Besiktas

Besiktas-Coach Sergen Yalcin: „Wer würde Nein zu Talisca sagen?“

Bei Besiktas ist seit vergangenen Sonntag jeden Tag auf dem offiziellen “Instagram-Account” ein neuer Livestream eines Spielers, Trainers oder Promis zu sehen. Nachdem am ersten Tag zwischen Kapitän Atiba Hutchinson und Dolmetscher Halil Yazicioglu ein tolles Gespräch zustande kam, wo Dorukhan Toköz und Umut Nayir im Chatbereich versucht haben, dieses ständig zu sabotieren, waren es am gestrigen Montagabend Chefcoach Sergen Yalcin und Schauspieler Zafer Algöz. Der Komödiant wollte gleich zu Beginn etwas zur Aussage des Trainers gegenüber dem türkischen TV-Sender “A Spor” wissen, wo er von sich gegeben hatte, dass er keine Ahnung hätte, was seine Spieler treiben würden: „Wir hören Tag und Nacht nur noch Coronavirus. Die Tagesordnung muss sich ein wenig ändern. Vielleicht muss man dem Leben ein paar Nuancen verpassen. Manche verstehen dies dann wiederum falsch, aber das Vorhaben ist nicht negativ gewesen, lediglich ein wenig Spaß.“

„Im Mai oder Juni könnte es weiter gehen“

Yalcin äußerte sich im weiteren Verlauf über die Zukunft der Süper Lig: „Ich denke nicht, dass die Liga mit der jetzigen Konstellation beendet wird. Damit würde sich keiner zufriedengeben. Was sollen dann die Mannschaften im Tabellenkeller machen? Die Welt kann nicht so weitergehen. Der April ist es eher schwierig, aber am 15. Mai oder 15. Juni könnte es weiter gehen. Es könnte auch sein, dass wieder vor leeren Rängen gespielt wird. Irgendwie werden wir diese Liga schon zu Ende spielen. Wir dürfen aber keine voreilige Entscheidung treffen, sondern müssen erst dies alles besprechen, wenn alles wieder rund um den Virus ruhiger geworden ist. Diese Zeit wird natürlich auch den Verein in finanzieller Hinsicht vor große Aufgaben stellen. Unser Präsident und sein Vorstand versuchen dies unter Kontrolle zu halten. Ich kann keinem Auflagen erteilen, aber denke, dass der Vorstand schon gewisse Forderungen und Wünsche aussprechen wird. Allerdings kann ich diese Forderungen zum jetzigen Zeitpunkt nicht kommentieren, weil ich selber nicht weiß, wie die Sachlage ist.“



„Wer würde nein zu Talisca sagen?“

Zur dieser Tage viel diskutierten Causa Anderson Talisca hatte Yalcin Folgendes zu sagen: „Die Qualität von Anderson Talisca lässt sich nicht bestreiten. Er ist ein begnadeter Kicker und sehr effektiv zugleich. Er ist ein Mittelfeldspieler, der im offensiven Sinne vieles leisten und Spiele entscheiden kann. Natürlich würde ich ihn gerne in meinem Kader sehen. Wer würde nein zu Talisca sagen? Aber die Umstände erschweren ein solches Vorhaben. Es wäre schön, wenn wir die nötigen Mittel hätten, um ihn zu verpflichten. Leider passieren solche Sachen nicht dadurch, dass ich meine Zustimmung gebe. Wir müssen abwarten. Es wäre aber sehr schön, wenn dies zustande kommen würde. Unter normalen Umständen ist es nicht möglich Talisca zu kaufen, da er ein sehr hohes Gehalt in China verdient, das nur ein paar Klubs stemmen könnten. Wir können nicht alle Spieler kaufen, die wir gerne haben wollen. Leider ist das nicht wie auf der “PlayStation”. Wir würden auch gern unseren Ex-Keeper Fabri im Kader sehen. Aber zurzeit spielen alle in anderen Teams“, so der 47-jährige Übungsleiter bezüglich möglicher Rückverpflichtungen der früheren Besiktas-Akteure Talisca und Fabricio Ramirez.

„Die VAR-Gespräche sollten nicht veröffentlicht werden“

Von einer möglichen Veröffentlichung der VAR-Gespräche nahm der frühere Nationalspieler Abstand: „Es ist nicht sinnvoll, dass ein Gespräch zweier Menschen veröffentlicht wird. Manchmal spielen wir schlecht und dann setze ich mich mit meinem Team zusammen und dann betreiben wir Selbstkritik. Wäre es jetzt sinnvoll hierbei eine Kamera aufzustellen und es der Öffentlichkeit zeigen? Die Schiedsrichter sprechen dementsprechend auch untereinander und ich halte es nicht für sinnvoll, dies der Öffentlichkeit zur Schau zu stellen. Dann stürzen sich die Menschen auf die Gespräche, die stattgefunden haben. Da wir Menschen sind, die in allem ein Ergebnis suchen, würde dies die Schiedsrichtergemeinschaft gewaltig unter Druck setzen. Es ist also besser, wenn die Gespräche nicht veröffentlicht werden. Der Fußball ist sehr natürlich. Dementsprechend werden die Spieler und die Schiedsrichter Fehler machen, da dies nun einmal dazu gehört und natürlich ist. Es ist besser, in dieses Natürliche nicht einzugreifen.“

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