Süper Lig

Ankaragücü-Coach Capa: “Müssen ohne zehn Spieler gegen Galatasaray antreten”


Aufgrund zahlreicher positiver Corona-Fälle im Kader muss MKE Ankaragücü ohne zehn Spieler bei Rekordmeister Galatasaray in Istanbul antreten. Fuat Capa, Trainer des stark dezimierten Hauptstadt-Klubs, äußerte sich in einer Pressekonferenz zu dieser schwierigen Ausgangslage: “Man kann sagen, die Liga wird mit 22 Mannschaften gespielt. Es gibt zusätzlich nämlich noch “Coronaspor”. Man trainiert unter der Woche hart und bereitet sich gut vor, dann werfen die unerwarteten positiven Fälle alle Pläne über Bord. Aktuell haben wir sieben positive Tests vorliegen, einige Spieler zeigen allerdings ebenfalls Symptome, so dass wir diese auch vom Team isolieren. Wir haben ein Spiel gegen Galatasaray. Es werden uns aber zehn Spieler fehlen. Wir mussten aus der Jugendabteilung drei Spieler in den A-Kader hochziehen. Ich glaube dennoch, dass wir ein gutes Resultat holen”, so der 52-jährige Übungsleiter vorsichtig optimistisch.

Capa überzeugt von Klubchefs Merts Projekt

Trotz der schwierigen Phase und der Probleme durch die Pandemie gehe Ankaragücü aber zielorientiert weiter seinen Weg, betonte Capa: “Jeder weiß um die Pandemie-Zeit und ihre Folgen. Dennoch versuchen wir zielgerichtet zu arbeiten. MKE Ankaragücü ist einer der größten Vereine der Türkei. Als mich Präsident Fatih Mert anrief, war ich sofort sehr aufgeregt. In die zweite Liga abzusteigen und wieder in die Süper Lig aufzusteigen, ist nicht leicht. Wenn man sich den tagesorientierten Fußball in der Türkei, der nur auf aktuellen Erfolg ausgerichtet ist, anschaut, war es ein Risiko von Kasimpasa hierher zu kommen. Was mich allerdings am meisten reizte, war das Projekt 2023 von unserem Präsidenten Fatih Mert. Darum bin ich hier.”

Starkes Fundament legen für langfristigen Erfolg

Capa weiter: “Unser letztes Ligaspiel der vergangenen Saison war am 26. Juli. Am 12. September begann schon wieder die neue Spielzeit. Denken sie nur einmal daran, sie haben nur fünf Wochen, eine Transfersperre und das vom TFF auferlegte Budgetlimit. Und in all dem wollen sie ihr Ziel für das Projekt 2023 verfolgen. Unser Vorstand will eine durchstrukturierte und erfolgreiche Organisation aufbauen. Möchte ich das als Trainer nicht? Natürlich will ich das auch. Aber nur, wenn das Projekt von Dauer ist und die folgenden Spielzeiten nicht wieder vergebens sind. Mit Geld kommt vorübergehender Erfolg. Erfolge mit einem starken Fundament sind dauerhaft. In der Türkei gibt es dafür aktuell zwei Beispiele. Dies sind Medipol Basaksehir und Aytemiz Alanyaspor. Sie sind auf einem guten Weg. Das müssen wir uns zunächst alle vergegenwärtigen. Von Zeit zu Zeit höre ich die Frage, hätte die Transfersperre nicht schneller aufgehoben werden können. Unser Vorstand hart unglaublich hart dafür gearbeitet. Wir haben nun einmal ein Budget. Davon müssen wir 50 Prozent für die Transfersperre verwenden. Was wir erlebt haben, war nicht leicht.”

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Anil P. Polat

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Hürriyet.de-Redaktion

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