Nach dem spektakulären 3:2-Heimsieg gegen den englischen Spitzenklub FC Liverpool herrschte bei Fenerbahce große Euphorie. Interimstrainer Dirk Kuyt und der goldene Torschütze Vedat Muriqi traten nach dem Schlusspfiff vor die Journalisten, um den historischen Abend in der UEFA Champions League zu analysieren. Beide hoben die enorme Mentalität der Mannschaft hervor und blicken nach dem Coup voller Zuversicht auf die kommenden Aufgaben in Liga und „Königsklasse“.
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Dirk Kuyt nach dem Liverpool-Coup: „Dieser Sieg war kein Glück, wir haben ihn verdient“
Der niederländische Übungsleiter, der die Gelb-Marineblauen in dieser emotionalen Partie betreut hatte, strahlte nach dem Abpfiff Stolz aus. Dirk Kuyt erklärte: „Wir haben schwierige Zeiten durchgemacht. Wir haben versucht, zusammenzuhalten und als Einheit aufzutreten. Wir wollten weiterhin an uns glauben. Nicht viele Menschen haben erwartet, dass wir dieses Spiel gewinnen würden. Wir wussten aber, dass unsere Fans hinter uns stehen würden, wenn wir Leidenschaft und Energie zeigen und unseren Matchplan konsequent umsetzen. Wenn man im richtigen Moment die nötige Leidenschaft und Energie entwickelt, bekommt hier selbst die beste Mannschaft der Welt Probleme. Dieser Sieg war kein Glück. Wir haben ihn verdient. Wenn wir diese Energie in Kadikoy immer zeigen können, kann dieser Verein überall gewinnen und weiterhin ganz oben mitspielen.“

Mit Blick auf die anstehenden Wochen und die Amtsübernahme des neuen Cheftrainers Emre Belözoglu betonte Kuyt: „Zweimal zurückzukommen, ist ein fantastisches Gefühl. Der Teamgeist war heute deutlich zu spüren. Wir haben uns vorgenommen, bis zum Schluss weiterzukämpfen. Ich freue mich sehr für Muriqi. Auch Lukaku hat hervorragende Arbeit geleistet. Ich glaube, dass wir die Chance haben, die Playoffs der Champions League zu erreichen. Die Spieler werden mit einem positiven Gefühl auf das Trainingsgelände zurückkehren. Auch Emre kann seine Arbeit auf diese Weise sehr gut beginnen. Die Liga hat für uns ebenfalls oberste Priorität. Wir werden diesen Abend genießen, aber morgen müssen wir uns bereits auf das nächste Ligaspiel vorbereiten.“ Zu seiner eigenen Zukunft sagte der ehemalige Liverpool-Profi: „Emre Belözoglu und ich haben lange Zeit zusammengespielt. Wir verbindet eine gute Freundschaft. Ich habe mich vollständig auf diesen Abend konzentriert. Der Präsident hat mir die Möglichkeit gegeben, bei diesem großartigen Verein zu arbeiten. Solange er es möchte und auch Emre damit einverstanden ist, werde ich weiterhin bleiben. Wir müssen das tun, was für den Verein am besten ist. Natürlich möchte ich hierbleiben, denn ich liebe diesen Klub sehr.“

Vedat Muriqi: „Hoffentlich wird dieser Sieg zum Wendepunkt“
Auch der kosovarische Matchwinner Vedat Muriqi, der in der 79. Minute per Kopf zum umjubelten 3:2-Siegtreffer genetzt hatte, blickte emotional auf den Abend zurück. Gegenüber TRT Spor betonte der Angreifer: „Zunächst einmal denke ich, dass wir einen sehr wertvollen Sieg errungen haben. Wir haben diesen Erfolg heute verdient. Ich hatte schon vor dem Spiel das Gefühl, dass diese Begegnung für uns sehr gut verlaufen würde. Wir haben hervorragend gekämpft. Als Mannschaft durchleben wir gerade eine schwierige Phase. Hoffentlich wird dieser Sieg zu einem Wendepunkt für uns. Und hoffentlich können wir uns am Ende der Saison, nachdem wir Meister geworden sind, gemeinsam mit Freude an diesen Abend erinnern.“ Zudem schwärmte der Stürmer von der Kulisse im Stadion: „Unsere Fans sind immer unglaublich, aber heute waren sie noch einmal auf eine ganz besondere Weise unglaublich. Obwohl es geregnet hat, war das Stadion wieder bis auf den letzten Platz gefüllt. Ich denke, dass wir den Fans heute auf dem Platz endlich wieder das Fenerbahce gezeigt haben, das sie schon seit langer Zeit sehen wollten.“

Zu der Verpflichtung von Emre Belözoglu äußerte sich Muriqi absolut zuversichtlich: „Emre ist eine Legende dieses Vereins. Als ich vor sechs oder sieben Jahren hier gespielt habe, habe ich bereits seine Zeit als Trainer miterlebt. Ich halte seine Fähigkeiten für außergewöhnlich hoch, sei es seine Trainingsmethodik, seine Herangehensweise, seine Analysen oder seine Kommunikation. Über seine Qualitäten als Fußballer müssen wir ohnehin nicht diskutieren. Ich denke, dass Emre in der aktuellen Situation die bestmögliche Wahl war.“ Abschließend schlug der Torschütze den Bogen zu seiner Kindheit: „Ich erinnere mich noch sehr gut an das Spiel vor 18 Jahren, als wir Chelsea mit 2:1 besiegt haben. Damals war ich noch ein Kind und habe die Begegnung gemeinsam mit meinen Freunden im Kosovo verfolgt. Dass ich nun 18 Jahre später den Siegtreffer in der Champions League erzielt habe, macht mich unglaublich glücklich und stolz.“



