Nach dem mit 2:1 endenden Istanbuler Derby zwischen Galatasaray und Fenerbahce am neunten Spieltag der Trendyol Süper Lig blickt der türkische Fußball auf wüste Tumulte zurück. Unmittelbar nach dem Schlusspfiff verwandelte sich der Rasen im RAMS Park in ein Schlachtfeld, auf dem sich Spieler beider Lager eine handfeste Massenschlägerei lieferten. Neben den sportlichen Schlagzeilen über den Doppelpack von Victor Osimhen stehen nun harte disziplinarische Konsequenzen im Raum, während die Klubs und die internationale Presse hart ins Gericht gehen.
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Drakonische Strafen drohen: Artikel 44 und 45 im Fokus
Die unschönen Szenen nach Spielende haben ein Nachspiel vor dem Disziplinarausschuss. Im Zentrum der Untersuchungen stehen insbesondere Kerem Aktürkoglu, Roland Sallai, Archie Brown und Abdülkerim Bardakci, die unmittelbar aneinandergeraten waren. Vor allem die körperliche Auseinandersetzung zwischen Archie Brown und Abdülkerim Bardakci erinnerte an einen Ringkampf. Schiedsrichter und Offizielle zogen nach den Vorfällen Konsequenzen und zückten zwei Rote Karten für Archie Brown und Abdülkerim Bardakci sowie zwei Gelbe Karten für Kerem Aktürkoglu und Roland Sallai.
Laut den Bestimmungen der Fußball-Disziplinarordnung wird erwartet, dass die Akteure an den Disziplinarausschuss für Profifußball (PFDK) überwiesen werden. Sollte die Überweisung auf Grundlage von Artikel 44 wegen „Tätlichkeit“ erfolgen, drohen den Sünde-Böcken heftige Sperren von fünf bis zehn Spielen. Sollte das Vergehen stattdessen nach Artikel 45 als „Schlägerei“ gewertet werden, belaufen sich die möglichen Sanktionen auf drei bis fünf Partien Pause.

Offizieller Schlagabtausch und schwere Vorwürfe von Besiktas
Die Revolte nach dem Abpfiff zog einen heftigen medialen und offiziellen Disput nach sich. Fenerbahce veröffentlichte eine scharfe Stellungnahme, in der betont wurde, dass die Vorkommnisse keineswegs als banale „Derby-Anspannung“ abgetan werden dürften. Die Gelb-Marineblauen verurteilten die verbalen und physischen Angriffe auf ihre Spieler, kritisierten namentlich den Startschuss durch verbale Attacken auf Kerem Aktürkoglu sowie Beteiligungen aus dem Betreuer- und Spielerlager von Galatasaray, darunter Serhat Dogan und Abdülkerim Bardakci, dem vorgeworfen wurde, an den Haaren gezogen zu haben.
Galatasaray konterte knapp mit den Worten: „Der Lärm vergeht, die Fakten bleiben“, wies die alleinige Schuld von sich, betonte seinerseits Verfehlungen gegnerischer Akteure wie Milan Skriniar, Archie Brown und Mert Hakan Yandas und rief die eigenen Anhänger zur Besonnenheit auf.

Unterdessen schaltete sich auch der Ligarivale Besiktas mit einer Brandrede ein und prangerte offizielle Doppelte Standards an. Die Schwarz-Weißen kritisierten den offiziellen TV-Rechteinhaber scharf dafür, bei einer früheren Szene um Dusan Vlahovic jede Kameraeinstellung für eine Sperre ausgeschlachtet zu haben, während bei der Massenschlägerei des Istanbuler Spitzen-Duos plötzlich intransparente Weitwinkelaufnahmen gewählt worden seien, um das Ausmaß zu verschleiern.
Internationale Presse entsetzt: „Beschämend“ und „Wildwest-Szenen“
Die Ausschreitungen blieben weit über die Landesgrenzen hinaus nicht unbemerkt und sorgten weltweit für verheerende Schlagzeilen in den Medien. Die englische The Sun titelte von einer großen Schlägerei, bei der Stars miteinander rangen und zu Boden stürzten. Das spanische Blatt Sport sprach von einer „weiteren beschämenden Szene mit Roten Karten und Polizeieinsatz“. Die italienische La Gazzetta dello Sport beschrieb die Vorkommnisse als „Wildwest-Szenen“, bei denen der ehemalige Lazio-Akteur Matteo Guendouzi die Gemüter erhitzt und Romelu Lukaku als Schlichter agiert habe. Auch Portale wie Al Jazeera, Marca, L’Équipe, Kicker und Sport Mediaset widmeten dem Chaos breiten Raum und stellten fest, dass das sportliche Glanzlicht des Derbys durch unwürdige Chaos-Bilder überschattet wurde.




1 Kommentar
Solche wilden Szenen passieren immer nur im RAMS Park oder in Trabzon bei uns in Kadıköy ist komischerweise nach Spielschluss bei Derbys hingegen alles friedlich, ein Schelm wer sich böses dabei denkt oder?
Letzes Mal als wir in Unterzahl 1:0 im RAMS Park gewonnen haben, haben sie auch so einen Stress verursacht, deshalb ist es wohl klar welche Seite für diese ganzen negativen Vorkommnisse wieder mal verantwortlich ist und dieser Buruk hat letztes Mal in unserem Stadion sogar behauptet, daß sie ihre kleinen gelbroten Ärsche gerade noch knapp retten konnten, obwohl rein gar nichts passiert war.
Ich will mir nicht ansatzweise vorstellen, was dieser kleine asoziale Affe gesagt hätte wenns solche Tumulte bei uns in Kadıköy zu sehen gegeben hätte?
Und dann diese ganzen asozialen GS Anhänger auf den Tribünen die die eigenen Spieler gegen uns aufhetzen mit solchen Beleidigungen wie „OC“ und „vur, vur“ Sprechchören… einfach widerlich und total primitiv dieses Verhalten, passt aber im Grunde voll zu diesem primitiven gelbroten Drecksverein… hätte ich jetzt beinahe geschrieben…