Eine spektakuläre Wendung kündigt sich im türkischen Fußball an: Die 73-jährige Trainerlegende Yilmaz Vural bereitet sich darauf vor, den Traditionsklub Altinordu FK zu übernehmen. Wie der erfahrene Übungsleiter im Gespräch mit Radyospor enthüllte, laufen im Hintergrund intensive Verhandlungen, um den Verein aus Izmir zu erwerben und in Eigenregie im professionellen Spielbetrieb zu führen. Auslöser für diese überraschende Entwicklung sind die Pläne des bisherigen Klubchefs Seyit Mehmet Özkan, der sich künftig ausschließlich auf die Nachwuchsförderung konzentrieren möchte.
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Persönliches Angebot von Seyit Mehmet Özkan an Trainerikone Vural
Im Interview schilderte Yilmaz Vural detailliert, wie der Kontakt und das konkrete Angebot zustande kamen. „Herr Seyit Mehmet Özkan ist ein sehr alter Freund von mir. Er sagte zu mir: ‚Yilmaz, ich möchte die Mannschaft aus dem professionellen Spielbetrieb zurückziehen. Komm, wir überlassen dir diese Mannschaft, die in der Nesine 3. Lig antreten wird.‘ Ich antwortete: ‚Das können wir machen, aber dafür braucht man sehr viel Geld. Ich verfüge nicht über solche finanziellen Mittel.‘ Daraufhin sagte ich: ‚Ich werde versuchen, das Geld über Freunde und Bekannte aus meinem Umfeld aufzutreiben.‘ Herr Mehmet erklärte: ‚Ich möchte mich um die jungen Spieler kümmern. Du übernimmst den professionellen Spielbetrieb. Du kannst hier Spieler ausbilden, sie anschließend gewinnbringend verkaufen und hast gleichzeitig die Möglichkeit, die Mannschaft in eine höhere Liga zu führen‘“, berichtete der 73-Jährige von den vertraulichen Gesprächen.

Begeisterung über Infrastruktur: „Selbst in Deutschland nicht gesehen“
Neben dem sportlichen Reiz zeigt sich Yilmaz Vural vor allem von der bestehenden Infrastruktur des Klubs in den Standorten Selcuk und Torbali tief beeindruckt. „Wir zerbrechen uns ein wenig den Kopf darüber, ob wir das schaffen können. Die Trainingsanlagen von Altinordu befinden sich auf zwei Grundstücken. Eines umfasst 80 Hektar, das andere 60 Hektar. Eine Anlage liegt in Selcuk, die andere in Torbali. An beiden Standorten gibt es jeweils acht Trainingsplätze. Glauben Sie mir, ich lebe in Deutschland und habe solche Anlagen noch nie gesehen! Hier gibt es sämtliche Möglichkeiten, die für die Ausbildung eines Fußballspielers erforderlich sind“, schwärmte Vural über die erstklassigen Bedingungen.

Finanzierung über englische Investmentfonds als Schlüsselmodell
Da Yilmaz Vural die für die Übernahme erforderlichen Summen nicht aus eigener Tasche aufbringen kann, setzt er bei der Verwirklichung des Projekts auf internationale Finanzpartner. „Aus sportlicher Sicht könnten wir den Verein mit einem gut zusammengestellten Kader enorm voranbringen. Allerdings verfüge ich finanziell nicht über die entsprechenden Mittel. Es gibt Investmentfonds in England, mit denen wir bereits Gespräche geführt haben. Sie stellen einem das Geld für fünf Jahre zur Verfügung, ohne dass in dieser Zeit Rückzahlungen geleistet werden müssen. Innerhalb dieser fünf Jahre müssten wir dann Spieler ausbilden und vermarkten, um das Geld zurückzahlen zu können. Wenn uns das gelingt, wäre es ein großes Abenteuer. Einfach ist es nicht, aber wir vertrauen auf das Potenzial in der Türkei“, stellte die Trainerikone den Finanzierungsplan für die Nesine 3. Lig vor.




