Eine tiefgreifende Reform verspricht die künftige Gestaltung der Kaderplanung in der Trendyol Süper Lig grundlegend zu verändern: Kürsad Zorlu, der stellvertretende Vorsitzende der AK Parti und Verantwortliche für die Beziehungen zu den Turkstaaten, kündigte eine epochale Kehrtwende bei der Ausländerregelung im türkischen Fußball an. Im Vorfeld des 13. Gipfeltreffens der Staats- und Regierungschefs der Organisation der Turkstaaten am 29. und 30. Oktober in Ankara präsentierte Zorlu in der Parteizentrale wegweisende Beschlüsse, die den Profifußball der gesamten Region vernetzen sollen.
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Einheimischen-Status für Akteure aus den Turkstaaten
Kernpunkt der angekündigten Maßnahme ist die künftige einstufung von Fußballern aus den Partnerländern. Wie Kürsad Zorlu mitteilte, sollen Akteure aus den Turkstaaten in den beteiligten Ligen nicht mehr unter die Ausländerbeschränkung fallen, sondern offiziell als einheimische Spieler geführt werden. „Unsere Fußballverbände haben in der vergangenen Woche unter der Gastgeberschaft des Türkischen Fußballverbandes ein Gipfeltreffen abgehalten. Im Zuge dieses Gipfeltreffens werden unsere Fußballspieler in unseren Turkstaaten künftig gegenseitig nicht mehr als Ausländer, sondern als einheimische Spieler eingestuft. Sie werden ein Fußballökosystem innerhalb der turksprachigen Welt schaffen. Wir werden unsere großen Talente gegenseitig in unsere Länder holen“, erklärte Zorlu zu den Plänen des TFF und der Partnerverbände.

Neues Turnier geplant: „Fußballpokal der Turkstaaten“ alle zwei Jahre
Neben der liberalisierten Transferregelung sieht die Initiative weitere sportliche und wirtschaftliche Verflechtungen vor. Um den sportlichen Austausch auf Vereinsebene zu intensivieren, kündigte Kürsad Zorlu die Einführung eines neuen Wettbewerbs an: „Eine weitere Maßnahme, die parallel dazu geplant ist, betrifft den ‚Fußballpokal der Turkstaaten‘, der alle zwei Jahre ausgetragen werden soll. Darüber hinaus wurde auch hinsichtlich der Einrichtung einer gemeinsamen E-Commerce-Plattform, die den Handel innerhalb der turksprachigen Welt in den digitalen Bereich verlagern und stärken soll, eine Einigung erzielt.“ Diese Beschlüsse versprechen nicht nur neue Optionen für die Klubs der Süper Lig, sondern stärken den gesamten osteuropäischen und zentralasiatischen Fußballmarkt.




1 Kommentar
Grundsätzlich begrüße ich natürlich die Zusammenarbeit der türkischstämmigen Völker, aber in welcher Hinsicht schafft das einen Mehrwert für unseren Fußball? Das ist total unnötig und erscheint mir eher nach reiner Polemik. Das ist doch nichts anderes, wie diese komische UEFA-Regelung mit Spielern aus der EU und Spielern aus Nicht-EU-Ländern, nur halt in diesem Fall für türkischstämmige Länder bzw. Völker…da muss man wohl wieder bei irgendjemandem Arschlecken, um zu Gefallen.