Im Zuge des dritten Spieltages der UEFA Europa League hat sich Besiktas nach einem dramatischen Spielverlauf mit einem 2:2-Unentschieden vom englischen Premier-League-Klub Crystal Palace getrennt. Obwohl die Schwarz-Weißen das Geschehen über weite Strecken bestimmten, musste das Team am Ende in Unterzahl um den Zähler kämpfen. Im Anschluss an die kräftezehrende Partie analysierte Cheftrainer Vincenzo Italiano auf der Pressekonferenz die Schlüsselszenen des Abends, ging auf die ernste Verletzungssituation ein und untermauerte gleichzeitig die intakten Chancen auf das Erreichen der K.-o.-Phase.
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Vincenzo Italiano trauert Sieg hinterher: „In Unterzahl war es extrem schwer“
Der 48-jährige Übungsleiter machte keinen Hehl daraus, dass vor heimischer Kulisse mehr als nur eine Punkteteilung möglich gewesen wäre. „Wir sind wirklich enttäuscht. Wir hatten die erste Halbzeit gut beendet. Allerdings sind wir nicht besonders gut in die zweite Halbzeit gestartet. Wenn Ümit nicht vom Platz gestellt worden wäre, hätten wir sogar gewinnen können. Unser Plan war es, nach der 70. Minute Spieler wie Vlahovic, Cerny, Olaitan und Murillo einzuwechseln, um den Spielverlauf zu verändern. Es gab einige Konzentrationsschwächen, aber wir haben einen wichtigen Punkt geholt. Wir haben gegen eine sehr gute Mannschaft gespielt. Wir sind in Europa weiterhin ungeschlagen. Und das sogar in einer derart schwierigen Gruppe“, stellte Italiano fest.

Gleichzeitig schlug der italienische Coach Alarm bezüglich der hohen Belastung und der verletzungsbedingten Rückschläge im Kader: „Unser Spielplan ist sehr eng, die Begegnungen folgen in kurzen Abständen aufeinander. Unter solchen Umständen besteht immer ein Verletzungsrisiko. Vergangene Woche haben wir in Hoffenheim Orkun verloren. In diesem Spiel hat sich nun Miretti verletzt. Es sieht so aus, als würde er ein bis zwei Wochen nicht spielen können. Manchmal müssen wir rotieren. Es ist schwierig, montags und donnerstags zu spielen. Drei Tage Pause reichen nicht aus. Man muss mehr als 15 bis 16 Punkte holen. Wir wollen die Gruppenphase überstehen, egal ob wir unter den ersten acht oder unter den ersten 24 Mannschaften landen.“ Zudem kündigte der Trainer an, die defensiven Nachlässigkeiten konsequent abzustellen: „Ein weiteres Problem, das wir lösen müssen, sind die einfachen Gegentore. Zu Beginn war das nicht so. Meine Spieler ließen damals nur sehr wenige Torchancen zu. In den letzten Spielen ist das allerdings nicht mehr der Fall. Ich weiß, dass wir dieses Problem lösen müssen.“

Wilfred Ndidi und Junior Olaitan stolz auf Moral und Siegermentalität
Auch aus den Reihen der Spieler gab es nach dem Abpfiff viel Selbstbewusstsein zu vernehmen. Torschütze Wilfred Ndidi zeigte sich hochzufrieden mit der Weiterentwicklung des Kollektivs: „Ich kann sagen, dass es heute ein gutes Spiel war. Wir haben in der ersten Halbzeit langsam begonnen, aber dann unseren Rhythmus gefunden und das Tor erzielt. In der zweiten Halbzeit war es ähnlich. Besiktas ist ein großer Verein mit einer großen Gemeinschaft. Gegen Mannschaften aus einer großen Liga zeigen wir, was wir können. Wir sind auf einem guten Weg. Jeder arbeitet hart.“
Offensivakteur Junior Olaitan, der mit seinem Treffer zum 2:2-Ausgleich den Punktgewinn in Unterzahl perfekt gemacht hatte, hob die Einstellung des gesamten Kaders hervor. „Wir haben sehr gut gekämpft. Auf dem Platz war es ein intensiver Kampf. Wir haben allen gezeigt, was es bedeutet, für Besiktas zu spielen. Ich würde sagen, dass wir uns nach der Roten Karte mit einem Punkt zufriedengegeben haben. Wir verlieren derzeit nicht gegen solche Mannschaften. Das zeigt, dass wir eine große und gute Mannschaft sind. Bislang haben wir noch nicht verloren. Vor uns liegen weitere große Spiele, auf die wir uns schon sehr freuen“, blickte der Mittelfeldakteur optimistisch in die Zukunft.



