gab es auf der Gegenseite überhaupt kein Halten mehr, wie es im offiziellen Spielbericht der heimischen Agenturen heißt.
Grenzenloser Ausnahmezustand bricht vom Wiener Verteilerkreis bis in die oberösterreichische Heimat aus
Bereits viele Minuten vor dem offiziellen Abpfiff des Unparteiischen stimmten die treuen Linzer Schlachtenbummler auf den Rängen lautstark den emotionalen Gänsehaut-Klassiker an: „Der LASK wird Meister wie 65!“ Nach dem finalen Schlusspfiff brachen schließlich alle sportlichen Dämme in der Arena. Spieler, das gesamte Trainerteam und die ekstatischen Fans lagen sich minutenlang weinend in den Armen, während Chefcoach Didi Kühbauer sichtlich bewegt und mit Tränen in den Augen von seinen Profis in die Luft geworfen wurde. Der Trainer hat die Schwarz-Weißen mit einer unfassbaren Bilanz von 14 Siegen aus lediglich 22 Spielen seit seiner vielbeachteten Rückkehr zu einer absolut unaufhaltsamen Konstante geformt.
Die gigantischen Feierlichkeiten, die am berüchtigten Wiener Verteilerkreis ihren Anfang nahmen, verlagerten sich im Laufe der Nacht in einer gewaltigen Autokolonne direkt in die oberösterreichische Landeshauptstadt. In der gesamten Linzer Innenstadt und rund um das Areal der hochmodernen Raiffeisen Arena herrscht seither der absolute Ausnahmezustand. Ganze 61 Jahre nach dem ersten historischen Meilenstein der Klubhistorie haben die Athletiker bewiesen, dass sie die unumstrittene Nummer eins im österreichischen Fußball sind.


