Fenerbahce

Ali Koc: „Ricardo Rodriguez ist ein Wunschspieler von Yanal!“

Nur noch wenige Tage bleiben den Klubs, um ihren Kader für die Rückrunde der Süper Lig zu verstärken. Das zum Beginn der Saison aufgelegte TFF-Limit macht vor allem Fenerbahce zu schaffen. Bisher konnten die Gelb-Marineblauen noch keinen Neuzugang melden. Selbst Simon Falette, der auf Leihbasis von Eintracht Frankfurt kam, erhielt bisher noch keine Lizenz. Im Interview beim türkischen Staatssender “TRT Spor“ sprach Ali Koc einige wichtige Punkte bezüglich des umstrittenen Limits an und kritisierte dabei den türkischen Fußballbund scharf. GazeteFutbol mit den wichtigsten Aussagen. Ali Koc über…

… über den Konflikt mit dem TFF und das Limit:

„Wir haben unseren Antrag an den türkischen Fußballverband (TFF) gestellt. Erst am 17. Januar bekamen wir eine Antwort. Sie haben unser Anliegen nur teilweise akzeptiert. Daraufhin haben wir umgehend Einspruch bei der Schlichtungsstelle eingelegt. Seit September 2019 hat sich unser Limit von 206 Millionen auf 257 Millionen TL erhöht (umgerechnet von rund 31 Millionen auf 39 Millionen Euro). Uns steht allerdings ein Limit von 333 Millionen TL (umgerechnet 50 Millionen Euro) zu. Das bedeutet, dass wir unsere Rückrunden-Gehälter um 6,5 Millionen Euro reduzieren müssten, um wieder Transfers zu tätigen. Das sind 13 Millionen Euro an Jahresgehältern. Hier liegt eindeutig ein Fehler bei der Berechnung vor. Wir wollten ohnehin einige Spieler verkaufen und diese dann durch ein bis zwei günstigere ersetzen. Am Ende des Tages hätten wir diese Transferperiode dann mit einem Gewinn abgeschlossen. Doch sie lassen es nicht zu, uns wird kein Spielraum geboten. Am kommenden Donnerstag will man sich bei der Schlichtungsstelle versammeln, allerdings rennt uns die Zeit davon. Das Transferfenster schließt in wenigen Tagen. Man will uns böswillig einen Strich durch die Rechnung machen. Diese Leute wissen, dass wir die besten Chancen auf die Meisterschaft haben, wenn wir einen Linksverteidiger verpflichten.“

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… über Victor Moses, Ricardo Rodriguez und andere Transfers:

„Victor Moses ist seit rund einem Monat in London, da sich Chelsea um ihre verliehenen Spieler, die verletzt sind, selbst kümmert. Er hat uns noch nicht verlassen, ein Wechsel ist allerdings möglich. Ricardo Rodriguez ist ein Spieler, an dem wir interessiert sind. Er ist ein Wunschspieler von unserem Trainer Ersun Yanal. Einen Innenverteidiger haben wir bereits im vergangenen Sommer verpflichtet. Heute denke ich, dass wir damals einen Besseren hätten holen sollen. Nun haben wir Simon Falette geholt, er ist aber nicht spielberechtigt bis sich unser Problem mit dem TFF geklärt hat.“

… über eine mögliche Europapokalsperre und eine Umschuldung:

„Wenn wir bis zum Saisonende keine Umschuldung bei den Banken unterzeichnen, droht uns in der Tat eine Europapokalsperre. Dieses Versprechen haben wir der UEFA im vergangenen Jahr gegeben. Eine Umschuldung müssen wir ohnehin durchführen, doch unter diesen Bedingungen ist es unmöglich. Es wäre nur eine kurzfristige Lösung. Die anderen Klubs haben diese bereits abgeschlossen, jedoch beläuft es sich bei ihnen auf 150 Millionen TL. Es wird scheitern. Ihr werdet sehen, dass diese Klubs nach ein bis zwei Jahren zahlungsunfähig sein werden. Ich kann keinen Vertrag eingehen, der von vornherein zum Scheitern verurteilt ist. Aktuell werden 80 Prozent unserer Einnahmen beschlagnahmt und gepfändet. Noch bevor das Geld auf unserem Konto landet, ist es schon wieder weg. Wenn Sie mich fragen, benötigen wir rund 800 Millionen TL und eine Laufzeit von zehn Jahren, um einer Umschuldung zuzustimmen.“

… über einen TV-Auftritt mit Galatasaray-Boss Mustafa Cengiz:

„Der türkische Fußball geht unter. Nicht nur finanziell. Wir müssen ihn komplett neu aufsetzen. Ich bin dafür, dass sich die Präsidenten aller Top-Klubs vor der Kamera zusammensetzen und alles ausdiskutieren. Ich stelle eine Behauptung auf und die anderen behaupten das Gegenteil. Lasst uns alle Themen besprechen. Es ist egal, ob es nur Galatasaray-Präsident Mustafa Cengiz oder ein anderer Präsident ist. Ich bin jederzeit bereit für ein Gespräch. Wir als Klub wünschen es uns sogar sehr.“

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Ozan Sahin

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3 Kommentare

  1. Avatar
    22. Januar 2020 um 11:56 —

    Sich nur mit den türkischen Top-Klubs zu treffen und über gewisse Themen zu diskutieren, ist falsch. Die finanzielle Problematik betrifft ALLE türkischen Vereine und genau deswegen sollten sich auch ALLE Präsidenten treffen und vor der Kamera eben eine Lösung finden. Hinter geschlossenen Türen bringt das einfach nichts.
    Ich bin immer noch dafür, dass es in der Türkei ein Gehaltsoberlimit geben sollte, sprich das maximale Gehalt sollte 2 Mio Euro betragen (beispielsweise). Oder eben es dürfen 3 Spieler maximal 2 Mio verdienen und danach 1,5 Mio Euro.

    Man muss sich hier was überlegen, auch wenn GS, FB und TS positive Zahlen vermeldet haben, werden die Gehaltskosten im nächsten Quartal wieder voll einschlagen. Man löffelt die Suppe names “Schulden” mit einem durchlöcherten Löffel aus um es bildlich zu beschreiben.

  2. Avatar
    21. Januar 2020 um 22:14 —

    koc will sich mit anderen präsis zusammen setzen??? ^^ mal gucken, welche waffen mitgenommen werden.. was der rize präsi mitnehmen würde, wissen wir ja alle 😉

    das würde nichts bringen… alle würden sich beleidigen, irgendwelche vorwürfe an die köppe schmeißen, dann lügen verbreiten und danach bricht der krieg auf den straßen aus…

  3. Avatar
    21. Januar 2020 um 19:35 —

    Das TFF Budgetlimit wurde erst nach der Sommertransferphase beschossen, das bedeutet, das wir bis dahin überhaupt keine Infos bzgl. des Budgetlimits hatten.

    Wenn jetzt nach den Transfers die TFF daherkommt und uns erzählt, das wir nur ein Budgetlimit von 202 Millionen TL haben dürfen obwohl sie genau wissen das unsere Ausgaben bei ca. 386 Millionen liegen, dann ist das nur noch pure Schikane.

    Das Budgetlimit muss man VOR Saisonbeginn beschließen und uns nicht nach Abschluss der Sommertransfers irgendeine Fantasiesumme nennen die unmöglich zu erreichen ist.

    Ich habe die Sendung bei TRT Spor über die volle Länge angesehen und kann den Ärger von Ali Koc in dieser Angelegenheit sehr gut nachvollziehen.

    Wir müssen uns bei der finanziellen Neustrukturierung nicht unbedingt dem staatlichen Bankenkonsortium unterordnen, wenn wir auf Eigeninitiative mit anderen Banken und Finanzinstituten bessere Konditionen für FB ausschlagen können dann können wir doch andere finanzielle Vereinbarungen beschließen oder?

    Die TFF will uns aber unbedingt unter das staatliche Bankenkonsortium zwingen, deshalb schikanieren sie uns mit diesen ganzen Auflagen, das ist der Grund für die verzögerten Transfers.

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