Besiktas

Besiktas-Präsident Cebi: „Entschieden uns für Pjanic und gegen Gedson Fernandes“

Aktuell ist Besiktas von einer „endlosen“ Verletztenliste geplagt und Chefcoach Sergen Yalcin tut sich schwer eine Elf auf das Feld zu schicken. So hatte es der Fußballgott noch gut mit den Istanbulern gemeint, als man gegen Ajax Amsterdam am Dienstagabend in der UEFA Champions League mit einer 0:2-Niederlage glimpflich davonkam. Die letzten 20 Minuten musste man sogar mit zwei 18-jährigen Eigengewächsen um Serdar Saatci und Berkay Vardar überbrücken. Wohlgemerkt ist die eigentliche Position des Letzteren das zentrale Mittelfeld. Der Doublesieger hat mit einer enormen Pechsträhne zu kämpfen. Doch eigentlich hatten Präsident Ahmet Nur Cebi und sein Präsidium nach langer Zeit eine tolle Transferperiode hingelegt. Allerdings machten die Verletzungen dem Verein einen Strich durch die Rechnung. Im Interview mit der türkischen Nachrichtenagentur „Demirören Haber Ajansi“ kommentierte der 62-jährige Geschäftsmann die erfolgreiche Transferperiode – zumindest in Sachen Einkauf.

Kosten für das Team unter 50 Millionen Euro

Zunächst machte Cebi darauf aufmerksam, dass man sehr vorsichtig mit dem Geld, was dem Verein zur Verfügung stand, umgegangen sei: „Wir haben ein Viertel der Einnahmen aus der Champions League für Transfers ausgegeben. Diese Transfers haben wir gemacht, um Meister zu werden und unser Land in der Champions League erfolgreich zu vertreten. Unser Ziel war es nie, anzugeben. Die Kosten für das Team liegen derzeit unter 50 Millionen Euro.“ Seine Aussagen bekräftigte das Vereinsoberhaupt anhand der Gebühren, die für Starspieler Miralem Pjanic getätigt wurden: „Wir haben Spieler aus der ganzen Welt zu sehr niedrigen Preisen gekauft. Vor allem das Geld, das wir Miralem Pjanic geben, ist nicht sehr hoch. Wir zahlen 2,75 Millionen Euro. Normalerweise verdient er neun Millionen Euro.“

„Karaman & Ucan waren keine Fehler“ 

Die Transfers von Kenan Karaman und Salih Ucan verteidigte der BJK-Boss: „Zu Kenan kann ich sagen, dass der Verband auf einheimische Fußballspieler bestand. Und ich weiß ehrlich gesagt nicht, wer als Local Player besser ist als er. Bei Kenan mussten wir uns beeilen, da auch der Coach im Urlaub war. Der Verband gab auch bezüglich der Regelung nicht nach. Schließlich haben wir ihn gekauft, weil er Nationalspieler ist und wir glauben, dass er sich noch entwickeln kann. Ich glaube nicht, dass wir einen Fehler gemacht haben. Unser Trainer wollte zudem auch Salih unbedingt.“ Auch antwortete der einstige Vizepräsident des Klubs auf die Frage, wie es um die Vertragsverlängerung bei Cyle Larin stehe: „Larin will bleiben und die Verhandlungen gehen weiter. Wir haben erst heute mit seinem Berater gesprochen. Wenn er woanders hin will, kann er gehen. Ich werde niemals Zugeständnisse machen und nicht zu lange mit einem Spieler sprechen, der nicht bei Besiktas bleiben will.“

„Entschieden uns für Pjanic statt Fernandes“

Im weiteren Verlauf verriet Cebi, dass ihnen ein Wunschtransfer nicht gelungen sei. Zudem hätte man die Möglichkeit gehabt am Deadline Day Gedson Fernandes zu holen: „Kaan Ayhan war der einzige Spieler, den wir haben wollten, aber während der Transferperiode nicht bekommen haben. Je nach der Situation im Team werden wir es im Winter noch einmal versuchen. Am letzten Tag hätten wir auch Gedson Fernandes bekommen, aber als sich die Möglichkeit ergeben hat Pjanic zu holen, bevorzugten wir Pjanic. Zudem habe ich Cenk Tosun versprochen: Wenn er zum Saisonende kommen will, stehen ihm unsere Türen offen.“

„Lens wollte Auto vom Sponsor – Hatten uns mit Ljajic geeinigt“

Zuletzt sprach Cebi auch bezüglich der Sorgenkinder um Jeremain Lens und Adem Ljajic: „Ich verstehe diese Verträge nicht und lasse es die Öffentlichkeit kommentieren. Wieso bekommen Spieler, die Millionen von Euros verdienen, lediglich niedrige Angebote? Karagümrük hat uns beispielsweise nur 300.000 Euro brutto für Lens gegeben, also 150.000 Euro netto. Lens wollte sogar das Auto von unserem Sponsor. Das war mir dann zu viel. Für Ljajic haben wir erst letzte Woche seine letzte Rate in Höhe von zwei Millionen Euro an den FC Turin bezahlt. Eigentlich hatten wir uns mit ihm geeinigt, doch er hat sich in letzter Minute dagegen entschieden.“





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1 Kommentar

  1. 29. September 2021 um 18:45 —

    Aboubakar, Lens, Ljajic, Mensah, Boyd aber auch Nayir… alles Leute die wir gut hätten gebrauchen können… aber nur wenn sie auch wirklich mit dem ganzen Herzen dabei sind -> lieber sind mir ein paar 18 jährige die sich noch freuen und aufreiben können – schon wegen der Zukunft des Vereins. Ich glaube weiter an unsere Mannschaften… die türkischen Vereine täten gut daran auch weiter diese Jungen spielen zu lassen, die Erfahrung Champions League kann denen keiner mehr nehmen. Vielleicht hilft uns das noch in Zukunft.

    Soll aber nicht darüber hinwegtäuschen: selbst wenn nicht alle wieder an Board sind muss Sporting geschlagen werden – idealerweise dann 2 mal… lassen wir uns überraschen

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