Nach der schmerzhaften 1:2-Auswärtsniederlage im Istanbuler Derby gegen den Erzrivalen Galatasaray am neunten Spieltag der Trendyol Süper Lig herzte bei Fenerbahce Aufarbeitung die Stunde. Während die Gelb-Marineblauen im RAMS Park vor allem den verpatzten ersten Durchgang analysierten, richtete Cheftrainer Ismail Kartal den Blick auf der anschließenden Pressekonferenz entschlossen nach vorne. Trotz des angewachsenen Rückstands auf Tabellenführer Galatasaray gab sich der Coach kämpferisch und betonte, dass die Meisterschaft im laufenden Saisonverlauf noch lange nicht entschieden ist.
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Ismail Kartal: „Man kann auch Meister werden, ohne ein Derby zu gewinnen“
In seiner Analyse ging Ismail Kartal unumwunden mit der ersten Halbzeit ins Gericht, zeigte sich jedoch von der Reaktion nach dem Seitenwechsel angetan. „Leider sind wir nicht so in die Partie gestartet, wie wir es uns vorgestellt hatten. Die erste Halbzeit war unserer Mannschaft nicht würdig. In der zweiten Halbzeit haben wir versucht, uns zu fangen, weiter vorne zu pressen und Druck auszuüben. Dabei ist uns auch ein Tor gelungen. Letztendlich sind wir enttäuscht, dass wir nicht das gewünschte Ergebnis erzielt haben. Wir haben verloren. Wir wollen jetzt gemeinsam nach vorne schauen, ohne uns mit den Ursachen aufzuhalten“, erklärte der Cheftrainer.

Angesprochen auf die Tatsache, dass Fenerbahce in der laufenden Spielzeit nun beide Hinrunden-Derbys gegen den Hauptstadt-Konkurrenten verloren hat, zog Kartal eine bemerkenswerte Bilanz: „Bis zum Saisonende sind noch viele Spiele zu absolvieren. In der Rückrunde stehen auch die Rückspiele dieser Derbys an. Man kann auch Meister werden, ohne ein Derby zu gewinnen. Vielleicht gelingt uns das in dieser Saison“, so Kartal. Mit Blick auf den aktuellen Rückstand von sechs Punkten auf den Spitzenreiter betonte er: „Wir sind sehr traurig und entschuldigen uns bei ihnen. Letztendlich beträgt der Rückstand auf Galatasaray sechs Punkte. Wir haben einfach schlecht gespielt. Bei der Drei-Punkte-Regel ist das kein Rückstand, den man nicht mehr aufholen könnte.“ Als nächstes gelte es, sich im Heimspiel gegen Göztepe zu rehabilitieren.

Stimmen der Spieler: Levent Mercan und Torhüter Ederson zeigen Einsicht
Auch aus der Mannschaft heraus gab es nach dem Schlusspfiff selbstkritische Töne. Defensivspieler Levent Mercan brachte die Mängel unumwunden auf den Punkt: „Wir haben die ersten 45 Minuten verschenkt. Wir sind nicht so in die Partie gestartet, wie wir es uns vorgestellt hatten. In der zweiten Halbzeit haben wir etwas besser gepresst. Wir hätten auch noch den zweiten Treffer erzielen können. Wir sind sehr enttäuscht. Jetzt müssen wir nach vorne schauen. Mehr habe ich dazu nicht zu sagen.“
Torhüter Ederson, der trotz zweier Gegentore eine noch höhere Niederlage im Derby verhindert hatte, richtete sich mit einer Entschuldigung an die treuen Anhänger: „Als Mannschaft konnten wir über die gesamten 90 Minuten nicht die Leistung zeigen, die wir uns vorgenommen hatten. Wir müssen unseren Weg fortsetzen und weiterhin zusammenhalten. Natürlich ist das nicht einfach, aber wir müssen den Kopf wieder hochnehmen. Wir entschuldigen uns bei unseren Fans. Besonders bei den Anhängern, die heute hierhergekommen sind, möchte ich mich bedanken. Wir entschuldigen uns bei allen unseren Fans.“




1 Kommentar
Der Club hat ein großes Problem und wird da meines Erachtens auch nicht so schnell wieder rauskommen. Die gesamt Führung ist mit internen Machtkämpfen beschäftigt. Wie soll gemeinsam an einem Ziel arbeiten wenn man sich gegenseitig bekämpft. Das beste was passieren kann ist ein Investor aus dem Ausland der keinerlei Emotionen mitbringt und der Clubführung in den Arsch tritt. Dieser Club ist voller Söldner, keiner dieser Spieler interessiert was aus dem Club wird. Wer Spieler mit Geld lockt bekommt halt Söldner. Am schlimmsten sind die einheimischen Söldner a la ICK und MHY die sich in Derbys wie die größten Assis benehmen, um Sympathiepunkte bei den Neandertalern aus den Fanreihen zu sammeln.
Hinzu kommt der gesamte Trainerstab, seid Jahren verletzen sich die Spieler am laufenden Band. Das Taktikteam (falls es sowas bei Fb überhaupt gibt) ist nutzlos denn man bekommt es seid 10 Jahren nicht hin gegen tief stehende Gegner zu gewinnen.
Ein Haufen Trainer kamen und gingen, einige waren gut andere wiederum nicht. Doch alle hatten eins gemeinsam niemand blieb 2 Jahre.
Fenerbahce ist leider am Ende