Die Rückkehr einer echten Vereinslegende sorgt im Lager des gelb-marineblauen Traditionsklubs für mächtig Aufsehen und zusätzliche Euphorie. Der einstige niederländische Weltklassespieler Dirk Kuyt, der ab sofort als erster Assistent von Fenerbahce-Cheftrainer Ismail Kartal fungiert, hat sich im vereinseigenen Fernsehen ausführlich zu seiner neuen Rolle geäußert. Dabei sprach der sympathische Co-Trainer über die laufende Vorbereitung, seine tiefe emotionale Bindung zum Verein und die künftige spielerische Ausrichtung der Mannschaft. „Als ich hörte, dass der Verein mich in einer neuen Rolle als Trainer zurückholen möchte, war ich überglücklich. Als ich Fenerbahce damals verlassen habe, wusste ich, dass es kein Abschied für immer sein würde. Ich sagte damals schon: ‚Wir sehen uns wieder.‘ Dass ich nun sowohl als Spieler als auch als Trainer unter demselben Präsidenten arbeiten darf, ist etwas ganz Besonderes. Als unser Präsident mich anrief und mir sagte, dass der Verein mich in dieser Funktion haben möchte, war ich sehr stolz. Ich freue mich sehr, dem Team und diesem großartigen Verein dabei zu helfen, wieder Erfolge zu feiern“, gab der Vizeweltmeister von 2010 sichtlich bewegt zu Protokoll.
Arbeitsethos ohne Kompromisse: Dirk Kuyt adelt Cheftrainer Ismail Kartal
Die Chemie im neu formierten Trainerstab stimmt ab der ersten Sekunde, was die tägliche Arbeit auf dem Rasen spürbar beflügelt. Für seinen Chef an der Seitenlinie fand der Niederländer im Interview mit dem Klubkanal FBTV nur anerkennende Worte und hob dessen unermüdlichen Fleiß hervor. „Ich freue mich sehr, wieder mit Trainer Ismail Kartal zusammenzuarbeiten. Schon als Spieler hatte ich großen Respekt vor ihm. Dass dieser Respekt auf Gegenseitigkeit beruht, bedeutet mir viel. Unsere Kommunikation ist hervorragend. Obwohl seit meiner Spielerzeit viele Jahre vergangen sich, fühlt es sich genauso an wie damals. Nicht nur er, sondern sein gesamtes Trainerteam arbeitet unglaublich hart. Ich bin stolz, Teil dieses Teams zu sein. Wir trainieren jeden Tag zweimal und absolvieren während des Trainingslagers drei Testspiele. Es beeindruckt mich sehr, wie er den gesamten Prozess organisiert. Jeder im Trainerstab hat seine Aufgabe, und man sieht deutlich die positive Energie innerhalb des Teams“, erklärte der Assistenztrainer voller Begeisterung.

Die neue Spielphilosophie: 90 Minuten gnadenlose Dominanz auf dem Platz
Die taktischen Vorgaben sind anspruchsvoll, doch die ersten Testspielergebnisse zeigen bereits die gewünschte Richtung. Die sportliche Marschroute für die anstehende Pflichtspielphase und die UEFA-Champions-League-Qualifikation steht felsenfest. Das Trainerteam fordert von den Profis absolute Spielkontrolle über die gesamte Distanz. „Im letzten Testspiel haben wir in den ersten 35 Minuten ein sehr dominantes Spiel gezeigt. Wir haben zwei Tore erzielt und hätten sogar noch mehr schießen können. Unser Ziel ist es aber, das gesamte Spiel über 90 Minuten zu kontrollieren und zu dominieren. Dafür arbeiten wir jeden Tag mit voller Intensität. Gute Ergebnisse in Testspielen sind schön, aber wir wollen uns kontinuierlich weiterentwickeln. İsmail Hoca vermittelt diese Botschaft sehr klar, und wir unterstützen ihn dabei mit voller Überzeugung. Ich bin überzeugt, dass wir auf dem richtigen Weg sind“, analysierte der ehrgeizige Taktiker.

Ein humorvoller Seitenhieb und die unschätzbare Lernkurve im Trainerberuf
Während die Profis den Luxus genießen, schiebt das Trainerteam im Hintergrund ununterbrochen Sonderschichten. Dass der Traineralltag weitaus anstrengender ist als das aktive Profidasein, veranschaulichte der Niederländer mit einer amüsanten Anekdote aus dem Trainingslager. Er habe am Morgen zu den Spielern Oguz Aydin und Milan Skriniar scherzhaft gesagt, dass sie ein großartiges Leben in einem guten Hotel und auf perfekten Plätzen genießen würden. Für die Trainer sehe die Realität mit frühem Aufstehen und permanenter Detailarbeit ganz anders aus, fügte er schmunzelnd an. Dennoch genieße er jede Sekunde seiner eigenen Entwicklung. „Spieler zu sein und Trainer zu sein, sind zwei völlig unterschiedliche Aufgaben. Seit fünf bis sechs Jahren bin ich nun Trainer und habe hart dafür gearbeitet, mich weiterzuentwickeln. Jetzt mit einem so erfahrenen Trainerteam arbeiten zu dürfen, macht mich sehr glücklich. Ich lerne jeden Tag dazu – und ich werde bis zum Ende meiner Trainerkarriere niemals aufhören zu lernen“, so das reflektierte Fazit des 104-fachen Nationalspielers.
Gänsehaut in Topuk Yaylasi: Ein leidenschaftlicher Appell an die gelb-marineblauen Anhänger
Der Support der treuen Anhängerschaft soll auch in der neuen Saison zum entscheidenden Zünglein an der Waage werden. Zum Abschluss seines Plädoyers richtete der Co-Trainer ein emotionales Dankeschön an die gigantische Fanbase des Istanbuler Klubs. Dass bereits zum Trainingsauftakt in Topuk Yaylasi rund 15.000 Fans die Tribünen füllten, habe ihn tief beeindruckt. Er ist felsenfest davon überzeugt, dass diese Wucht von den Rängen das Team durch die gesamte Spielzeit tragen wird. Wenn Mannschaft und Fans als geschlossene Einheit auftreten, sei man auf dem Weg zu neuen Titeln und Erfolgen auf europäischer Bühne im eigenen Stadion praktisch unschlagbar.

